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Garten

Vitamin-Stoß für den Blumentopf

Von Karl Ploberger  15. Mai 2020 00:04 Uhr

Vitamin-Stoß für den Blumentopf

Köstlich, einfach, schnell: So gedeiht g’schmackiges Gemüse im Topf.

Viele werden den heurigen Urlaub auf Balkonien verbringen. Was zum heimischen Ferienparadies unbedingt dazugehört? Ein Liegestuhl, ein gemütlicher Esstisch und rundherum Blumen und Gemüse. Viele Früchtchen gibt’s übrigens auch für den Topf.

>> Gurken: Kühle Nächte sind für diese ursprünglich in Indien beheimateten Früchte die absolute Wachstumsbremse, auch wenn sie im Topf sind. So geht’s: Töpfe mit mindestens 40 Zentimeter Durchmesser mit frischer Bio-Erde füllen und mit zwei, drei Handvoll organischem Dünger (Schafwoll-, Hühnermist- oder Rindermistpellets oder Hornspäne) einarbeiten. Ideal für die Topfkultur sind die Snackgurken, die mit nur etwa 10 bis 15 Zentimeter Länge geerntet werden.

>> Tomaten: Das Lieblingsgemüse der Österreicher ist dank vieler neuer Züchtungen ideal für den Balkongarten. Kleine Cocktailtomaten können auch in Ampeln oder kleinen Töpfen gezogen werden. Aber auch normale Salattomaten oder sogar die großen Fleischtomaten lassen sich in Töpfen oder Kisten ziehen. Dabei gilt: Immer tief genug setzen, ausgeizen und nur am Beginn beim Gießen ein wenig zurückhaltend sein, damit die Pflanze gezwungen wird, viele Wurzeln zu bilden. Danach täglich kräftig gießen. Erde mit organischem Dünger versorgen, zusätzlich wöchentlich flüssig düngen.

>> Melanzani: Das Gemüse aus Asien wird zunehmend populärer. Da die neuen Sorten kompakt wachsen und deutlich mehr Ertrag bringen, sind sie gut für Töpfe geeignet. So wie die Tomate ist die Eierfrucht ein Nachtschattengewächs und liebt die Wärme, denn bei 15 Grad beginnt das Wachstum bereits zu stocken. Daher lieber erst gegen Ende Mai auspflanzen und bei kühler Witterung (Stichwort: Schafskälte im Juni) mit Vlies gut schützen. Im Gegensatz zur Gurke mag die Aubergine oder Eierfrucht keine hohe Luftfeuchtigkeit.

>> Bohnen und Erbsen: Diese Kletterpflanzen lassen sich ideal auch in kleineren Blumenkästen oder Töpfen ziehen. Allerdings ist ein Rankgitter oder eine Rankschnur notwendig. Die Pflanzen benötigen viel Wasser, daher bei sehr heißem Wetter (und kleinen Töpfen) zwei Mal täglich gießen. Auch wenn diese Pflanzen als Stickstoffsammler gelten, benötigen sie alle paar Tage Flüssigdünger.

>> Rüben, Karotten, Radieschen können ebenfalls im Topf gezogen werden. Bei den Karotten und Pastinaken sind allerdings Gefäße mit einer Tiefe von 30 Zentimeter (und mehr) notwendig. Hier braucht man aber Geduld, denn Ernte gibt’s erst nach einigen Monaten. Die flotten Radieschen dagegen lassen sich sogar in einem kleinen Blumentopf ziehen – geernet wird nach drei, vier Wochen. Die g’schmackigen Pflücksalate, Mangold oder Sauerampfer und viele andere sind ideal für die Kultur in Töpfen, Schalen oder Kästen. Die sogenannten Bäckerkisten sind generell ideale Pflanzgefäße, genauso wie große Blumentöpfe oder ganz einfache Plastikkübel, die angebohrt wurden. Wichtig sind Erde, Dünger (beim Blattgemüse nicht zuviel) und regelmäßiges Gießen.

Artikel von

Karl Ploberger

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