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Gesundheit

Wir halten durch! „Optimismus ist unsere Devise“

01. April 2020 00:04 Uhr

Wenn der Alltag plötzlich anders ist, muss man sich umstellen. Wie das bekannte Oberösterreicher machen, haben Claudia Riedler und Barbara Rohrhofer erfragt.

Isabella Woldrich

Kabarettistin und Psychotherapeutin, Linz

Wir verbringen als Familie viel mehr Zeit miteinander und haben sogar begonnen, selber Brot zu backen. Beruflich erledige ich Dinge, die schon seit Jahren auf meiner „To-do-Liste“ stehen. Diese Muße habe ich normalerweise nicht. Für mich persönlich nutze ich diese Entschleunigung, um meine Prioritäten zu überdenken, gehe viel spazieren und genieße es, einmal ohne schlechtes Gewissen einige Gänge herunterzuschalten.

 

Andie Gabauer

Musiker (im Bild mit Tochter Livia Marie)

Andie Gabauer
Andie Gabauer mit Tochter Livia Marie

Ich habe mir durch meine täglichen Fensterbanklkonzerte für die Nachbarschaft, die ich auf Facebook live übertrage, eine Corona-Quarantäne-Routine geschaffen. Da bekomme ich viel positives Feedback, das erleichtert mir den Verzicht auf die persönlichen Kontakte. Mit Freunden zu telefonieren tut aber schon sehr gut. Und ich bin auch gesegnet mit einer liebevollen Familie, mit der mir sicher nicht fad wird.Mein Tipp: Konzentriert euch auf die positiven Dinge, die gerade passieren! Es ist schön zu sehen, wie viel Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft so eine Krise hervorbringen kann.

Gottfried Birklbauer

Modeschöpfer, Linz

Ich bin täglich im Atelier und habe Zeit, das Stofflager zu sortieren, Entwürfe für den Sommer zu machen und viel Administratives zu erledigen. Neu ist für mich, dass ich zum Selbstversorger geworden bin und nun auch mittags selbst koche: Nudeln mit Ei, Erdäpfel mit Butter und Salat – und es schmeckt fantastisch! Ich mache gerne Waldspaziergänge. Die Ruhe in der Natur hilft mir, positiv in die Zukunft blicken zu können. Wohltuend sind E-Mails und SMS von Kundinnen, die schreiben: „Wir schaffen das, und es wird wieder Feste geben, wo wir in Kleidern vom Schneider das Leben feiern.“

Silvia Schneider

Moderatorin

Silvia Schneider
LT-1-Moderatorin Silvia Schneider

Jeder Tag beginnt mit einer Stunde Sport an der frischen Luft. Dann wird gefrühstückt. Endlich habe ich Zeit dafür! Ab 9 Uhr folgen Telefonkonferenzen, E-Mails etc. Zwischendurch räume ich Kästen auf und miste aus. Ich telefoniere viel mit meiner Familie und versuche, vor dem Sonnenuntergang spazieren zu gehen. Jeden Tag probiere ich ein neues Rezept für meine Kochsendung aus. Und ich habe das Briefeschreiben für mich wiederentdeckt und sende Menschen, die eine Extraportion Sonne brauchen, ein paar Zeilen. Das bringt Liebe und Freude in andere Haushalte und macht mich glücklich.

Hera Lind

Bestsellerautorin

Bei uns wird jeden Morgen die Gymnastikmatte ausgerollt. Auch für meinen Mann gibt es keine Ausrede. Mein Vorsatz: Jeden Tag eine alte Freundin/einen alten Freund anrufen. Und wir facetimen mit unserem 18 Monate alten Enkel, seine Eltern sind Ärzte und haben Stress. Wir singen und klatschen ihm was vor. Mein Mann mistet aus, und wir kochen gemeinsam und leben vom „Weißt du noch…?“.

Martina Ebm

Schauspielerin, Mostdipf-Preisträgerin und Mutter von drei Kindern

Martina Ebm
Martina Ebm

Ich versuche Struktur in unseren neuen Alltag zu bringen. Ich bin nach der Quarantäne wahrscheinlich fitter als vorher, da ich den ganzen Tag drei kleinen Kindern nachrenne. Die jetzige Situation ist auch eine Chance, um zu reflektieren und sich zu überlegen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Ich möchte in einer leben, in der wir aufeinander schauen und solidarisch sind. Hoffentlich ist jetzt die Gelegenheit dazu! Wir haben auch die Chance, dankbar für die alltäglichen, selbstverständlichen Dinge in unserem Leben zu sein. Diese aktuelle Krise zeigt uns, wie stark wir zusammen sein können, da jeder Teil dieses Kollektivs ist und mit seinem Tun sehr viel bewirkt.

Maria Santner

Dancing-Star, Tanzschulbesitzerin, Wels

Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Kreativ und positiv voran – das ist unser Credo. Angst und Panik sind niemals gute Ratgeber. Wichtig ist es für mich, Struktur in den Alltag zu bekommen und zum Beispiel administrative Dinge zu erledigen. Natürlich vermisse ich das Tanzen und die positive Energie, die unsere Kunden in unser Haus bringen. Mit unseren kostenlosen Online-Tanzkursen wollen wir in schweren Zeiten Freude schenken. Ich finde, man kann dieser Krise durchaus positive Aspekte abgewinnen. Man merkt, dass viele Dinge, die zuvor höchste Priorität hatten, plötzlich in den Hintergrund rücken.

Die wichtigen Dinge des Lebens kristallisieren sich heraus – wie mehr Zeit für Familie und Partnerschaft. Wir wollen positiv vorangehen, immerhin sitzen wir alle in einem Boot und können das nur gemeinsam schaffen!

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