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Irgendwann kommt nie

09. Dezember 2019

Es gibt so Zeiten im Leben, da ist einfach richtig viel los

Neben Job und Haushalt gibt es vielleicht kleine Kinder und zusätzlich noch eine Baustelle, die viel von uns fordert. Auch wenn ein Familienmitglied oder Elternteil erkrankt oder Pflege braucht, bedeutet das oft emotionalen wie zeitlichen Stress. Das sind Ausnahme- zustände und das Gute ist, dass wir da oft richtig gut funktionieren können. Problematisch wird es allerdings, wenn daraus ein Dauerzustand wird. Dies passiert meist nicht plötzlich, sondern kommt schleichend. Wir laufen und funktionieren von morgens bis abends und die To-do-Listen werden trotz schnelleren Laufens meist nicht kürzer. Wir verschieben „das Leben“ auf später, irgendwann wird es ja wieder anders.

Meist mangelt es und dabei nicht  an Wissen, davon lesen wir ja überall: Pausen machen, Nein- Sagen lernen, sich gut bewegen und ernähren, sich Zeit nehmen für sich und sich selbst Gutes tun, Perfektionismus runterschrauben usw.

Grenze zwischen Arbeit und Freizeit

Trotzdem nehmen Stress und Erschöpfungsphänomene zu. Gründe und Erklärungen lassen sich zur Genüge finden: Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwinden immer mehr, zunehmende Beschleunigung und Reizüberflutung sowie Freizeitstress – eine subtile Angst in uns, wir könnten was verpassen, aber ebenso innere Muster, wie z.B. dass wir uns nur wertvoll fühlen, wenn wir arbeiten oder etwas leisten.

Das Einzige, was uns aus der Muss-Falle befreit ist, wenn wir nicht mehr können! Wenn wir es selbst nicht schaffen, da rauszukommen, sind der letzte Aus- weg des Körpers oder unserer Psyche Erschöpfungssymptome, Krankheit oder eine Sinnkrise. Dies kann zu einer Neuausrichtung führen.

Oft ist der schwierigste Schritt geschafft, wenn es gelingt, mal wirklich innezuhalten, oder wenn das Problem überhaupt als solches erkannt wird. Dann ist es möglich, darüber zu sprechen und sich Unterstützung vom Umfeld oder professionelle Hilfe zu holen. Leider ist es ein Irrglaube, dass Entspannung von selbst kommt. Aber wie alles im Leben kann Entspannung auch gelernt werden. Ein Problem dabei ist oft, dass wir den Leistungsanspruch, der im Job ja tatsächlich angebracht ist, auch auf unsere Freizeitaktivitäten übertragen. Letztendlich geht es darum, Din- ge um ihrer selbst willen zu machen, ohne ein unbedingtes Ziel damit zu erreichen.

Mag. Christian Haider, BA Psychosozialer Berater und Supervisor

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