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Wohnen

Kampf dem CO2: 20 Millionen Euro Förderung für Holz als Baustoff

10. Juli 2021 00:04 Uhr

Kampf dem CO2: 20 Millionen Euro Förderung für Holz als Baustoff
Das Ministerium gibt Mittel aus dem Waldfonds frei.

WIEN/LINZ. Aktuelle Studie untermauert den umfassenden Klimanutzen von Holzbauvarianten.

Angesichts des Klimawandels soll umweltfreundliches Bauen weiter an Bedeutung gewinnen. Daher hat das Landwirtschaftsministerium ein neues Programm vorgestellt: Es gibt 20 Millionen Euro aus dem Waldfonds frei, um den Einsatz von Holz als Baustoff zu fördern.

Mit dem "CO2-Bonus" soll der Ersatz anderer Materialien, bei deren Produktion Kohlendioxid freigesetzt wird, forciert werden, hieß es bei der Präsentation.

Neu- und Ausbauten

Finanzielle Unterstützung winkt für Neu- und Ausbauten im mehrgeschoßigen Wohnbau sowie für Gebäude in Holzbauweise, die öffentlichen Zwecken dienen. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt ein Euro pro verbautem Kilogramm Holz. Wenn zusätzlich Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz kommt, gibt es einen zehnprozentigen Aufschlag.

Einreichungen für die Förderung sind seit 1. Juli möglich. Firmen erhalten höchstens 200.000 Euro, "Antragsteller ohne unternehmerische Eigenschaft" bis zu 500.000 Euro. Maximal die Hälfte der Baukosten wird subventioniert. "Wir wollen mit dieser Förderung sichtbar machen, dass die Kindergärten, die Schulen, die Gebäude der Zukunft aus Holz errichtet werden können", sagt Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (VP). Oberösterreichs Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (VP) schlägt in die gleiche Kerbe: "Der Anteil von Holzbauten an der Gesamtzahl der Bauvorhaben liegt bereits bei 42 Prozent." Es sei das erklärte Ziel, diesen Wert weiter zu steigern, so Hiegelsberger.

Auch Klimalandesrat Stefan Kaineder (Grüne) sieht in Oberösterreich gute Voraussetzungen, um das Bauen mit Holz zu forcieren. Es brauche einen stufenweisen Prozess, "damit die Industrie ihre Kapazitäten anpassen kann", und einen Umbau der bestehenden Fördersysteme.

Deutlich geringere Emissionen

Kaineder verweist auf eine von ihm in Auftrag gegebene aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Bauen und Ökologie: Bei Holzbauvarianten wurden knapp 50 Prozent geringere Emissionen als bei Stahlbeton errechnet, die CO2-Speicherung von Holz ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Am Lebenszyklus gemessen, emittieren Gebäude in Holzrahmenbauweise demnach um 46 Prozent weniger, bei Massivholz sind es 37 Prozent. Und: Gebäude in Holzbauweise speichern laut Untersuchung etwa viermal so viel Kohlendioxid pro Quadratmeter Bruttogrundfläche wie jene aus Stahlbeton oder Ziegel.

Vier Millionen Hektar Wald

Österreich verfügt in Summe über mehr als vier Millionen Hektar Wald, das ist knapp die Hälfte der Landesfläche. Jedes Jahr wächst mehr Holz nach, als verbraucht wird. (tob)

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