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Wohnen

Die Stadt Wien verkauft keine Kleingärten mehr

06. Februar 2021 00:04 Uhr

WIEN. Wer in Wien ein Fleckchen Grün erwerben will, hat es künftig schwerer. Die Stadt beendet mit Februar den Verkauf von Kleingärten, die in ihrem Eigentum stehen.

Am Montag soll das im zuständigen Ausschuss und am 25. Februar in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen werden.

"Grund und Boden wird in urbanen Räumen immer wertvoller und gilt heute zu Recht als das Gold der Städte. Um die Nutzung dieser beliebten Grünoasen auch für kommende Generationen zu garantieren und um etwaige Spekulation aufgrund steigender Bodenpreise frühzeitig zu verhindern, sollen die städtischen Kleingärten ab nun im Besitz der öffentlichen Hand bleiben", argumentiert Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SP).

Zwischen 1993 und Ende 2020 wurden 5363 Kleingärten verkauft. Die Stadt verfügte bisher zwar zehn Jahre über ein Vorkaufsrecht. Danach habe der Besitzer aber die Grünfläche nach Belieben teuer weiterverkaufen können, erklärte ein Gaal-Sprecher. Mit Stichtag 1. Jänner 2021 befanden sich noch 13.805 Kleingärten in einer Gesamtgröße von rund 5,4 Millionen Quadratmetern im Eigentum der Stadt Wien.

In manchen Ausnahmefällen kann aber in einer Übergangsphase nach wie vor ein städtischer Kleingarten erworben werden. Das trifft etwa auf Kleingartenanlagen zu, wo bereits mehr als 80 Prozent der Gärten veräußert wurden.

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