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Garten

Ein Wohlfühl-Garten mit vielen Farben, Rundungen und Kraftplätzen

Von Ulrike Griessl  27. März 2021 14:00 Uhr

Ein Wohlfühl-Garten mit vielen Farben, Rundungen und Kraftplätzen
Harmonie pur: geschwungene Wege neben einem Teich mit Brücke (Foto aus dem Buch „Feng Shui für jeden Garten“ von Günther Sator)

Feng-Shui-Expertin Erika Hacker erklärt, was bei fernöstlicher Gartenplanung wichtig ist.

Endlich steigen die Temperaturen und damit die Lust aufs Garteln. Besonders wenn eine Umgestaltung der grünen Oase ansteht, sind viele Fragen zu klären. In welchem Teil des Gartens sollen Blumen blühen? Wo ist der beste Ort für einen gemütlichen Sitzplatz? Welcher Gartenteil eignet sich für einen Teich? Oberstes Ziel bei all diesen Überlegungen ist es, einen Garten zu gestalten, in dem man sich so richtig wohlfühlt.

"Ich kann bei der Planung nur empfehlen, sich an der alten chinesischen Harmonielehre Feng Shui zu orientieren, damit schafft man sich seinen ganz persönlichen Kraftplatz", sagt Erika Hacker, Pädagogin und Feng Shui Senior Master. Die Rohrbacherin berät seit vielen Jahren Menschen, aber auch Unternehmen, die Haus und Garten nach diesem Prinzip gestalten möchten. So hat sie unter anderem den Onkologiegarten des Klinikums Rohrbach mitgeplant.

Positive Energie im Garten

Aus dem Chinesischen übersetzt bedeutet "Feng Shui" Wind und Wasser. "Ziel ist es, den Garten so zu gestalten, dass positive Energie, also das Chi, durch sanft geschwungene Wege frei strömen kann und sich in Energiezentren wie etwa Steinen ansammelt, um von dort aus ihre Kraft auszustrahlen", so sieht für Hacker der perfekte Garten nach Vorbild der Feng-Shui-Tradition aus. "Er wird wie ein lebendiges Wesen gesehen, in dem immer etwas blühen soll und in dem auch Tiere wie Bienen und Schmetterlinge ihre Freude haben", sagt die Expertin. Wer in den Garten kommt, soll sich mit allen Sinnen angesprochen fühlen. "Wenn es schön bunt ist und Blütenduft in der Luft liegt, erwachen die Lebensgeister und das Wohlbefinden wächst", sagt Hacker.

Ein Wohlfühl-Garten mit vielen Farben, Rundungen und Kraftplätzen
Romantischer Sitzplatz (Foto aus dem Buch „Feng Shui für jeden Garten“ von Günther Sator)

Wichtig sei zudem, darauf zu achten, dass man die Pflanzen richtig im Garten verteilt. Denn im Zentrum der Lehre stünden Yin und Yang, deren Kräfte jederzeit im Gleichgewicht zueinander stehen müssen, um Harmonie zu erzeugen.

Ein Yin-Überschuss im Garten zeigt sich laut Hacker beispielsweise durch viel dunkles Blattwerk und wild wuchernde Pflanzen. Eine karge und eintönige Bepflanzung steht für zu viel Yang. "Man sollte also versuchen, die Balance zwischen hellen und schattigen Ecken, offenen und dicht bewachsenen Bereichen sowie belebten und ruhigen Zonen zu finden", empfiehlt Hacker.

Kräuterspirale als Energiespeicher

Weiche, runde Linien in geschwungenen Wegen oder einem Bachlauf würden Harmonie schaffen. Langgezogene und gerade Linien hingegen sollte man laut Hacker sparsam einsetzen, beispielsweise um einen besonderen Platz oder eine Pflanze hervorzuheben. In spiraligen Formen, wie in einer Kräuterspirale, werden ebenfalls positive Energien gespeichert.

Der Bagua-Raster teilt den Feng-Shui-Garten in neun Räume ein

Der Bagua-Raster teilt den Feng-Shui-Garten in neun Räume ein

  • Die Lehre Feng-Shui geht davon aus, dass die Natur durch die Wechselwirkung der Elemente Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall geregelt wird.
  • In die Zone für Karriere (Element Wasser) passen blau- und weißblühende Pflanzen.
  • Für den Bereich hilfreiche Menschen (Element Metall) eignen sich Skulpturen, die von Frauenmantel oder Kamelie umgeben sind.
  • Der westliche Abschnitt steht für Kreativität (Element Metall). Hier wird alles gefördert, worum man sich intensiv kümmern muss – wie etwa ein Gewächshaus.
  • Verleihen Sie Ihrer Partnerschaft (Element Erde) Energie, indem Sie im Bereich Liebe eine gemeinsame Lieblingspflanze oder eine romantische Bank aufstellen, umgeben von Riesenschleierkraut, Lavendel und Rosen.
  • Im Bereich für spirituelles Wachstum und Wissen (Element Erde) richtet man sich am besten eine Ruhezone ein, umgeben von Storchenschnabel und Eberraute.
  • Der Bereich Gesundheit und Familie (Element Holz) sollte Treffpunkt und Rückzugsmöglichkeit zugleich sein. Eine Sitzgelegenheit ist hier ideal.
  • In den Bereich für Geld (Element Holz) passen Sukkulenten, ein Springbrunnen oder ein Nutzgarten.
  • Der Abschnitt Ruhm (Element Feuer) sollte Blickfänge in den Farben Rot und Gold bieten.
  • Das Zentrum sollte offen gestaltet sein.

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Ulrike Griessl

Redakteurin Leben und Gesundheit

Ulrike Griessl
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