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Reisen

12 Tipps für Ihren Urlaub 2019

05. Januar 2019 15:01 Uhr

Vielfältiges Sultanat Oman
Vielfältiges Sultanat Oman

Für jeden Monat des neuen Jahres haben zwölf OÖN-Redakteure eine ganz persönliche Urlaubsempfehlung für Sie. Schöne Reise!

Jänner: Oman -  Vielfältiges Sultanat

Von Roswitha Fitzinger

Wer im Urlaub die Vielfalt schätzt, ist im Oman goldrichtig. Auf die Reisenden warten spektakuläre Gebirgsketten und Wüstenlandschaften, endlose Sandstrände, exotische Gewürze und orientalische Städte zwischen Moderne und einer jahrtausende alten Geschichte. Man kann das Land wandernd, radelnd, kletternd und/oder mit dem Jeep entdecken, wer mag, auch auf eigene Faust. Darüber hinaus herrschen das ganze Jahr über warme Badetemperaturen um die 30 Grad. Auch die einheimische Bevölkerung ist kein Grund fernzubleiben, weil Gastfreundlichkeit und Offenheit hier nicht bloß Floskeln sind. Auf in den Orient! 

 

Februar: Kambodscha - Atemberaubend

Von Lukas Luger

Die Tempel von Angkor Wat in Siem Reap in Kambodscha zählen zu den großartigsten Bauwerken des Planeten. Der Besuch dieses UNESCO-Welterbes ist eine atemberaubende Erfahrung. Nicht nur wegen der Schönheit und Erhabenheit der dutzenden, im Dschungel verstreuten Sandstein-Tempel aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, sondern auch wegen der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit, die Europäer an körperliche Grenzen bringt. Ein Tipp: Nehmen Sie ein Taxi (ca. 50 US-Dollar/Tag) oder ein Tuk-Tuk (25 Dollar) und lassen Sie sich durch das riesige Gelände chauffieren. Zwei volle Tage (1-Tages-Ticket: 37 Dollar, drei Tage für 72 Dollar) sollten Sie für den Besuch auf jeden Fall einplanen. Denn nicht nur der Haupttempel, Ta Prohm (bekannt aus dem Film „Tomb Raider“), sowie Angkor Thom sind sehenswert, die kleineren Tempel stehen diesen um nichts nach. 

Atemberaubend
Die Tempel von Angkor Wat in Siem Reap in Kambodscha zählen zu den großartigsten Bauwerken des Planeten.

 

 

März: Osttirol -  Ein Tal in Hochform

Von Christoph Zöpfl

Während in vielen Ski-Ressorts die Verballermannisierung fortschreitet, ticken in Osttirol die Uhren langsamer. Im schneesicheren Defreggental wird der Beweis erbracht, dass man nicht auf jeden Gebirgszug eine Skischaukel hängen muss, um Skifahrerherzen höher schlagen zu lassen. Ein kleines, überschaubares Skigebiet in Sankt Jakob reicht, die zahlreichen anderen Berge stehen jenen Naturliebhabern offen, die sich nicht „liften“ lassen. Vor allem im März, wenn die Tage länger werden und der Schnee auffirnt, ist das Defreggental ein Touren-Eldorado, in dem Einsteiger und Profis auf ihre Rechnung kommen. Nach der Bewegung in der frischen und dünnen Luft – St. Jakob liegt auf 1400 Metern Seehöhe – kann man die Kohlehydrat-Speicher in urigen Wirtshäusern füllen. Auch die Gastronomie im Defreggental ist in Hochform. Ich sage nur: Schlipfkrapferl!

Ein Tal in Hochform
Schneesicheres Defreggental

 

 

April: Oberösterreich -  Exklusives Genussangeln

Von Klaus Buttinger

Zum Saisonstart für den passionierten wie auch den frisch g’fangten Fliegenfischer kann eine Adresse in Oberösterreich wärmstens empfohlen werden: Hotel Forstinger, Schärding, Unterer Stadtplatz 3. Zum Hause gehören zwei exklusive Fischwasser an der Mühlheimer Ache und der Antiesen – darin ein alter Bachforellenbestand. Wem die Wurfhand noch nicht ganz gehorcht oder über den Winter ein bisserl eingerostet ist, sei eine Kurs-Guiding-Session mit dem international erfahrenen und sympathischen Fliegenfischer Bernd Kuleisa empfohlen (300 Euro pro Tag für zwei Personen). Er hat in der Kurswoche zwischen 23. April und 28. April noch Termine frei.

Die Angelsaison beginnt an den Forstinger-Gewässern am 1. April. 70 Euro kostet die Tageskarte, Hotelzimmer gibt es ab 89 Euro. Petri Heil im schönen Innviertel!

Exklusives Genussangeln
Fliegenfischer Bernd Kuleisa

 

 

Mai: Plowdiw/BG - Kultur auf sieben Hügeln

Von Bernhard Lichtenberger

Hinter Sofia stets nur im zweiten Glied, hat das südbulgarische Plowdiw im Tauziehen um einen begehrten Titel die Metropole niedergerungen. Neben Matera in Italien darf man sich 2019 Kulturhauptstadt Europas nennen.

Die auf sieben Hügeln erbaute Ansiedlung ist eine der ältesten Städte des Kontinents, wovon das 180 Meter lange römische Stadion aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert und das antike Theater zeugen. Für „Plovdiv together 2019“, so das Motto, hat sich das historische Lokal- und Künstlerviertel Kapana herausgeputzt. Die Altstadtgassen laden zum Flanieren ein. Am 4. Mai zieht eine bunte Musik-Tanz-Theater-Kostüm-Parade durch die längste Fußgängerzone Europas. An drei Mai-Tagen wird an mehreren Plätzen der „Brexit Blues“ gesungen. 

Kultur auf sieben Hügeln

 

 

Juni: Perigord/FR - Grotten, Schlösser, Dorf-Idylle

Von Ulrike Griessl

Lust auf ländliche Idylle wie aus dem Bilderbuch? Dann auf ins Périgord im Südwesten Frankreichs. Im Umkreis der Flüsse Dordogne und Vézère lässt sich das ursprüngliche Frankreich samt hervorragender Küche perfekt entdecken. Wie ins Mittelalter versetzt fühlt man sich in den malerischen Gassen von Sarlat. Nicht umsonst gilt diese Stadt als eine der schönsten Frankreichs. Das Prädikat „besonders sehenswert“ verdienen aber auch die prähistorischen Fundstätten im Perigord. So etwa die Höhlen im Tal der Vézère und bei Les Eyzies-de-Tayac, wo bereits der Cro-Magnon-Mensch gelebt und uns die einzigartigen Höhlenmalereien von Lascaux hinterlassen hat. Unvergessen bleibt ein Besuch im Dorf Beynac (Bild) – wegen seiner traumhaften Lage am Dordogne-Ufer und seiner imposanten Burg. 

Grotten, Schlösser, Dorf-Idylle
Das Dorf Périgord im Südwesten Frankreichs

 

 

Juli: Engadin/CH - Engadiner Höhenweg und Sils

Von Karin Haas

Die Schweiz mag als Destination ja ein bisschen teuer sein. Doch dafür ist sie nicht überlaufen. Der Engadiner Höhenweg ist ein Klassiker. Die Etappe bei Sils Maria (Kanton Graubünden) in Richtung Malojapass über dem Silsersee, der auf kühnen 1797 Metern liegt, ist unschlagbar. Im Juli stehen die Bergwiesen in Vollblüte. Die Bergspitzen grüßen mit Schneehauben. Nichts stört die Idylle. Sogar die Werbung hat der Tourismusverband von den Sonnenschirmen verbannt. Steinhäuser säumen den Weg. Überall herrscht Schweizer Hektik-Losigkeit. In Sils wohnte weiland Friedrich Nietzsche ziemlich bescheiden. Ich bevorzuge das Hotel „Waldhaus“, eine Traumwelt aus dem vorvorigen Jahrhundert.

Engadiner Höhenweg und Sils

 

 

August: London/GB - Städtetrip als Lernanreiz

Von Susanne Dickstein

Wie steigert man die Motivation einer Achtjährigen, Englisch zu lernen? Mit einem London-Trip in den Ferien. Madame Tussauds, London Eye, Harry Potter Studio Tour – das sind die offensichtlichen Höhepunkte, die in London nicht fehlen dürfen. Mutige fahren zudem mit einem Speedboot auf der Themse oder werfen sich in den Orbit, die höchste Tunnelrutsche der Welt. Diese befindet sich im Olympic Park. Mit den Museumsschiffen Cutty Sark und HMS Belfast geht die Reise in die (Kriegs-)Vergangenheit und das Leben auf hoher See. Vor den Toren von London liegt Windsor: Wenn die Kinder das Schloss zu fad finden, bietet sich das nahe gelegene Legoland an. Alle Tickets unbedingt vorab buchen!

London, Queen

 

 

September: Gotland/SE - Mediterrane Insel im hohen Norden

Von Clemens Schuhmann

Hier gibt es Trüffel ebenso wie duftende Kiefernnadeln. Das Urlaubsglück komplettieren kilometerlange Sandstrände, tiefblaues Meer und viele Sonnenstunden. Dabei liegt die Insel Gotland nicht im Mittelmeer, sondern in der Ostsee – und sie gehört zu Schweden.

Man sollte jedoch nicht nur zum Baden auf das 59.000 Einwohner zählende Eiland fahren. Allein die putzige Inselhauptstadt Visby verlangt nach mehrmaligem Besuch. In der malerischen Altstadt kann man wunderbar flanieren, shoppen und eine Kaffeepause, die in Schweden „fika“ heißt, einlegen.

Ein einmaliges Erlebnis ist eine Stand-up-Paddel-Tour entlang der malerischen Küste nahe dem Örtchen Tofta – am besten in der Abendsonne, also so gegen 21.30 Uhr (siehe Bild).

Mediterrane Insel im hohen Norden

 

 

Oktober: Dresden/D - Barocker Glanz neben DDR-Spuren

Von Peter Grubmüller

In kaum einer Stadt verschmelzen historische Epochen und politische Umwälzungen zu einem derart bemerkenswerten Organismus wie in Dresden. Von Linz erreicht man diesen Mix aus barocker Hochkultur und DDR-Architektur in viereinhalb Autostunden. In der Äußeren Neustadt nördlich der Elbe reihen sich sympathische Wirtshäuser, preiswerte Bars und sozialer Wohnbau aneinander. Im Süden glänzt der Prunk der Semperoper und des Zwingers (Bild), in dem eine der beeindruckendsten Gemäldesammlungen Alter Meister untergebracht ist: Neben wichtigen Arbeiten Albrecht Dürers sind unter anderem Raffaels „Sixtinische Madonna“ und Johannes Vermeers „Brieflesendes Mädchen“ zu sehen. Außerdem: Die Hotels in Dresden sind verhältnismäßig preiswert.

Barocker Glanz neben DDR-Spuren
In kaum einer Stadt verschmelzen historische Epochen und politische Umwälzungen zu einem derart bemerkenswerten Organismus wie in Dresden.

 

 

November: Mexiko: Ein Land als einziges Museum

Von Sigrid Brandstätter

Mexiko ist ein einziges Freilichtmuseum. Wer durch die Hochebenen fährt, sieht regelmäßig überwucherte Erdhügel. Darunter sind Steinruinen antiker Wohnhäuser verborgen. Doch das, was seit zwei Jahrhunderten freigelegt wird, ist beeindruckend genug. Palenque, Monte Albán, die Stätten der Maya und Azteken geben spannende Einblicke – unbedingt mit einem Guide. Tipp: Besuchen Sie nicht nur die Hauptattraktion Chichén Itzá, dort sind nach 9 Uhr früh zu viele Besucher. Wer Mexiko als Reiseziel ins Auge fasst, braucht sich nicht vor Drogenkriegen zu fürchten – die betroffenen Landesteile liegen nicht entlang der touristischen Hauptrouten südlich von Mexico City. 

Ein Land als einziges Museum
Steinruinen von vergangenen Hochkulturen

 

 

Dezember: Malediven - Schnorcheln mit Haien und Schildkröten

Von Alexander Zens

Die Malediven mit rund 1200 Inseln sind ein Paradies für Taucher und Schnorchler. Sie überzeugen mit hervorragender touristischer Infrastruktur, freundlichen Menschen und gutem Essen. Es zahlt sich aus, eine sehr kleine Insel zu wählen, etwa Eriyadu im Nord-Malé-Atoll: Keine zehn Minuten braucht man, um diese „Barfuß-Insel“ zu umrunden. Eine Woche jeden Tag in glasklarem Wasser zu schnorcheln, wird nicht langweilig. Zu erlebnisreich ist das Korallenriff, das die Insel in weniger als hundert Metern Entfernung umgibt. Man schwimmt dabei ganz nah mit zwei Meter langen Ammenhaien, Schildkröten und Rochen. Dazu Strandläufe, Massagen und ein gutes Buch – und das Urlaubsgefühl ist perfekt. 

Schnorcheln mit Haien und Schildkröten auf den Malediven
Schnorcheln mit Haien und Schildkröten auf den Malediven

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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