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Wie man Welpen schlechte Manieren abgewöhnt und das Alleinsein übt

Von Ulrike Griessl, 05. Juni 2024, 13:47 Uhr
Welpe
Sollte das Sofa für den jungen Hund tabu sein? Dann sollte man ihm das von Anfang an beibringen. Bild: Colourbox

Ob Grobian, Frechdachs oder Feigling – mit liebevoller Konsequenz wird alles gut

Wenn ein Welpe mit seinen sanften großen Augen, zu großen Pfoten und weichem Fell durch das Haus tapst, ist man geneigt, dem Kleinen alles zu verzeihen. Doch wer später ein angenehmes Zusammenleben mit seinem Hund haben möchte, sollte ihm von Anfang an zu verstehen geben, was erlaubt ist und was nicht. Hilfreich könnte dabei sein, zu wissen, dass man damit nicht nur sich selbst, sondern auch seinem neuen tierischen Gefährten einen Gefallen tut. Denn klare Regeln, die Welpen konsequent, aber liebevoll vermittelt werden, geben ihnen Sicherheit und festigen die Bindung zu ihren Besitzern.

So könnten Sie Probleme in den Griff bekommen:

Wilder Raufer: Sie haben schon öfter Bekanntschaft mit den spitzen Milchzähnen Ihres Welpen gemacht? Dann ist es Zeit, ihm die nötige Beißhemmung beizubringen. Geben Sie Ihrem Hund zu verstehen, dass er Sie nicht zwicken darf.
Wenn er beispielsweise im Spiel aus Ausgelassenheit beißt, beenden Sie das Spiel sofort. Gehen Sie kommentarlos weg und ignorieren Sie den Kleinen. Wenige Minuten später widmen Sie sich dem Welpen wieder freundlich. Fängt er neuerlich zu beißen an, beenden Sie das Spiel wieder augenblicklich.

Auf diese Weise begreift das Tier, dass Zwicken unerwünscht ist und unangenehme Folgen hat. Denn ein Spielabbruch und der Entzug Ihrer Aufmerksamkeit ist für den Welpen ganz und gar nicht angenehm.
Je konsequenter Sie sind, umso schneller wird er die Spielregeln verstehen und seine Zähne nicht mehr einsetzen.

Sofa-König: Hat Ihr Hund das Sofa für sich entdeckt und will den Platz nicht mehr räumen? Dann müssen Sie rasch handeln.
Heben Sie den Welpen entschlossen vom Sofa herunter und nehmen Sie seinen Platz ein. Setzt er dazu an, wieder hinaufzuspringen, halten Sie ihm eine Handfläche entgegen und sagen bestimmt „Nein“. Lässt er sich nicht abhalten, drücken Sie ihn sanft an der Brust zurück. Sobald er kurz sitzen bleibt, loben Sie ihn und geben ihm zur Bestätigung ein Leckerli.

Die Übung muss in der Regel mehrmals wiederholt werden, bis der Hund verstanden hat, dass das Sofa für ihn tabu ist.
Tipp: Lassen Sie den Hund nicht allein im Zimmer, wo das Sofa steht, bis er verstanden hat, dass dieses Möbelstück tabu für ihn ist.

Welpe allein zu Hause: Für frisch gebackene Hundebesitzer ist es oft sehr schwierig, ihren Begleiter alleinzulassen. Dennoch ist es sinnvoll, es ihm beizubringen, sobald man eine gute Bindung zu ihm aufgebaut hat und er sich in seinem neuen Heim wohlfühlt. Eine Möglichkeit, wie es gelingen kann: Da sich Welpen in großen Räumen oft verloren fühlen, hilft ihnen eine Box, die ihnen Sicherheit gibt. Allerdings muss man dem Kleinen erst beibringen, sich darin zu entspannen.
Stellen Sie die mit einer Kuscheldecke und kleinen Leckerlis ausgestattete Box so auf, dass sie gut zugänglich ist, und lassen Sie sie geöffnet, damit sie Ihr Welpe jederzeit inspizieren kann.

Hat er die kleinen Köstlichkeiten einmal gefunden, wird er immer wieder nachsehen, ob er etwas Gutes darin finden kann. Vielleicht zieht er sich ja auch nach einiger Zeit mit einem Kauknochen darin zurück. Das bedeutet, dass er sich in seiner Kuschelhöhle so richtig wohlfühlt. Ist dieses Zeichen der Entspannung in der Box über längere Zeit zu beobachten, können Sie damit beginnen, aus dem Raum zu gehen und die Zimmertür anzulehnen.

Richtig zugemacht wird die Tür erst, wenn der Hund keine Anstalten macht, die Box zu verlassen. Sobald der Welpe längere Zeit stressfrei darin verbringt, erweitern Sie die Zeiträume, in denen Sie sich in einem anderen Raum befinden. Funktioniert auch das problemlos, beginnen Sie damit, einen Kauknochen, den Sie dem Welpen vorher zeigen, in die Box zu legen, schicken Sie ihn hinein und warten Sie, bis er zu knabbern begonnen hat. Dann sagen Sie freundlich „bis später“ und gehen – zuerst in einen Raum und das nächste Mal für kurze Zeit aus der Wohnung.
Steigern Sie die Zeiträume, in denen Sie Ihren Hund alleinlassen, langsam.

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Autorin
Ulrike Griessl
Redakteurin Leben und Gesundheit

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1  Kommentar
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fischerfel (544 Kommentare)
am 05.06.2024 15:56

Danke daß es diese Tips in die Zeitung geschafft haben. Das ungewissen von Hunde Besitzern ist oft katastrophal

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