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KINDERNACHRICHTEN

Tiere

Corona-Schnüffler von Beruf

Von Barbara Jauk   04. Oktober 2021 12:30 Uhr

„Fantasy Forever“ ist ausgebildete Corona-Spürhündin.

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober: Verschüttete Menschen, seltene Tiere, Sprengstoff oder Drogen: Spürhunde können fast alles erschnuppern, jetzt sogar, ob jemand an Covid-19 erkrankt ist.

Sie heißt „Fantasy Forever“ (sprich: fäntäsi forewer) und arbeitet als Spürhündin für das österreichische Bundesheer. „Fantasy Forever“ ist die erste ausgebildete Corona-Spürhündin. Was heißt das genau? Das Tier schnüffelt an Mund-Nasen-Schutzmasken, die Menschen getragen haben, und erkennt, ob jemand von diesen Menschen sich mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Wie kann das gehen?

Hunde haben viel feinere Nasen als Menschen. Sie können Gerüche wahrnehmen, die wir Menschen nicht riechen können. Immer wenn „Fantasy Forever“ Coronaviren richtig erkennt, gibt es eine Belohnung. Das braucht viel Übung. Bei „Fantasy Forever“ hat das Training ein halbes Jahr gedauert. In dieser Zeit hat sie an rund 1000 Masken geübt. „Fantasy Forever“ ist übrigens eine Schäferhündin. Auch der Rottweiler „Piet“ wurde beim Bundesheer zum Corona-Spürhund ausgebildet. Noch weitere Schnüffler sollen als Schüler folgen.

„Fantasy Forever“ bei der Arbeit

Tolle Riecher

Die Welt eines Hundes dreht sich um seine Nase. Mit der Nase nehmen die Vierbeiner alles wahr, was wichtig für sie ist: zum Beispiel Freunde, Feinde oder Fressen. Wir Menschen nutzen die Fähigkeit der Hunde und bilden sie zu Spürhunden aus. Spürhunde können zum Beispiel Menschen aufstöbern, die von Lawinen verschüttet wurden. Nach ihrer Ausbildung können die Hunde aber auch Drogen finden oder Tiere, die unerlaubterweise ins Land gebracht wurden. Manchmal helfen sie auch dabei, seltene Wildtiere aufzuspüren, indem sie deren Kot erschnüffeln. Und sie können vor Krankheiten, wie der Zuckerkrankheit, warnen. Zwischen 125 und 220 Millionen Riechzellen hat eine Hundenase. Zum Vergleich: Wir Menschen haben nur rund fünf Millionen.