Lade Inhalte...

Gesundheit

Wie geht es den Österreichern mit Corona?

11. November 2020 00:04 Uhr

Wie geht es den Österreichern?
Corona-Krise belastet viele.

Neue Studien zeigen, welchen Einfluss Corona auf die Menschen hat – von den Symptomen nach einer Erkrankung bis zu Gewichtsproblemen.

Von verschobenen Arztterminen bis hin zum anhaltenden psychischen Stress – die Belastungen für die Menschen sind groß. Das zeigt eine Umfrage der GfK Austria im Auftrag der Wiener Städtischen Versicherung. Doch auch wenn die Coronakrise jeden Vierten psychisch sehr belastet, so bezeichnen drei Viertel der Österreicher ihren Gesundheitszustand als gut oder sogar sehr gut.

In Bezug auf das Alter zeigt eine Untersuchung der Fakultät für Psychologie der Universität Wien, dass vor allem junge Erwachsene massiv unter Corona leiden. Psychologe Claus Lamm erklärt die Gründe auf orf.at damit, dass sich die Unsicherheiten in der Ausbildung und auf dem Arbeitsmarkt stärker auf junge Erwachsene auswirken. Zudem fehle Jüngeren die Erfahrung im Umgang mit Krisen.

Kraftlos nach der Genesung

Und wie geht es den tatsächlich an Covid-19 erkrankten Menschen? Schwach, antriebslos, Atemnot – so fühlt sich laut Gfk-Studie die Hälfte der Befragten, die eine solche Erkrankung durchgemacht haben und bereits als genesen gelten.

Die Folgen sind nicht nur langwierig, sondern können vor allem für Angehörige von Risikogruppen auch äußerst ernst sein. Damit müssen sich 76 Prozent der Österreicher auseinandersetzen, da sie entweder selbst der Risikogruppe angehören, oder jemand aus ihrer Familie, wie die Studie zeigt. Mehr als die Hälfte von ihnen geben an, dass diese Tatsache ihr Verhalten hinsichtlich der Corona-Vorsichtsmaßnahmen stark beeinflusst.

41 Prozent der Arzttermine mussten jedenfalls während des ersten Lockdowns verschoben werden, davon waren die meisten Vorsorgetermine, gefolgt von Kontrollterminen einer bestehenden Erkrankung und längerfristig geplanten, nicht kritischen Behandlungen und Therapien.

Kaum Sport, mehr Kilos

29 Prozent der Österreicher geben an, seit Beginn der Coronakrise mehr auf die eigene Gesundheit zu achten. Fragt man jedoch konkret nach der Ernährung, sportlichen Aktivitäten und Gewichtsentwicklung, wird dieser Wert nicht bestätigt: Nur 17 Prozent haben während des ersten Lockdowns mehr Sport betrieben als davor.

Und nur 18 Prozent der Befragten haben während des ersten Lockdowns mehr auf ihre Ernährung geachtet; ein Drittel hat sein Gewicht verändert. Von diesem Drittel haben zwei von drei allerdings zugenommen.

Auf einen Blick

  • 50 Prozent der Befragten, die eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben und bereits als genesen gelten, gaben an, sich immer noch schwach und antriebslos zu fühlen.
  • 47 Prozent der Frauen fühlen sich durch die Corona-Situation insgesamt stärker belastet, bei den Männern sind es hingegen 38 Prozent.
  • Ein Drittel der Österreicher hat während des ersten Lockdowns das Gewicht verändert. Von diesem Drittel haben zwei von drei Befragen zu- und nicht abgenommen.

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

2  Kommentare 2  Kommentare

Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung