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Reisen

Camping von der Hängematte bis zum Luxuswohnmobil

Von Klaus Buttinger  22. Oktober 2022 00:04 Uhr

Camping von der Hängematte bis zum Luxuswohnmobil
Für Leute, die nachts noch auf eine Leiter steigen können: Zeltdach

"All you need is love – and a Camper", heißt es unter den Freunden des mehr oder weniger gepflegten Eskapismus.

Wenn sich die Camping-Gemeinde, die sich noch bis Sonntagabend auf der Campingmesse in Wels trifft, auf etwas einigen kann, dann ist das wohl die Einsicht, dass Campen kein Hobby ist, sondern ein Lebensgefühl. Es hat viel mit der Flucht aus dem Alltag zu tun. Am besten illustriert das ein Bonmot aus der Szene, das da lautet: "Andere gehen zur Therapie, ich geh einfach campen."

Wie im wirklichen Leben kommt es jedoch darauf an, wie viel man in die Therapie investieren möchte. Die günstigste Möglichkeit, ein Camp einzurichten, beginnt bei der Hängematte. Mit gut 100 Euro ist eine qualitätsorientierte Basisanschaffung getan, wenngleich man damit nur im Sommer glücklich wird – und das Moskitonetz nicht vergessen darf.

Camping von der Hängematte bis zum Luxuswohnmobil
Günstigste Möglichkeit, bei Kälte draußen zu schlafen: Hängematte mit Außenschlafsack

Unerschrockene Herbst- und Wintercamper nehmen einen speziellen Schlafsack mit (Quilt), der außen um die Hängematte angebracht wird. Sollte es schneien, hilft ein Wetterschutz (Tarp), um trocken zu bleiben. Die drei klein zusammenfaltbaren Päckchen passen in jeden mittleren Rucksack und schlagen in Summe mit rund 350 Euro zu Buche. Udo Feldmann, Produkttester bei Hängemattenhersteller "Ticket To The Moon" behauptet, er hätte mit dieser Kombination schon eine kalte Nacht bei minus 15 Grad überstanden. Für weniger Harte lässt sich wohl die Untergrenze bei minus fünf Grad einziehen.

Wie rustikal hätten Sie’s gerne?

Die nächste Stufe des Wintercampings umfasst Zelte, in denen ein Holz- oder Kohleofen bullert. Zwischen 180 und 500 Euro kosten die klein dimensionierten, meist zusammenlegbaren Zeltöfen. Das Zelt dazu sollte aus imprägnierter, stabiler Baumwolle bestehen und eine Möglichkeit vorsehen, ein Ofenrohr ins Freie zu stecken.

Camping von der Hängematte bis zum Luxuswohnmobil
Mehr ein Prepper- denn ein Campingvergnügen: Winterzelten

Weniger rustikal wird es auf der nächsten Stufe des Herbst- und Wintercampings. Dazu muss man allerdings in die Höhe – per Leiter aufs Dach seines Autos. Dachzelte werden immer beliebter. Rechnen muss man mit etwa 4000 Euro für solche Konstruktionen. Die leichtesten verfügen über ein Skelett aus aufblasbaren Schläuchen, das in wenigen Minuten über eine Pumpe am Zigarettenanzünder befüllt wird.

Weiter geht die Fahrt mit kleinen Wohnwägen, die man schon ab 10.000 Euro bekommt, darunter den wiederaufgelegten Klassiker das "Puscherl" aus Gmunden.

Für einen guten Mittelklasse-Wohnwagen sind bald einmal 30.000 Euro fällig und die Zubehörliste ist lang. Das gilt auch für Wohnmobile, die preislich bei rund 60.000 Euro beginnen. Nach obenhin gibt es keine Grenze, für ein komfortables, vierradgetriebenes Abenteuermobil für die anspruchsvolle Islandreise sind 200.000 Euro fällig.

Tja, und für Leute, die mit dem Camping-Individualismus nicht ganz glücklich werden, gibt es geführte Campingreisen, etwa von Kuga Tours. Damit geht es sogar ins Land der Gleichen, nach Kuba. Nach dem Hinflug ist man mit Mietwohnmobilen ab 26. Jänner 26 Tage und 2900 km unterwegs – für schlanke 12.000 Euro pro Fahrzeug (2 Personen).

  • Caravan Salon Austria: Noch heute und morgen in den Messehallen 19 und 21 in Wels. Ermäßigter Eintritt (11,50 Euro) für OÖNcard-Inhaber. caravan-wels.at

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Klaus Buttinger

Redakteur Magazin

Klaus Buttinger

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