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Reisen

Irland: Das Schöne im Kleinen

Von Bernhard Lichtenberger 22. Dezember 2019 16:00 Uhr

Das Schöne im Kleinen
Irische Landschaft

Wie es kam, dass sich Südamerika-Aficionado Heiko Beyer in Irland verschaute.

Seit fast drei Jahrzehnten hat Heiko Beyer als Fotograf und Fotojournalist Südamerika im Fokus. Auf die grüne Insel verschlug es ihn erst vor zehn Jahren, weil ein nach einer Auszeit lechzender Freund bei ihm anklopfte, ob er ihn nicht nach Irland begleiten möchte.

Ein folgenschwerer Erstbesuch: Um das Flair einzufangen, musste er das facettenreiche Land auch in den nächsten fünf Jahren bereisen.

Das Schöne im Kleinen
Zauberhafte grüne Insel Irland

"Es ist das Schöne im Kleinen, das das Phänomen Irland ausmacht", sagt der Franke aus Erlangen, "das Bergdörfchen auf einer Halbinsel im Westen mit schön bemalten, liebevoll mit Blumen geschmückten Häusern, die Menschen, die einen überall willkommen heißen. Da triffst du am Wegesrand einen Torfstecher, er zeigt dir, wie das Torfstechen geht, dann sagt er: ,Da drüben ist mein Haus, komm’ mit, ich hab einen Whisky für dich’. Und dann sitzt du den ganzen Nachmittag mit dem älteren Herrn zusammen und trinkst mit ihm."

Das Schöne im Kleinen
Ob Guinness, Landschaft, Wetter oder Menschen – Heiko Beyer hat es das Phänomen Irland angetan.

Während ihm der erste Regenguss noch ein "Ojeoje" entlockte, hat sich Beyer längst mit dem wechselhaften irischen Wetter angefreundet. "Einem Fotografen eröffnet das Chancen, wenn nach dem Regen ein Sonnenstrahl durch die Wolken blitzt, ein Regenbogen entsteht. Das ergibt spannende Lichtstimmungen", sagt er. Wenn das Nass so intensiv ausfällt, dass es fotografisch nicht lohnt, trübt es die Laune keineswegs: "Dann geh ich ins Pub, lerne Leute kennen, höre Musik, trinke ein Guinness."

Als einer, der gerne gut isst, machte sich Beyer vom zweifelhaften Ruf, wonach Irland kulinarisch unterbelichtet sei, selbst ein Bild. Am legendenumwobenen Rock of Cashel stieß der Genießer auf eine uralte, kleine Kirche, an der eine vielversprechende Speisekarte hing. Ein Koch hatte das entweihte Gotteshaus gekauft und in feines Restaurant umgewandelt. Die nicht nur dort erkostete Erfahrung: "Die Iren haben durchaus ein Händchen für gute Küche und verstehen sich auf köstliche Fisch- und Lammgerichte. Natürlich kriegt man auch Fish & Chips, total fettig – wenn man das will." Aus seinem Vortrag "Irland – Zauber der grünen Insel", mit dem er Anfang Jänner drei Mal in Oberösterreich gastiert (siehe unten), hat er das kulinarische Kirchenkapitel entfernt, "weil mein Publikum Hunger bekommen hat".

Das Schöne im Kleinen
Heiko Beyer

Auf seiner irischen Foto-Mission ließ sich der Doktor der Mikroelektronik ("Mit dem ersten ,bösen’ Beruf wusste ich, das ist nicht meine Welt") sogar auf eine Schifferlfahrt auf dem Shannon ein, "dabei war davor "Hausboot für mich das Zentrum der Spießigkeit. Aber es war eine geniale Erfahrung, nichts Aufregendes, aber pure Entspannung. Ich würde es jederzeit wieder machen".

Multivisionsvortrag "Irland – Zauber der grünen Insel" von Heiko Beyer: Lichtspiele Lenzing (7. Jänner 2020), Kino Kirchdorf (8. Jänner), City Kino Steyr (9. Jänner), jeweils 19.30 Uhr. Karten: allesleinwand.at

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