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Wohnen

Acht Tipps, um im Winter böse Überraschungen zu vermeiden

04. Dezember 2021 00:04 Uhr

Acht Tipps, um im Winter böse Überraschungen zu vermeiden
Eine Situation, auf die man nicht völlig unvorbereitet sein sollte: eingeschneites Haus und mit Schnee bedeckter Garten.

Schindeln, Wasserhähne, Schneedruck: Wie Sie Ihr Haus winterfest machen.

Der erste Wintereinbruch, frostige Nächte, nass-kaltes Wetter. Idealerweise sollten alle Hausbesitzer ihre Gebäude schon vor dieser Woche winterfest gemacht haben. Für jene, die noch nicht oder nur teilweise dazu gekommen sind, listen die OÖNachrichten acht Tipps auf, um böse Überraschungen wie Schäden, Versicherungs- oder Haftungsfälle zu vermeiden:

Dach/Rinnen: Kontrollieren Sie die Ziegel des Daches bzw. lassen Sie sie kontrollieren, jedenfalls bei älteren Gebäuden. Sind Dachschindeln aufgedreht oder beschädigt, ist ein Austausch dringend empfehlenswert. Wenn Ziegel gänzlich fehlen, sollten Sie natürlich neue einsetzen. Erstens weil es sonst nass werden, zweitens weil es hereinziehen kann.

Rinnen: Regenrinnen, Abläufe und Gullys sollten vom Laub befreit werden. Ansonsten sammelt sich Wasser, das bei tiefen Temperaturen gefriert und etwa Rohre zum Bersten bringen könnte. Oder Regen- bzw. Schmelzwasser läuft über, tropft auf Fassaden und verursacht Schimmelbildung. Vergessen Sie auch nicht Laubfänge und Sickerschächte, sonst kann es zu Schäden kommen.

Leitungen: Wasserhähne an der Hausmauer ganz auslassen und absperren, um das Gefrieren von Wasser in den Leitungen zu verhindern. Manche Einrichtungen leeren sich von selbst. Ältere Teile nicht.

Fenster/Türen: Kontrollieren Sie, ob die Fenster dicht schließen. Falls nicht, zieht es, die Heizkosten steigen. Legen Sie ein Blatt Papier in den Fensterstock. Wenn Sie es bei geschlossenem Fenster herausziehen können, ist mit den Beschlägen oder Dichtungen etwas nicht in Ordnung. Sie sollten ausgewechselt bzw. nachgestellt werden. Eventuell reicht es, Fensterbeschläge und -verriegelungen mit Vaselin zu schmieren. Bei den Türen ist es ähnlich. Hier können Abdichtungsleisten und Türvorleger bei einem Spalt Abhilfe schaffen.

Heizung: Wer es nicht schon gemacht hat, sollte seine Raumheizungsanlage überprüfen lassen. Nicht nur ein Auto, auch das Haus und die Heizung brauchen ein Service. Regelung und Heizkurve sollten richtig eingestellt sein. Die Normtemperatur beträgt im Wohnzimmer 20 bis 21, im Schlafzimmer 18 bis 19, im Badezimmer 22 bis 23 Grad Celsius.

Garten: Falls noch nicht geschehen: Verräumen Sie die Gartenmöbel und -geräte, tätigen Sie Verjüngungsschnitte bei Pflanzen und Sträuchern, mähen Sie den Rasen ein letztes Mal. Entfernen Sie Laub vom Rasen und von Flächen, wo es zur Rutschgefahr werden könnte. Bäume, die einem Sturm oder Schneedruck möglicherweise nicht standhalten, sollten entfernt werden bzw. sollten gefährliche Äste abgeschnitten werden.

Räumen: Schneeschaufel und Rollsplitt sollten griffbereit sein: Gemäß der Straßenverkehrsordnung trifft den Hausbesitzer im Ortsgebiet die Pflicht, den Gehsteig vor dem Haus zwischen sechs und 22 Uhr zu räumen.

Lüften: Noch ein Tipp für die Luftzufuhr: Im Winter ist Stoßlüften ratsam. Öffnen Sie die Fenster mehrere Male am Tag, je zehn Minuten lang und diagonal (gegenüberliegende Seiten). Wenn man im Winter die Fenster kippt, können sich Kondenswasser und letztlich Schimmel an den Wänden bilden. (az)

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