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Gesundheit

US-Studie: Fertiggerichte machen definitiv dick

21. Mai 2019 00:04 Uhr

US-Studie: Fertiggerichte machen definitiv dick
Schnelles Essen, viele Kalorien

Das Experiment aus den USA hat gezeigt: Man isst größere Mengen als bei unverarbeiteter Nahrung.

Schon länger stehen stark verarbeitete Nahrungsmittel im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein: Eine Studie von 2018 brachte einige davon mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung, erst vor kurzem berichteten Forscher gar von einem höheren Risiko, frühzeitig zu sterben.

Dennoch wird gerne zu derartigen Lebensmitteln gegriffen, zu denen etwa Fertiggerichte, Chips, Wurst, behandeltes Fleisch, aber auch Milch- und Fruchtgetränke gehören: Sie sind praktisch und schmecken vielen Menschen. Häufig enthalten sie allerdings auch mehr Kalorien, Salz und Zucker sowie Fett.

Dass veränderte Essvorlieben etwas mit der steigenden Zahl von Übergewichtigen zu tun haben könnten, scheint auf der Hand zu liegen. US-Forscher vom National Institute of Diabetes wollten das nun überprüfen. Wie sie im Fachblatt "Cell Metabolism" berichten, wurden 20 Freiwillige ausgewählt, die einen Monat im Labor lebten. Dort wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt: Eine bekam jeden Tag drei Mahlzeiten plus Snacks, die aus hoch-prozessierten Lebensmitteln bestanden. Zum Frühstück gab es etwa Honig-Nuss-Getreideprodukte und einen Fertig-Blaubeermuffin. Die andere Gruppe erhielt genauso viele Mahlzeiten, allerdings mit unverarbeiteten Lebensmitteln. Hier bestand das Frühstück aus Joghurt mit Obst und Nüssen.

Beiden Gruppen wurden jeden Tag die gleichen Mengen an Kalorien sowie Kohlehydraten, Fetten, Zucker und Salz angeboten, nach zwei Wochen wurde getauscht. Über den ganzen Zeitraum konnten die Probanden so viel essen, wie sie wollten. Das Ergebnis: Nach den zwei Wochen mit stark verarbeiteten Lebensmitteln nahmen die Teilnehmer im Durchschnitt ein Kilo zu, bei den nicht verarbeiteten Lebensmitteln nahmen sie im gleichen Maß ab.

Die Probanden nahmen bei den hoch-prozessierten Lebensmitteln durchschnittlich 508 Kilokalorien pro Tag mehr auf. Ein Grund dafür: Die Teilnehmer aßen die Fertiggerichte viele schneller", so Studienleiter Kevin Hall. "In diesem Fall kann man leicht zu viel essen."

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