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Tierisch beste Freunde

Tipps für einen tollen Urlaub mit Hund

Von Ulrike Griessl  29. April 2019 00:04 Uhr

Tipps für einen tollen Urlaub mit Hund
Wenn der Urlaub mit Hund gut vorbereitet ist, können ihn alle genießen.

Böse Überraschungen lassen sich vermeiden, wenn man rechtzeitig mit der Planung startet.

Den Hund ins Auto setzen, Futter einpacken, und los geht die Fahrt in den Urlaub! So einfach stellt sich der Laie eine Reise mit dem besten Freund des Menschen vor. Aber wer mit dieser naiven Einstellung los startet, muss mit unliebsamen Überraschungen rechnen. Folgende Tipps sollte man beachten:

Wahl des Reiseziels

Nicht jedes Reiseziel ist für Hunde geeignet. Weite Distanzen oder gar Flüge stellen für die Tiere eine große Belastung dar. Also sollte man sich gut überlegen, wohin die Reise geht. Auch wenn der Hund grundsätzlich immer gern mit seiner Familie unterwegs ist, sollte man ihm Fernreisen ersparen und stattdessen einen guten Pflegeplatz daheim für ihn suchen.

Auch Hitze vertragen Hunde bekanntlich schlecht. Daher muss man bei Reisen in heiße Länder darauf achten, dass man dem Tier genügend Gelegenheiten zur Abkühlung bieten kann.

Tierarztbesuch

Bei allen Auslandsreisen sollte man sich unbedingt rechtzeitig über die jeweiligen Einreisebestimmungen informieren, weil die geforderten Gesundheitsnachweise unterschiedlich sind. Auf jeden Fall mitnehmen muss man den EU-Heimtierausweis, den der Tierarzt ausstellt. Dieser belegt, dass der Hund gegen Tollwut geimpft und per Mikrochip gekennzeichnet wurde.

Laut ÖAMTC verlangen Großbritannien, Irland, Malta, Finnland und Norwegen zusätzlich zu EU-Heimtierausweis und Chip eine Bandwurmbehandlung. Diese muss ein bis fünf Tage vor der Einreise durchgeführt werden.

In einige Nicht-EU-Staaten darf man nicht ohne Tollwut-Antikörpertest einreisen (Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei und Ukraine). Andere Länder verlangen wiederum ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis (Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Russland, Türkei). Genaue Informationen gibt es bei den Verkehrsklubs ÖAMTC und ARBÖ sowie bei Tierärzten.

Reisemittel

Das Auto ist für den Hund das angenehmste Verkehrsmittel, da Pausen individuell eingelegt werden können. Der Hund muss im Pkw entweder in einer Reisebox oder mit einem Gurt (siehe Kasten) befestigt werden und er darf selbstverständlich nicht im ungekühlten Auto gelassen werden. Bahnreisen sind eine Alternative zum Auto, wenn der Hund an dieses Verkehrsmittel gewöhnt ist. Auf Flugreisen sollte man Hunde nicht unbedingt mitnehmen, da diese für die meisten Hunde Stress bedeuten. Nur kleine Hunde bis etwa acht Kilogramm Körpergewicht dürfen mit in den Passagierraum, alle anderen müssen in den beheizten Frachtraum.

Auf Fähren herrscht laut ÖAMTC meist Leinen- und Maulkorbpflicht, ein Impfpass muss mitgeführt werden. Egal, welches Verkehrsmittel man wählt, man darf nie vergessen, dem Hund regelmäßig Wasser anzubieten.

Andere Länder, andere Regeln

Hunde sind etwa in Finnland, Norwegen und Schweden in Restaurants nicht gern gesehen. In Ländern wie Italien, Kroatien und Portugal müssen Hunde an öffentlichen Plätzen Maulkörbe tragen und an der Leine geführt werden. Bitte bedenken: An vielen Stränden gilt während der Hochsaison absolutes Hundeverbot. Weitere Informationen zur Vorbereitung für Ihren Urlaub mit Hund finden Sie auf: www.oeamtc.at, www.tierfreunde.at, www.pfotenhilfe.at und auf www.arboe.at

Hundegepäck-Liste

Nach Möglichkeit sollte man das Körbchen sowie den Wasser- und Futternapf des Hundes mitnehmen. Wichtig ist auch, dass das Tier im Urlaub das gewohnte Futter bekommt. So beugt man Verdauungsproblemen vor. Zudem sollte man einen Maulkorb, eine Ersatzleine und das Lieblingsspielzeug des Tieres einpacken. Auch eine Reiseapotheke kann sich als nützlich erweisen. Diese sollte ein Beruhigungsmittel für die Fahrt, eine Heilsalbe, eine Zeckenzange, ein Mittel gegen Verdauungsprobleme sowie eine Sonnencreme für die Schnauze beinhalten. Kot-Sackerl nicht vergessen!

 

Sicherheit im Auto

Sicherung ist Pflicht: Nicht nur wir Menschen sind gesetzlich verpflichtet, uns im Auto anzuschnallen, auch Hunde müssen gesichert werden. Das kann mit einer Transportbox, einem Brustgeschirr (für kleine Hunde geeignet) oder einem speziellen Hundenetz oder Hundegitter geschehen.

Strafe droht: Sichert man den Hund nicht, droht laut Information des ARBÖ eine Strafe von bis zu 5000 Euro.

Gefahren: Ist der Hund ungesichert, kann es zu gefährlichen Situationen während der Fahrt kommen. Im Fall einer Notbremsung wird das Tier zum „Wurfgeschoß“. Es könnte aber auch ins Lenkrad springen und so einen Unfall auslösen.

Pausen: Alle drei bis vier Stunden stehen bleiben und eine Runde mit dem Hund gehen. Dem Tier auch während der Fahrt Wasser anbieten. Nie alleine im Auto lassen.

Artikel von

Ulrike Griessl

Redakteurin Leben und Gesundheit

Ulrike Griessl
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