Lade Inhalte...

Gesundheit

Weniger Vorsorge, mehr Geschlechtskrankheiten

Von OÖN   21. Januar 2021 00:04 Uhr

Corona: Viele haben Untersuchungen nicht gemacht

Obwohl in der Corona-Pandemie aufgrund zahlreicher Lockdowns die zwischenmenschlichen Kontakte abgenommen haben, haben Mediziner der Med-Uni Innsbruck vor einer Zunahme von Geschlechtskrankheiten gewarnt. 2020 seien deutlich weniger Personen zur Vorsorgeuntersuchung gekommen, erklärte Mario Sarcletti, leitender Oberarzt an der Spezialambulanz für HIV und Geschlechtskrankheiten.

Zahlen aus der Lombardei und aus Mailand hätten gezeigt, dass die Fälle von Tripper (Gonorrhö) und hartem Schanker (Syphilis) im Vergleich von 2019 auf 2020 trotz der Lockdowns zugenommen hätten. Auch in Deutschland würden aus manchen Regionen ähnliche Zahlen vorliegen.

Auch an der Spezialambulanz der Klinik für Dermatologie in Innsbruck habe die Anzahl der HIV-negativen Personen im Jahr 2020 abgenommen, bei gleichbleibender Zahl der HIV-positiven. Dies zeige, dass weniger Personen zur Vorsorge kamen, um sich testen zu lassen, sagte Sarcletti.

Bei Geschlechtskrankheiten sei es besonders gefährlich, nicht zur Untersuchung zu gehen, weil die Krankheiten, nicht rechtzeitig entdeckt, oft weitergegeben werden. Deshalb appellierte der Mediziner an alle, trotz Lockdown die Untersuchungen wahrzunehmen.

Es gebe in Österreich in den vergangenen Jahren insbesondere bei Männern generell eine Tendenz zur Zunahme von Geschlechtskrankheiten, meinte Sarcletti.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Gesundheit

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less