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Gesundheit

Wunderwaffe Eiweiß

Von Dietlind Hebestreit   21. August 2019 14:46 Uhr

Hochwertiges Eiweiß, möglichst in Bioqualität, hilft beim Abnehmen. F

Zwei deutsche Experten zeigen, wie man mit Proteinen und Formula-Mahlzeiten den überschüssigen Kilos zu Leibe rückt.

Wer das Protein-Einmaleins durchschaut, wird langfristig gesund und schlank. Das versprechen Ernährungsmediziner Hardy Walle und Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm in ihrem Buch „Leicht abnehmen! Geheimrezept Eiweiß.“ Dass Eiweiß besser sättigt als Fett oder Kohlenhydrate, liegt an seiner hormonellen Wirkung, die im Magen-Darm-Trakt ausgelöst und zum Gehirn weitergeleitet wird. Proteine verheizen auch Kalorien, bauen Muskeln auf, lassen Fettpolster schmelzen und schützen vor Gewichtszunahme. Eine Möglichkeit ist es, Eiweiß als Shake aufzunehmen. Am schnellsten und besten kann laut den Autoren Molkeneiweiß aufgenommen werden – nicht zu verwechseln mit billigerem Milcheiweiß.

Hier die elf wichtigsten Ernährungsregeln aus dem Buch:

- Essen Sie nur dreimal am Tag.
- Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten nur Kalorienfreis
- Lassen Sie alles weg, was auf -chen endet (Frühstückchen, Bierchen, Stückchen, …).
- Essen Sie grundsätzlich am Tisch.
- Verzichten Sie auf Genussmittel, die im Fernsehen beworben.
- Alles, was Sie frisch und unverarbeitet einkaufen können, ist goldrichtig.
- Verwenden Sie nur gute Fette
- Essen Sie ausgewogen.
- Essen Sie abends Eiweiß.
- Essen Sie lauter Extraportionen Vitamine.
- Bewegen Sie sich jeden Tag.

Folgende Lebensmittel sind besonders empfehlenswert: Eier, Bohnen, Spinat, Sauerkraut, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Gemüse, Beeren, Kaffee. Zu jeder Mahlzeit sollte man eine Eiweißkomponente
essen, Milch und Milchprodukte sollten einen natürlichen Fettgehalt haben. 

Vermieden werden raffinierte stärke- und zuckerreiche Speisen sowie die Kombination aus Zucker oder Stärke und Fett. Wer einmal naschen möchte: zu oder nach einer Hauptmahlzeit.

Buchtipp: Hardy Walle, Nicolai Worm: Leicht abnehmen! Geheimrezept Eiweiß, systemed Verlag, 19,99 Euro

Weitere Buchtipps

16 STUNDEN FASTEN
Fast jeder kennt jemanden, der es bereits versucht hat: Das Buch „Der Jungbrunneneffekt: Wie 16 Stunden Fasten Ihr Leben verändert“ trifft den Nerv der Zeit. Über einige Stunden einfach nichts zu essen, fördert nachweislich die Zellverjüngung. Die sogenannte Autophagie führt zu einer Selbstreinigung und Regeneration der Zellen. Und ganz nebenbei purzeln auch noch die Kilos. Typgerechte Ernährung und Detox-Techniken sind genauso Thema wie Achtsamkeit und Medidation, um etwa Essimpulse zu reduzieren.
P.A. Straubinger, Margitt“, Kneipp V Fensl, Nathalie Karré: „Der Jungbrunnen-Effekerlag, 22 Euro

 

HORMONE & EMOTIONEN

Bewusste Ess- und Lebensstil-Entscheidungen treffen – dabei will Shira Lenchewski mit ihrem Buch „Raus aus der Essfalle“ helfen. Die Ernährungsberaterin gibt in ihrem Buch Hinweise, wie man emotionale Ess-Muster erkennen und durchbrechen kann. In ihrem Drei-Wochen-Reset- Programm erklärt sie, wie Hormone, Gehirn und Emotionen zu Verbündeten für Abnehmwillige werden. „Die Art, wie wir über gewisse Lebensmittel denken und diese einschätzen, beeinflusst, wie wir darauf reagieren.
Unsere Psyche kann unseren Körper überlisten“, sagt die Autorin. Das könne helfen, die Bremse zu ziehen.
Shira Lenchewski: „Raus aus der Essfalle“, Trias Verlag, 16, 99 Euro

 

DIE HANF-DIÄT
Kurkuma-Latte-Shake, Kokos-Smoothie, Low-Carb-Käse-Cracker. Porridge mit Gojibeeren – in allen diesen kulinarischen Köstlichkeiten steckt Hanf. Als Mehl, Protein, Samen oder Öl hilft die Pflanze beim gesunden Abnehmen ebenso wie beim gezielten Muskelaufbau bei sportlichem Training und als schmackhafte Gegenstrategie bei Stress und Belastung. Die Hanf-Diät integriert die positiven Eigenschaften der Hanfpflanze in die tägliche Ernährung – auch jenseits der Verwendung als Heilpflanze und ohne jede berauschende Wirkung.
Ulli Zika, Patrick Thurner, Alexander Thurner: „Die Hanf-Diät“, Kneipp Verlag, 19 Euro

 

WILLST DU SCHLANK SEIN
Das Buch „Willst du schlank sein: oder glücklich? gesund? gut gelaunt?“ von Bernhard Baumgartner und Katharina Muhr führt durch den Dschungel der Ernährungsempfehlungen und soll helfen die jeweils individuell gesunde Ernährungsform zu finden. Der Einfluss von Zucker und Kohlenhydraten wird genauso erörtert wie die Wirkung von Fett, Schlafmangel, Bewegung und die Macht des Geistes. Wer sich mit sich und seinem Körper eingehend auseinandersetzen möchte, findet in diesem Buch viele Anregungen.
Bernhard Baumgartner, Katharina Muhr: „Willst du schlank sein: oder glücklich? gesund? gut gelaunt?“, Verlagshaus der Ärzte, 17,90 Euro

Marine-Mediziner starten Versuch: Vitamin C gegen Seekrankheit

Hunderte Soldaten nehmen an zweijährigem Versuch teil – Herkömmliche Gegenmittel oft unvereinbar mit den Aufgaben an Bord Bleich wie eine Wand und richtig übel: Wen die Seekrankheit während einer Seefahrt erwischt, der leidet. Mancher fühlt sich nur bleiern und antriebslos, andere spucken sich die Seele aus dem Leib und würden am liebsten über Bord gehen. Nicht nur Touristen sind betroffen, sondern auch echte Seebären.

Als Gegenmittel gibt es unter anderem sogenannte Antihistaminika – mit einem Haken: Manche Mittel können müde machen. Mit den vielen Aufgaben einer Schiffsbesatzung ist das nicht vereinbar.

Eine mögliche Alternative: Vitamin C. Hinweise, dass dieses Symptome der Seekrankheit lindern kann, gibt es schön länger. 

Im Herbst wollen Marine-Mediziner deshalb einen zweijährigen Versuch auf mehreren Fregatten mit Hunderten Soldaten starten, wie Andreas Koch vom Deutschen Schifffahrtmedizinischen Institut
der Marine erklärt.

Einige Soldaten erhalten Kaugummis mit hochdosiertem Vitamin C, andere nicht. „Vitamin C senkt den Histaminspiegel im Körper“, erklärt Koch.

Histamin ist ein Hormon, mit dem die Seekrankheit in Zusammenhang gebracht wird. Zu viel davon führt zu Übelkeit und Erbrechen. Was genau Seekrankheit auslöst, ist bei jedem Menschen anders. „Viele reagieren auf See auf das Rauf und Runter des Schiffs“, sagt Schifffahrtsspezialist Koch.

„Eine Welle alle fünf Sekunden, die fährt den Menschen in den Magen. Dafür sind die meisten anfällig.“

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