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Reisen

Wo uns das Wasser Berge gibt

01. August 2020 00:04 Uhr

Im Sommer krönt ein Sprung ins klare Nass so manche Wander- oder Bergtour. Wir haben vier erfrischende Routen für Sie ausgewählt

Zwei Seen, zwei Kogel

Mit Vorderen und Hinteren bekommt man es zu tun, wenn der Traunsee-Ort Ebensee rund acht Kilometer hinter einem und ein traumhaftes Gewässer vor einem liegt. Wer es sich kinderleicht machen will, spaziert auf dem kinderwagentauglichen Promenadenweg rund um den Vorderen und Hinteren Langbathsee, die in einer Senke des Höllengebirges eingebettet sind.

Zwei Seen, zwei Kogel
Langbathsee

Lohnender ist es, den Pfad über zwei gar nicht so hohe Gipfel zu suchen. Auf lediglich 906 Meter bringt es der Vordere Signalkogel, dafür hat man vom Gipfelfelsen einen überwältigenden Ausblick. Über den Grat geht es weiter zum Hinteren Signalkogel und schließlich über den Sattel Lueg hinunter zum Hinteren Langbathsee. Dort wagt man den Blick hinauf zum Schafluckensteig, der Trittsicheren und Schwindelfreien mit den Zielen Brunnkogel und Hochleckenhaus vorbehalten ist. Am Südufer geht es zurück zum Vorderen Langbathsee mit seinen kleinen Badeplätzen.

Start: Wanderparkplatz Jagerbachl
Länge: 8,7 Kilometer
Dauer: rund 2 Stunden 30 Minuten
Höhenmeter: 420 m
Einkehr: Langbathseestüberl
Schwierigkeit: leicht

Vom Offensee zum Wildensee

Wieder von Ebensee aus, allerdings in Richtung der Ausläufer des Toten Gebirges gewandt, erreicht man den 900 Meter langen Offensee. Erst geht es gemütlich am Ufer entlang, bevor es heißt, ordentlich Höhenmeter zu machen, eine steile Stiege zu durchsteigen, sich in Serpentinen nach oben zu winden. Die Rast bei der schön gelegenen Rinnerhütte verscheucht die Gedanken an die Anstrengung. Erholt und gestärkt macht man sich auf, um zum Grenzgänger zu werden – denn es sind nur wenige Meter, die den Wildensee zu einem steirischen Gebirgsgewässer machen.

Vom Offensee zum Wildensee
Offensee

Zu Zeiten Kaiser Maximilians wurden in dem Dolinensee, der in den Offensee entwässert, Seesaiblinge eingesetzt. Zu einer fordernden Ganztagestour wird die See-zu-See-Wanderung, wer sich einen Gipfel vorgenommen hat. Dann zweigt man beim Sattel rechts ab und wendet sich dem Rinnerkogel zu, der 2028 Meter misst.

Badetipp: Offensee und Wildensee sind in etwa gleich frisch!

Start: Wanderparkplatz Offensee 
Länge: 12,6 Kilometer 
Dauer: rund 5 Stunden 30 Minuten 
Höhenmeter: ca. 900 m 
Einkehr: Rinnerhütte (1473 m) 
Schwierigkeit: anspruchsvoll

Grüner See, rote Wand

Auch wenn das idyllische, grün schimmernde Wasser noch so sehr lockt – erst einmal will geschwitzt und das auf rund 800 Meter Höhe gelegene Naturjuwel hinter sich gelassen werden. Am rechten Ufer entlang bewegt man sich auf den schattenspendenden Seegraben zu, durch den erst die Zickalm und wenig später die Dümlerhütte auf der Stofferalm erreicht wird. Wer an der seit 1894 bestehenden, seither stetig um- und ausgebauten Hütte vorbeigeht, ohne Durst und Hunger zu stillen, ist selbst schuld.

Grüner See, rote Wand
Gleinkersee

In einer guten Stunde sind die etwa 350 Höhenmeter über den Sattel bis zur Roten Wand (1872 m) zu schaffen, von der man hoch zum Warscheneck oder hinunter zur Wurzeralm schauen kann. Retour passiert man wieder die Dümlerhütte und wählt zum Abstieg diesmal nicht den Seegraben sondern den Weg über die Tommerlalm, der am Gleinkersee endet – und dann sollte einen nichts mehr aufhalten vom Sprung ins kühle Nass.

Start: Parkplatz Gleinkersee 
Länge: 11 Kilometer 
Dauer: ca. 6 Stunden 
Höhenmeter: 1060 m 
Einkehr: Dümlerhütte (1495 m), Gasthaus Seebauer am Gleinkersee 
Schwierigkeit: mittel

Rund um die Aist

Im ersten Landschaftsschutzgebiet Oberösterreichs (seit 1986) bewegen sich Wanderer auf dem Rundweg durch das Feldaisttal. Die Mühlviertler Tour beginnt am Parkplatz des Pregartner Bahnhofs und hält sich bis zur Klausmühle an die Hinweisschilder "Unteres Feldaisttal", ehe in den kühlenden Pfad entlang des steindurchsetzten Flusses eingebogen wird. Dem häufig zum Planschen einladenden Lauf folgt man bis zur Kriehmühle. Das Gasthaus ist für seine köstlichen Fischgerichte bekannt (Achtung: Montag und Dienstag Ruhetag) und gleich daneben taugt die Feldaist zum erfrischenden Badevergnügen.

Rund um die Aist
Aisttal

Auf der anderen Uferseite nimmt man die Markierung "Aisttalrundweg" ins Visier, marschiert über Wolfsegg hinauf bis zum Kalvarienberg, über den Kreuzweg bis zur Wartberger Hauptstraße, durch den Ort, dann wieder hinunter zur Klausmühle und schließlich zurück zum Ausgangspunkt. (beli)

Start: Parkplatz Bahnhof Pregarten 
Länge: 8,7 Kilometer 
Dauer: 3 Stunden 
Höhenmeter: 140 m 
Einkehr: Kriehmühle; Gaststätten in Wartberg und Pregarten 
Schwierigkeit: leicht

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