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Reisen

Müßiggang unter Kokospalmen

Von Annette Gantner 20. April 2019

Müßiggang unter Kokospalmen
Der Strand ist palmengesäumt, das Wasser schimmert in allen erdenklichen Türkistönen.

Die Dominikanische Republik ist seit vielen Jahren eines der beliebtesten Urlaubsziele in der Karibik. Derzeit wird auf der traumhaften Insel stark in leistbare Luxushotels investiert.

Es gibt viele Plätze auf der Welt, die mit anmutend schimmerndem Wasser verführen wie Mauritius, die Malediven oder der Wolfgangsee. Doch die Farbpalette der Karibik ist besonders vielfältig: Das Meer glitzert in der Früh hellblau, ändert sich mit dem Sonnenstand in ein zartes Türkis, nimmt im Laufe des Tages einen Hauch Smaragd an und versinkt mit der Sonne in einem dunklen Blau.

Müßiggang unter Kokospalmen
Seesterne sind in dem glasklaren Wasser gut zu sichten.

Die Dominikanische Republik nimmt mit 48.730 Quadratkilometer ein besonders großes Stück in diesem tropischen Paradies ein. Die Strände sind endlos. Unter Palmen kann sich der Urlauber jeden Tag an der unendlichen Weite des Meeres ergötzen.

Einst war Christoph Kolumbus auf der Insel gelandet und nannte sie Hispaniola, bevor er Amerika entdeckte. Rund ein Drittel davon ist heute Haiti. Die Dominikaner legen nicht zuletzt aufgrund ihrer kolonialen Geschichte heute Wert auf den Zusatz Republik.

Wahlheimat von Falco

Für Österreicher ist die Insel mit einem traurigen Ereignis verbunden: Haben wir doch dort einen unserer berühmtesten Söhne verloren. Der Musiker Falco starb 1998 bei einem Autounfall in seiner karibischen Wahlheimat.

In den Achtziger Jahren hatten die Österreicher mit den allmählich leistbareren Flugpreisen auch die Langstreckendestination entdeckt. Die Dominikanische Republik bietet für den Urlauber viele Vorzüge: Sie ist von Österreich verhältnismäßig einfach zu erreichen. Über Deutschland werden zahlreiche Flüge nach Punta Cana im Süden oder Punta Plata im Norden angeboten. Die Insel bietet vergleichsweise hohe Standards der Hotels und doch können Gäste immer wieder "Schnäppchen" buchen.

Müßiggang unter Kokospalmen
Frühstück mit Aussicht

Einst nannte man sie boshaft die Hausmeister-Insel. Wer einen günstigen Tropenurlaub genießen wollte, flog als Pauschaltourist in die Domrep. Doch statt auf Massentourismus setzt man auf der Insel zunehmend auf Nachhaltigkeit. "Wir schaffen jetzt mehr Luxushotels, wo die Gäste mehr Ruhe genießen können", sagt Napoleon von der Palladium Hotel Gruppe. Die Standards der Hotels werden höher, die Zimmer stylischer, das Essen delikater.

Cyber Couples

In den Nobelhotels ist der Wlan-Empfang stärker als in vielen ländlichen Gemeinden hierzulande. "Es kommen viele Cyber Couples", erzählt Napoleon. Paare, die ungestört von Kindern in einem "Adults Only"-Hotel ausspannen wollen, oftmals mit einem eigenen Whirlpool auf der Sonnenterrasse.

Wer mit Kindern die Karibik genießen will, wird ebenfalls fündig: Die Hotels bieten facettenreiche Kinderclubs und Strandspiele für die Kleinen an, Rum-Bars für die Erwachsenen und Wassersport für die Aktiven.

Wer sich gänzlich dem Müßiggang hingeben will, ist in einem All- inclusive-Hotel bestens aufgehoben und findet dort eine Oase der Ruhe. Beim Frühstück mit Eggs Benedict und frischen Waffeln kann man tiefenentspannt den Urlaub genießen und muss sich nur mit der Frage beschäftigen, ob man nach der herrlich süßen Ananas nochmals eine Papaya oder eine Passionsfrucht essen soll. Der Kaffee hat Suchtpotenzial. "Negro o con leche", fragt Sanchez. Schwarz oder mit Milch. Währenddessen schweift der Blick über das Wasser, zwischen Palmen hindurch.

Müßiggang unter Kokospalmen
Dank des Jetlags fällt es Europäern nicht schwer, den Sonnenaufgang zu sehen.

Am Vormittag kann man sich im Spa massieren lassen und anschließend bei einem Glas frisch gepresstem Orangensaft überlegen, ob man den Tag nur am Strand verbringt, sich im Pool abkühlt oder doch den Bachata in der angebotenen Tanzstunde lernt.

Musik und Tanzschritte

In der Dominikanischen Republik liegt viel Musik in der Luft. Beim ganztägigen Bootstrip auf die Isla Saona tanzt die Crew beschwingt mit den Gästen und führt den Touristen den richtigen Hüftschwung vor. Es fällt nicht schwer, sich von dem karibisch-relaxten Lebensstil begeistern zu lassen, den lokalen Rum zu genießen oder einfach nur die Schönheit des Meeres in sich aufzunehmen.

Das Wasser wird seichter, als Carlos plötzlich ins Meer hüpft und einen Seestern in die Höhe hält, und gleich noch einen. Die Sicht im Wasser ist perfekt. An einer anderen Stelle wird geschnorchelt: Die Korallen wirken abgestorben, doch es tummeln sich bunte Tropenfische im Wasser.

Müßiggang unter Kokospalmen
Musik und Tanz sind in der Dominikanischen Republik omnipräsent.

Sorglose Traumkulisse

Wieder sind es die Ruhe und Abgeschiedenheit, die den Besuch der Isla Saona zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Ein kleines Essen wird serviert: Meeresfrüchte, köstliche Salate, Reisgerichte. Niemand muss sich über mangelnde Hygiene oder die Wasserqualität sorgen.

Unter einer Palme steht verlassen ein altes Boot, am Strand kann man nach kleinen Muscheln suchen. Immer wieder werden Fotoapparate und Handys gezückt, die Reisenden posieren vor der farbenprächtigen Traumkulisse, um den Moment für die tristen Wettertage zuhause einzufangen.

Michael Jacksons Hochzeitsort

Die Dominikanische Republik bietet unendliche Möglichkeiten für Ausflüge und Entdeckungen. Die Insel ist ein Platz für Romantiker: Unweit von Punta Cana ist eine kleine Kirche, in der einst Michael Jackson Lisa-Marie Presley das Jawort gab. Auch wenn die Ehe nicht lange währte. Wer heiraten will, findet zahlreiche Möglichkeiten, ob in kleinen Kirchen oder direkt am Strand. Die Hotels bieten Hochzeitspakete und kuschelige Honeymoonsuiten mit einem eignem Pool an.

Müßiggang unter Kokospalmen
In dieser Kirche gaben einander Michael Jackson und Lisa-Marie Presley das Jawort.

Die erste Kirche in der neuen Welt wurde in der Hauptstadt Santo Domingo gebaut, die namensgebend auch für die Insel war. An die alte Kultur der Ureinwohner erinnern hingegen Felszeichnungen in Höhlen, die über die ganze Insel verstreut sind.

Landschaftlich besonders einladend ist die Halbinsel Samaná mit ihrer wunderschönen Palmenbucht, wo sich im Jänner die Buckelwale treffen, um sich zu paaren. Die Landschaft ist atemberaubend: Im Regenwald verstecken sich Wasserfälle, in deren Pools man beschaulich baden kann.

Nicht nur ein Idyll

Bei den Fahrten durch das Land zeigt sich nicht nur ein Idyll. An den Straßenrändern liegt Plastikmüll, von dem das Meer verschont bleibt. Der Umweltschutz wird noch nicht überall groß geschrieben, immer wieder fällt einem die Armut auf. Einheimische raten davon ab, in der Dunkelheit das Auto zu benutzen, um nicht mit betrunkenen Fahrern zu kollidieren.

Doch viele kommen ohnehin in die Dominikanische Republik, um sich am Tropenstrand in einem Hotel verwöhnen zu lassen. Langweilig wird einem in den breitflächig verteilten, direkt am Strand platzierten Hotelanlagen ohnehin nicht.

Die Gastronomie bietet neben karibischen Köstlichkeiten europäische und vor allem auch japanische Delikatessen. Wenig verwunderlich: Schließlich ist der servierte Fisch wunderbar frisch.

Müßiggang unter Kokospalmen
Überall findet man kleine Bars.

Am Abend locken diverse Shows oder man versucht in der Disco, die neu gelernten Tanzschritte nachzuahmen. Frühaufstehern wiederum bietet die Natur das schönste Schauspiel: Um 6.30 Uhr klettert die Sonne langsam aus dem Meer heraus und wird zum gleißend orangen Feuerball.

Stein der Erinnerung

Wer die schönen Tage nicht vergessen will, kann sich Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Kaffee, Rum, Zigarren – oder ein Schmuckstück. Der Larimar-Stein kommt nur in der Dominikanischen Republik vor. Ein Minenbesitzer gab dem Stein aus Liebe zu seiner Tochter Lari und wegen der dem karibischen Meer so ähnlichen Farbe den Namen. Weniger Romantische nennen ihn den blauen Pektolith.

Egal welche Bezeichnung man dem Stein gibt, die Farbe erinnert den Heimkehrer tagtäglich daran, dass es einen Platz auf der Welt gibt, wo das Meer unglaublich türkis ist.

 

Gut zu wissen:

Reisezeit: Die beste Reisezeit im Süden der Insel ist von Dezember bis April, im Norden ist sie mit Februar bis April etwas kürzer. Für Eltern mit Schulkindern könnte auch der Juli eine Option sein: Die Einheimischen berichten, dass im Süden der Höhepunkt der Regenzeit im August und September ist.

Flüge: Eurowings fliegt mehrmals wöchentlich von Wien über München oder Düsseldorf nach Punta Cana.

Preise: Grand Palladium Palace Resort & Casino 5*, 1 Woche im Doppelzimmer, All-inclusive am 21.9.2019 ab Wien via Düsseldorf mit Eurowings kostet pro Person ab 1.279 Euro (2 Wochen Preis p.P. ab 1.789 Euro)
Das TRS Turquesa Hotel 5*/ Adults Only, 1 Woche in der Junior Suite, AI am 21.9.2019 ab Wien via Düsseldorf mit Eurowings p.P. ab 1.483 € (2 Wochen Preis p.P. ab 2.139 €)

Artikel von

Annette Gantner

Redakteurin Innenpolitik

Annette Gantner
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