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Wie finde ich das perfekte Brautkleid? Neun Antworten

Von Gabi Socher   19. März 2018

Brautkleid

Es ist DAS große Geheimnis der Braut in der Vorbereitungszeit, oft im elterlichen Kleiderschrank versteckt, am Hochzeitstag mit Spannung erwartet, meist-bewundert und fotografiert: das Brautkleid!

Immer wieder darf ich miterleben, wie beim Einzug der Braut ein Raunen und Staunen durch die Kirchenbänke geht, auf den Gesichtern der Gäste ein bewunderndes Lächeln erscheint und die Herzensmenschen des Brautpaares und oft auch der Bräutigam ein paar Tränen der Rührung nicht verbergen können.

Dieses eine, besondere Kleid "macht etwas". Schon bei der ersten Anprobe wird auf einmal die bevorstehende Hochzeit ein Stück realer, und beim Ankleiden am Hochzeitstag ist dann dieses ganz besondere, fast unbeschreibliche „Braut-Gefühl“ auf einmal einfach da.  Ein einzigartiges Gefühl, als einzige Frau an diesem Tag mit diesem Kleid geschmückt zu sein, der einzige Tag im Leben, an dem man dieses eine Kleid trägt.

Von daher ist es ganz natürlich dass man sich bei der Auswahl Zeit lässt und sich viele Gedanken darüber macht.

Hier neun Antworten auf Fragen, die immer wieder gestellt werden:

1. Wann sollte man beginnen, ein Brautkleid auszusuchen?

Mein persönlicher Tipp dazu: Sobald man weiß, dass man heiraten möchte. Zwei gute Gründe dafür: Für die Braut ist das Kleid das absolut Wichtigste - nur wenn sie sich rundherum wohlfühlt, ist sie eine richtig "strahlende Braut". Und ab dem Zeitpunkt, ab dem die Braut weiß, wie schön sie am Hochzeitstag sein wird, ist sie auch bei den Hochzeitsvorbereitungen entspannter - und man kann beginnen, über das Styling, die Frisur nachzudenken.

Der Stil des Brautkleides ist auch die Vorgabe für den Brautstrauß - von dem sich dann die weitere Dekoration ableitet. Zwar hat man oft eine bestimmte Vorstellung, wie DAS Kleid aussehen soll, wird aber dann davon überrascht, wenn man beim Probieren in verschiedene Kleider schlüpft und manchmal fällt die Wahl dann auf einen Stil, eine "Brautkleid-Form", an die man vorher nie gedacht hätte.

2. Wo kauft man am besten ein? 

Die meisten Bräute schätzen die kompetente Beratung und die große Auswahl im Fachhandel sehr. Bei speziellen Beratungsterminen nehmen sich die erfahrenen Verkäuferinnen viel Zeit, die Braut darf Kleider in den unterschiedlichsten Designs probieren und hat so die Möglichkeit, sich auf dieses "besondere Gefühl" einzustimmen 

Für "eigenwillige" Kreationen, die vom momentanen Modetrend abweichen, oder wenn man seinen eigenen Designwunsch verwirklicht sehen möchte, damit das Kleid tatsächlich "einzigartig" ist, verspricht der/die persönliche Schneider/in natürlich noch mehr Individualität. Bitte die Vorlaufzeit beachten - von der Idee über die Stoff-Auswahl bis zur Endfertigung sollte man genug Zeit einplanen - dies richtet sich nach der Kapazität des Ateliers.

3. Was soll man beim Einkauf beachten?

Wichtig ist - abgesehen von der Optik -  zu spüren, ob Sie sich gut bewegen können. Es ist so wertvoll, das Kleid vorher am Körper zu fühlen - sich selber darin zu sehen, und auch die Qualität, die Haptik, die Farbe und das Gewicht des Stoffes zu spüren (speziell bei Sommer-Hochzeiten!).

Bitte achten Sie darauf, dass auch noch ein wenig Platz zum Atmen und für ein Stückchen Hochzeitstorte bleibt, dass Sie sich bequem niedersetzen können. Wenn Sie sich schon auf den Brauttanz und die ausgelassene Hochzeitsparty freuen, dann sollten die Walzer- oder Samba-Schritte in dem Brautkleid auch möglich sein.

4. Mit welchem Budget muss man mindestens rechnen?

Da kommt es - wie bei allem im Leben - auf den persönlichen Anspruch an. Schlichte Kleider sind schon ab 800 Euro zu haben, der Durchschnitt liegt irgendwo bei 1200 bis 2000 Euro. Wenn es etwas extravaganter, mit viel Spitze, feinen Stoffen, langer Schleppe oder vom Designer sein darf, liegt es natürlich darüber.

5. Die passende Farbe – wer trägt Weiß/Creme, zu wem passt auch Farbe?

Das kommt ganz auf den Typ der Braut an - nicht nur auf den Haupttyp sondern auch auf die Persönlichkeit - und natürlich in erster Linie auf den persönlichen Geschmack. Ein zarter Ivory-Ton ist sowohl für helle als auch für dunkle Typen schmeichelnd und wirkt sehr elegant. Heutzutage ist ein reines weißes Kleid gar nicht so oft zu finden - und wirkt zu sonnengebräunter Haut oder für den "Schneewittchen-Typ“ sehr extravagant. Die zur Zeit angesagten leichten Untertöne mit einem Schimmer in Rosé, Gold oder aber auch Cappuccino wirken natürlich auch ganz besonders. Gute Nachricht für "curved‘ Ladies" - auch in diesem Bereich gibt es immer schönere Angebote!

Brautkleid

6. Muss der Anzug des Bräutigams farblich abgestimmt sein?

Wenn es ein "Farb-Thema" gibt - z.B. Brustband oder Schleife in einer bestimmten Farbe, zarter Farbton im Kleid - dann sollten zumindest die Accessoires des Bräutigamoutfits darauf abgestimmt sein.(Plastron, Krawatte, Gilet, ….). Bei weißen oder ivory-farbenen Brautkleidern sollte das Hemd auf den Grundton des Kleides abgestimmt werden, damit sie nebeneinander "stimmig" erscheinen.

7. Welche Rolle spielen Location und Größe der Hochzeit bei der Auswahl des Kleides?

Natürlich wird man bei der Wahl des Kleides auch darauf Rücksicht nehmen - ein ‚kleines, weißes Sommerkleid bei der großen "Prinzessinnen-Hochzeit im großartigen Schloss" wäre vermutlich etwas irritierend, ebenso das große, pompöse Glitzerkleid bei der "Boho-Hochzeit" auf der Waldlichtung. Meiner Meinung nach aber steht die Persönlichkeit der Braut absolut im Vordergrund, und wenn sie so ein lässiger Typ ist, dann kann sie auch die Jeansjacke über dem eleganten Brautkleid tragen.

8. Darf der Bräutigam das Kleid wirklich vorher nicht sehen?

Im Normalfall nicht - daran halten sich auch heutzutage noch die meisten Brautpaare. Ein bisschen Spannung darf schon sein...

9. Wer sollte beim Aussuchen dabei sein?

Jemand, dem Sie wirklich vertrauen und der Ihnen absolut gut tut, Ihnen Sicherheit gibt und sie nicht nervös macht. Mein Tip: Maximal ein bis drei "Herzensmenschen" mitnehmen.

 

Brautkleid

Liebe Braut, mein ganz persönlicher ‚saJA-Tipp‘ für Sie:

Gustieren Sie, lassen Sie sich Zeit, überlegen Sie, wie SIE sich an diesem Tag fühlen wollen. Einmal Prinzessin sein? Ladylike-elegant? Extravagant und unkonventionell? Ein bisschen "wild" und einfach "anders", als man es von Ihnen erwartet? Romantisch und doch sexy? Großer Auftritt mit großem Kleid, Schleier und Spitze? Oder schlicht und einfach, ganz natürlich?

Alles darf sein, Sie geben die Richtung vor, nutzen Sie’s so, wie es Ihnen gut tut. Und verlassen Sie sich trotz aller guten Ratschläge von rundherum auf Ihr eigenes Bauchgefühl - der Bräutigam wird von Ihrem glücklichen Strahlen begeistert sein!

Alles Liebe, viel Freude beim Aussuchen und das ganz besondere "Braut-Glücks-Gefühl" wünscht
Gabi Socher

Gabi Socher, Hochzeitsplanerin aus Gmunden, leitet „sagJA“-Akademie im Schlosshotel Ort am Traunsee

 

Über die Autorin

Gabi Socher bezeichnet sich selbst als Glückskind und folgt seit 1999 ihrer Berufung als Hochzeitsplanerin „www.sagja.at“ – damals als Pionierin in dieser Branche. Bei mehr als 440 Hochzeiten hat sie unzählige Brautpaare glücklich gemacht und mit Dienstleistern aus allen Bereichen zusammengearbeitet und somit einen reichen Schatz an Erfahrungen gesammelt.

Sie weiß, worauf es bei einer Hochzeit ankommt und unterstützt Brautpaare entweder nur beratend in der Vorbereitungszeit (Hochzeits-Workshop, Profi-Check) oder als ihre ‚ganz persönliche Hochzeitsplanerin‘ von der Planungsphase bis zum Hochzeitstage - als ‚Regisseur‘ und Ansprechpartner für alle Mitwirkenden - mit ‚Schutzengerl-Funktion‘.

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