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Zwischen Amalfi und Positano

Von Sabine Neuweg und Alois Peham, 03. September 2022, 08:30 Uhr
Zwischen Amalfi und Positano
Unnachahmliche Ausblicke auf dem knapp neun Kilometer langen Pfad der Götter, auf dem bereits Zeus gewandelt sein soll. Bild: Alois Peham

Felspfade über Steilküsten, Buchten mit schattigen Badeplätzen, das Kreischen der Möwen und über allem der Geruch des Meeres. Das ist unsere Motivation für Wandertouren an Meeresküsten. Diesmal war es die spektakuläre Amalfiküste.

Südlich von Neapel liegt eine der schönsten Küsten des Mittelmeeres. Steil fallen die Berge zum Meer ab und hoch oben gibt es spektakuläre Aussichtswege, die zu Superlativen verleiten, wie der Name "Weg der Götter" veranschaulicht. Die Amalfitana, zwischen Sorrent und Salerno gelegen, hat aber auch eine geschichtsträchtige Vergangenheit, was an vielen Gebäuden und Kirchen sichtbar ist. Frühjahr oder Herbst sind ideal für Aktivurlaube in dieser Region, die sich ihre Schönheit auch bezahlen lässt. Zwei lohnende Wanderungen möchten wir hier vorstellen.

Zwischen Amalfi und Positano
62 Stufen führen zum Dom, zu Amalfis bekanntester Sehenswürdigkeit. Bild: Peham

Durch das Valle dei Mulini

Mit dem Bus steuert man von Amalfi den Ausgangspunkt, das hoch über der Küste gelegene Ravello, an. Hier am Domplatz geht es noch hinauf zum Belvedere mit weitem Blick übers Meer. Man folgt der Gasse abwärts und über einen versteckten Treppenweg erreicht man die Straße, der man, nach einer Abzweigung, bis Scala folgt. Schön ist der Blick zurück auf Ravello.

Zwischen Amalfi und Positano
Abstieg ins Mühlental Bild: Peham

Man kommt nach Minuta, wo man auf einem Treppenweg abwärts vorbei an den Ruinen der Basilica di Sant’Eustachio Pordenone erreicht. Tief unten liegt Amalfi und bei der Piazza lockt die Trattoria Antico Borgo zur Einkehr. Zurück auf der Via Noce folgt man dem Weg ins "Valle delle Ferriere", dem Eisental, der weiter unten in das "Valle dei Mulini", das Mühlental, einmündet. Ein breiter Maultierweg führt über Stufen hinab in das schattig grüne Tal.

Man erreicht die Reste eines Aquädukts, zweigt hier nach links ab und folgt dem Bach in Richtung Küste. Vorbei an den teilweise imposanten Ruinen der Papiermühlen wandert man talauswärts und erreicht beim Papiermuseum den Ortsanfang von Amalfi. Am geschäftigen Platz unter dem mit einer bunten Mosaikfassade verzierten Dom endet diese abwechslungsreiche Wanderung.

Zwischen Amalfi und Positano
Wilde Szenerie mit der Ruine einer Papiermühle Bild: Peham

Auf dem Weg der Götter

Der Klassiker der Region beginnt normalerweise mit einer Busfahrt hinauf nach Bomerano. Wir sind in Praiano vom Meer aus gestartet und haben uns den grandiosen Ausblick von oben zu Fuß erarbeitet. Bei der San-Gennaro-Kirche beginnt ein Stiegenweg, begleitet von schmucken Keramiken, der zunächst hinaufführt zum Convento San Domenico. Hier beim Kloster ist ein erster schöner Rastplatz und wenn man Glück hat, ist sogar die Bar offen. Von hier führt ein felsiger Steig höher und mündet in den Sentiero degli Dei ein. Aussichtsreich schlängelt sich dieser entlang von Steilabbrüchen, teilweise mit Geländern gesichert, aber ohne große Schwierigkeiten, an den Berghängen des Monte Lattari entlang. Großartig sind die Blicke über die Amalfiküste. Tief unten am Meer rückt schon Positano, der Endpunkt der Götterwanderung, ins Blickfeld.

Zwischen Amalfi und Positano
Die berühmten Häuserterrassen in Positano. Bild: Alois Peham

Im verschlafenen Nocelle lockt eine kleine Bar zur Einkehr, auf einem betonierten Weg erreicht man schließlich die Straße, die hinabführt nach Montepertuso. Das Restaurant Il Ritrovo ist ein empfehlenswertes Lokal für die Mittagseinkehr. Von dem hoch über Positano gelegenen Ort führen zwei lange Stiegenwege durch Oliven- und Zitronengärten hinab zum Endpunkt der Wanderung. Durch den terrassenförmig angelegten Ort geht es unaufhaltsam dem erfrischenden Bad im Meer entgegen.

  • Anreise: Von Neapel und Rom gibt es schnelle Zugverbindungen nach Salerno und Sorrent, von dort regelmäßige Bus- und Schiffsverbindungen zur und entlang der Amalfiküste (italiatren.com, gescab.it, travelmar.it). Parkplätze in den Orten sind rar und teuer.
  • Anforderung: Von steinigen Fels- bis zu breiten Panoramawegen findet man alles bei den Wanderungen entlang der Amalfiküste. Viele Orte sind mit langen Treppenstiegen erschlossen. Die Wege sind beschildert und teilweise markiert.

Infos zur Tour

Valle dei Mulini/Tal der Mühlen

Gehzeiten: 3 Stunden
Länge: 9,7 Kilometer
Höhenmeter: 250 auf, 550 ab
Strecke: Ravello (365 m) - Pontone (290 m) - Mühlental (120 m) - Amalfi (5 m)

GPS-Track:

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Sentiero degli Dei/Weg der Götter

Gehzeiten: 3 bis 4 Stunden
Länge: 8,8 Kilometer
Höhenmeter: 550 auf, 650 ab
Strecke: Praiano (20 m) - Convento San Domenico (384 m) - Sentiero degli Dei (450 m) - Montepertuso (350 m) - Positano (5 m)

Internet: amalfi.it

GPS-Track:

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GPS-Track Sentiero degli Dei

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Am Wegesrand

Weitwanderweg: Wer mehrere Tage unterwegs sein möchte folgt dem Weitwanderweg, der in sechs anstrengenden Tagesetappen von Salerno im Osten nach Sorrent im Westen der Amalfiküste entlang des CAI-300 Wanderwegs verläuft (amalfi.wanderweg.de).

Buchtipps für Küstenwege:

„Golf von Neapel“ von Andreas Haller im Michael Müller Verlag. Reiseführer mit vielen Tipps und 12 ausführlich beschriebenen Wanderungen mit Karte, 21,50 Euro

„Golf von Neapel“, Rother Wanderführer mit 57 Touren, alle mit GPX-tracks. Dazu Vorschläge für Mehrtageswanderungen, 15,40 Euro.

„Inselwandern in Kroatien“ von Eva Gruber im Styria Verlag, 27 Euro. Das Meer im Blick und felsiger Karst unter den Füßen. Kroatiens Inseln begeistern mit einzigartigem Licht, würzigen Düften und mediterraner Atmosphäre. Bei den 35 Wanderungen auf sieben Inseln geht es von einer Badebucht zur nächsten, auf felsigen Pfaden durch schattige Canyons und zu aussichtsreichen Bergwanderungen. Das auffallend schön gemachte Buch ist mehr als ein Wanderführer.

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Autor
Sabine Neuweg
Autor
Alois Peham
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