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Weltgesundheitsorganisation warnt vor E-Zigaretten

Von nachrichten.at/apa   27.Juli 2021

Rauchen, Bewegungsmangel, falsche Ernährung: Was uns krank macht
„Das Schadenspotenzial von E-Zigaretten für das Herz-Gefäßsystem beträgt knapp 70 Prozent von konventionellen Zigaretten“, sagt Oberarzt Franz Wimberger von der Abteilung Pneumologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen. Bei der E-Zigarette sei vor allem der enthaltene Treibstoff schädlich. Die wässrige alkoholische Lösung wird mit eingeatmet. Das Risiko für Krebserkrankungen und COPD steigt. Vor allem warnt Wimberger vor dem abwechselnden Konsum von E-Zigarette und Teer-Zigaretten: „Damit erhöht sich das Herzinfarktrisiko enorm.“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor E-Zigaretten und anderen elektronischen Geräten zum Konsum des Suchtmittels Nikotin. Diese Produkte würden oft mit ihren Geschmacksnoten gezielt für Kinder vermarktet. Und minderjährige Nutzer griffen später zwei- bis dreimal häufiger zur herkömmlichen Zigarette als andere Jugendliche, heißt es im achten Bericht über die "Tabak-Epidemie", den die WHO am Dienstag veröffentlichte.

Die langfristigen Folgen von E-Zigaretten seien noch nicht erforscht. "Aber es zeichnet sich zunehmend ab, dass diese Produkte nicht harmlos sind", so die WHO. Manche Liquids enthielten doppelt so viel Nikotin wie herkömmliche Zigaretten. In Studien seien bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck und Lungenprobleme nachgewiesen worden. Selbst in angeblich nikotinfreien Produkten finde sich das Suchtmittel oft. Die WHO ruft Regierungen auf, E-Zigaretten besser zu regulieren, um Kinder, Jugendliche und andere Zielgruppen besser vor den Schäden durch solche Geräte schützen.

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22. Oktober 2021