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Garten

So kommen Pflanzen gut durch die Kälte

Von Karl Ploberger  25. Oktober 2019 00:04 Uhr

So kommen Pflanzen gut durch die Kälte
Jetzt kommen die Pflanzen ins Winterquartier, für Oleander ist ein frostfreies Glashaus optimal, Pelargonien fühlen sich im kühlen, eher hellen Stiegenhaus am wohlsten.

Die wichtigsten Tipps fürs Überwintern in Glashaus, Wintergarten, Keller und Treppenhaus.

Seit Jahrhunderten ist es das Ziel der Gärtnerinnen und Gärtner, dem Wetter ein Schnippchen zu schlagen und Pflanzen zu kultivieren, die normalerweise bei uns nicht wachsen würden. "Kübelpflanzen" nennen das die Gärtner und wissen, dass irgendwann der Moment kommt, wenn man sie vor zu viel Kälte schützen muss. Hier sind die wichtigsten Tipps, wo welche Pflanzen am besten überwintert werden können.

Das Glashaus

Das Gewächshaus ist sicherlich seit Jahrhunderten der Traum der Gärtner. Mit mehr oder weniger großem Aufwand kann man dort die Bedingungen schaffen, die die Pflanzen benötigen. Im beheizten Gewächshaus (zehn bis 20 Grad Celsius) lassen sich alle tropischen Pflanzen wie Orchideen, tropische Grünpflanzen (Kaffee, Kakao oder Vanille) oder tropische Zitruspflanzen überwintern. Freilich ist das extrem teuer.

Das frostfreie Gewächshaus dagegen ist schon eher das Richtige für Hobbygärtner. Hier lassen sich im Prinzip alle Kübelpflanzen überwintern – ideal für Kamelien, Oleander, Hanfpalme, Olive und Lorbeer. Hält man es etwas wärmer (um die sieben Grad), dann können hier auch perfekt alle Zitronen, Mandarinen und Orangen aufgestellt werden. Wichtig bei allen Pflanzen: ganz wenig gießen.

Der Wintergarten

Hier beginnt bereits die Problematik, denn das grüne Wohnzimmer ist wohl auch gedacht, hier im Winter ein wenig Sonne zu tanken. Und dann wird es da schon zu warm für die meisten Kübelpflanzen.

Oleander, Olive oder Kamelien beginnen bei Temperaturen jenseits von 15 Grad zu leiden. Sie werfen Blätter oder Knospen ab und sind dann oft ein Magnet für Schädlinge. Wenn Wintergarten, so sollte immer dann gelüftet werden, wenn die Sonne die Luft zu stark erwärmt hat. Der eine oder andere Kaffee bei angenehmen Zimmertemperaturen sollte aber möglich sein. Auch hier gilt: wenig gießen, aber sicherlich mehr als im ungeheizten Gewächshaus oder Keller.

Der Keller

Das wohl häufigste Überwinterungsquartier der Kübelpflanzen von Hobbygärtnern. Das Problem dabei ist meist: Er ist in neugebauten Häusern zu warm und zu dunkel. Daher lüften, damit die Temperatur unter acht bis zehn Grad bleibt. Alle wintergrünen Pflanzen wie Oleander, Olive oder auch die Zitruspflanzen unbedingt mit einem Kunstlicht etwa sechs bis acht Stunden am Tag beleuchten. Ist es kühler und gießt man wirklich ganz dosiert, dann geht es auch ohne Extralicht.

Neue LED-Beleuchtungen mit speziell abgestimmter Lichtfarbe sind energiesparende Möglichkeiten, diese Räume optimal zu nutzen. Kübelpflanzen, die das Laub verlieren, wie der Granatapfel, die schmalblättrige Schmucklilie oder Fuchsien sind hier sehr gut aufgehoben.

Das Treppenhaus

Ist es wirklich ungeheizt und hat es nicht mehr als zehn bis zwölf Grad, dann fühlen sich viele Pflanzen vor einem großen Fenster sehr wohl. Gießen muss man hier nach Bedarf und man sollte die Pflanzen auch immer auf Schädlinge kontrollieren. Balkonblumen wie Pelargonien (Geranien) überwintern hier besonders gut.

Auch die Dipladenia-Arten sind hier gut aufgehoben, wenn sie mit Blättern überwintert werden. Lässt man diese einziehen (wie Dahlien), dann können sie ganz trocken auch im dunklen Keller stehen.

Artikel von

Karl Ploberger

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