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Wohnen

Allein oder bei den Kindern? So wollen wir im Alter wohnen

09. November 2019 00:04 Uhr

Allein oder bei den Kindern? So wollen wir im Alter wohnen
Im Alter bei ihren Kindern oder Enkelkindern zu wohnen, ist nur für sieben Prozent der Österreicher eine Option.

Die Hälfte der Österreicher möchte auch bei Pflegebedarf daheim wohnen bleiben.

Rund die Hälfte aller Österreicher möchte auch im Alter gerne in den gewohnten vier Wänden bleiben, und zwar auch dann, wenn sie körperlich und geistig nicht mehr topfit sind und möglicherweise Pflege brauchen.

Mit zunehmendem Alter steigt dieser Wert sogar noch an: 54 Prozent der über 50-Jährigen wollen dort bleiben, wo sie jetzt wohnen. An zweiter Stelle bei den Österreichern steht mit 23 Prozent das betreute Wohnen in barrierefreien, speziell für ältere Menschen adaptierten Wohnhäusern.

Das sind die Ergebnisse der Studie "Wohnen in allen Facetten" des Immobilienmaklers Remax, die diese Woche präsentiert wurde. Das Linzer Market-Institut hat im Auftrag von Remax 500 Österreicher befragt.

 

Wesentlich geringeren Anklang finden laut Studie Alters-/Senioren- oder Pflegeheime mit zehn Prozent sowie Seniorenresidenzen mit fünf Prozent. Sechs Prozent der Österreicher nannten ein Winterquartier im Süden mit mobiler Pflege als liebste Wohnform im Alter.

Am wenigsten können sich die Österreicher laut Studie vorstellen, im Alter im Haus oder in der Wohnung eines Kindes oder Enkelkindes zu wohnen. Das ist nur für sieben Prozent der Österreicher eine Option. Bei den über 50-Jährigen sind es sogar nur noch zwei Prozent.

Externe Betreuung beliebter

Von den Personen, die in den eigenen Räumen wohnen bleiben wollen, wünschen sich 22 Prozent im Alter eine Betreuung durch die eigene Familie. Mit 26 Prozent präferiert ein größerer Prozentsatz eine Betreuung durch einen mobilen Pflegedienst. Bemerkenswert: Im Alter steigt das Interesse an mobiler Pflege sogar auf 34 Prozent an, während der Wunsch nach Pflege durch ein Familienmitglied auf 20 Prozent sinkt.

Häusliche Pflege unmöglich

Gründe dafür sind laut Studie, dass Pflegetätigkeiten häufig von weiblichen Familienmitgliedern durchgeführt werden, die oft aber selbst berufstätig sind. Zusätzlich sind Pflegende und zu Pflegende häufig in einem Alter, in dem die häusliche Pflege für beide gar nicht mehr möglich ist.

Aktuell sind bereits 2,2 Millionen Menschen älter als 60. Laut Bernd Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Austria, werden es im Jahr 2029 500.000 Personen mehr sein. Es sei Aufgabe der Politik, das Angebot bei der mobilen Pflege weiter zu verstärken und betreutes Wohnen entsprechend zu ermöglichen.

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