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Gesundheit

Warum mit dem Frühling jedes Jahr das große Gähnen kommt

Von OÖN   26. März 2021 00:04 Uhr

Warum mit dem Frühling jedes Jahr das große Gähnen kommt
Eigentlich will man sich zum Frühlingsbeginn energiegeladen fühlen, viele sind anfänglich aber nur müde und schlapp.

Frühjahr: Diese Jahreszeit macht ein Viertel der Österreicher müde

Kaum wärmt uns die Sonne, geht auch schon das Gähnen los. Frühjahrsmüdigkeit ist ein häufiges Phänomen dieser Tage, rund ein Viertel der Österreicherinnen und Österreicher sind betroffen. Die Symptome sind vielfältig und reichen von Müdigkeit und Abgeschlagenheit über Schwindel und Kreislaufschwäche bis hin zur Gereiztheit. "Mit den wärmeren Temperaturen weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt, man fühlt sich matt und schwach. Der Körper muss sich eben erst an die wärmeren Temperaturen anpassen", erklärt Sarah Andraschko, Ärztin für Allgemeinmedizin an der Abteilung für Innere Medizin am Klinikum Rohrbach, die Müdigkeit im Frühjahr.

"Dazu kommt, dass Vitamine und Mineralstoffe in der dunklen Winterzeit verbraucht wurden. Man kann auch sagen: Das Immunsystem wurde stark beansprucht." Bei der saisonalen Müdigkeit spiele aber auch das Schlafdefizit durch die Zeitumstellung eine Rolle, die am kommenden Wochenende stattfindet. Außerdem beanspruche uns das Ungleichgewicht, das zu dieser Jahreszeit zwischen dem Schlafhormon Melatonin und dem Glückshormon Serotonin herrsche.

Längere Gewöhnungsphase

"Im Frühjahr gerät das Verhältnis dieser beiden Hormone ins Wanken", erklärt die Medizinerin. "Der Körper braucht zwischen zwei bis vier Wochen, um sich an das Frühjahr zu gewöhnen. Es sind ganz normale physiologische Prozesse, die da im jahreszeitlichen Wechsel ablaufen. Bis das neue innere Gleichgewicht wiederhergestellt ist, sind manche Menschen eben ganz besonders müde, haben Kreislaufprobleme und leiden manchmal auch an Kopfschmerzen. Sobald die innere Uhr wieder justiert ist, sollte die Frühjahrsmüdigkeit nachlassen", sagt Sarah Andraschko.

Psyche spielt die Hauptrolle

Die gute Nachricht: Betroffene können selbst etwas dagegen machen, um die Frühjahrsmüdigkeit schneller hinter sich zu lassen. Hilfreich sei dabei auch die richtige Einstellung. "Denn auch die Psyche spielt eine wichtige Rolle", weiß die Ärztin. Manche würden sich dem Frühjahr mit all seinen neuen Herausforderungen und Aktivitäten nicht gewachsen fühlen, nachdem sie es sich in den Wintermonaten zu Hause bei reichhaltiger Kost gemütlich gemacht haben.

Tipps für mehr Energie

  • Tageslicht tanken: Das bewirkt, dass unter dem Einfluss des Sonnenlichts das Müdemacher-Hormon Melatonin verstärkt abgebaut wird.
  • Bewegung: Unabhängig von der Jahreszeit die beste Medizin gegen Müdigkeit, weil sie den Körper aktiviert.
  • Schlafrhythmus: Die individuell richtige Einschätzung der tatsächlichen Schlafzeit ist bedeutsam – Einschlaf- und Aufwachphasen gelten nicht als Schlafphasen! Jeder Mensch weiß ungefähr, wie viel er schlafen muss, um am nächsten Tag ausgeruht und leistungsfähig zu sein.
  • Ernährung: Hier gilt, dass eher Eiweißreiches die Aktivierung verbessert, während Kohlenhydrate eher müde machen.
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