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Reisen

Paar aus Oberösterreich auf wilder Weltreise

Von Bernhard Lichtenberger   26. Januar 2019

Doris Wimmer (29) aus Steyr und Matthias Jungwirth (28) aus Kirchham (Bezirk Gmunden) sind seit zehn Jahren nicht nur reisend ein Paar.

Tiere und Jahreszeiten bestimmen die Routen der Oberösterreicher Matthias Jungwirth und Doris Wimmer.

Exotische Kulinarik, fremde Kulturen oder betörende Landschaften sind gängige Motive, die Koffer zu packen. Bei Doris Wimmer (29) aus Steyr und Matthias Jungwirth (28) aus Kirchham hat das Unterwegssein vielleicht auch so begonnen. Bis sie draufkamen, dass sie sich tatsächlich von tierischen Begegnungen leiten ließen.

Ihre im März 2018 begonnene Reise um die Welt wurde bewusst eine wilde. "Erst haben wir uns die Tiere ausgesucht, die wir sehen wollten, danach wo und zu welcher Jahreszeit", sagt Jungwirth. Sie wählten etwa für Alaska jene Wochen, in denen die Moskitos ihren Blutdurst bereits gestillt hatten und die Grizzlys noch munter durchs Gelände trotteten.

Im Denali-Nationalpark brachten die beiden dessen "Big 5" bildlich zur Strecke: Grizzly, Elch, Karibu, Wolf und Alaska-Schneeschaf. Das mitteilungsbedürftige Paar füttert unter dem Namen "Bugs & Bears" die Internet-Gemeinde laufend mit seinen animalischen Abenteuern, in Fotos auf Instagram und in kurzweiligen, mit Witz und Wissen aufbereiteten Videos auf Youtube.

Mit Buckelwalen schwimmen

Die filmische Ausbeute kann sich sehen lassen. Am Alaska-Highway im kanadischen Yukon-Gebiet trabte im flockigen Schneetreiben eine Herde ebenso neugieriger wie mächtiger Bisons auf die beiden zu – und auf ihre GoPro, die sie strategisch günstig auf dem Boden platzierten, bevor sich die Reiselustigen ins schützende Auto flüchteten. Im polynesischen Königreich Tonga schwammen die Outdoor-Aficionados unter strikter Aufsicht mit Buckelwalen im Südpazifik, der sommerlichen Kinderstube der Meeresriesen.

In einem kleinen mexikanischen Dorf bot sich den Oberösterreichern die Chance, sich zu Bullenhaien ins Wasser zu wagen. "Sie sind als die gefährlichsten Haie bekannt, von denen die meisten Attacken ausgehen", sagt Matthias Jungwirth. "Sie checken einen aber nur aus, und wenn man ausatmet, vertreibt sie das blubbernde Geräusch. Außerdem: Weltweit gibt es fünf bis sechs Todesfälle pro Jahr. Wie viele Menschen sterben aber durch Kühe?"

Animalische Abenteuer
Nahaufnahme: Buckelwal mit Nachwuchs im südpazifischen Gewässer der zu Tonga gehörenden Ha'apai-Inselgruppe

In Westaustralien kamen Salz- und Süßwasserkrokodile und Bergkängurus vor die Linse. Und der seltsame Ameisenigel, der sich wie das Schnabeltier von den anderen Säugetieren darin unterscheidet, dass er keinen lebenden Nachwuchs gebärt, sondern Eier legt. Nicht minder eigenartig mutet das Paarungsritual an. "Die Männchen folgen einem Weibchen oft wochenlang, kreisen es ein und versuchen, sich gegenseitig hinauszudrängen – bis einer übrig bleibt, der sich dann vermehren darf", sagt Jungwirth.

Mitte März wird die wilden Weltreisenden die Heimat wiederhaben. "Bugs & Bears soll aber nicht nach einem Jahr vorbei sein. Wir haben Lust auf Wölfe bekommen und finden es spannend, etwas in der österreichischen Natur zu machen", sagt Jungwirth.

Animalische Abenteuer
Aussichtsreich: Doris Wimmer und Matthias Jungwirth am Horse-shoe Bend in Arizona

 

Animalische Abenteuer
Wilde Herde: Begegnung mit Büffeln in Alaska

 

Mehr über die animalischen Abenteuer von Doris Wimmer und Matthias Jungwirth lesen Sie hier.

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