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Wohnen

Die Zukunft des Holzbaus

02. Juli 2022 00:04 Uhr

Die Zukunft des Holzbaus
Innungsgeschäftsführer Markus Hofer, Jürgen Bartenschlag, Michaela Langer-Weninger, proHolz-Obmann Georg Starhemberg, Gabriel Felbermayr, Holzbauinnungsmeister Josef Frauscher (v. l.)

LINZ. Wie viel sollen, dürfen, müssen Holz und Bauen kosten? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Dialogs Holzbau.

Die jährliche Diskussionsveranstaltung von der Landesinnung Holzbau der Wirtschaftskammer OÖ und proHolz fand diese Woche an der Linzer Johannes-Kepler-Universität statt. Intensiv wurde dabei über steigende Rohstoff- und Energiepreise diskutiert.

Laut Gabriel Felbermayr, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo, ist die Lage in den Unternehmen nach wie vor gut: "Aber die Erwartungen in vielen Bereichen, auch in der Bauwirtschaft, trüben sich ein." Der exorbitant gestiegene Gaspreis treffe mineralische Baumaterialien wesentlich stärker als Holz. Globale Entwicklungen würden sich aber auch hierzulande auf den Holzpreis auswirken. Eine CO2-Bepreisung dürfte das nachwachsende Baumaterial Holz noch attraktiver machen. Ein Vorteil sei auch, dass Österreich über ausreichend Holz verfüge und die gesamte Verarbeitungskette abbilde.

Was mit Holz alles möglich ist, zeigte Architekt Jürgen Bartenschlag (sauerbruch hutton): Zwei von drei Hochhäusern, an denen das Berliner Architekturbüro arbeite, seien Holz- oder Hybridbauten. Zuletzt sei die Unsicherheit angesichts hoher Kosten groß gewesen, der Ausblick sei aber positiv: Behördenverfahren würden künftig vermutlich kürzer ausfallen.

Doppelte Dividende

Auch viele Gemeinden würden Holz bei ihren Bauprojekten in der Planung berücksichtigen, sagte Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger. Erich Wiesner, Vorsitzender der Kooperationsplattform Forst Holz Papier, wies auf die doppelte Dividende beim Holzbau hin: "Investitionen im Holzbau schaffen Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen und tragen gleichzeitig zur Bekämpfung des Klimawandels bei."

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