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Gesundheit

Sprays gegen Corona: "Klarheit durch Studien"

16. April 2021 00:05 Uhr

LINZ. Bernd Lamprecht hofft auf baldige Ergebnisse.

Eine neue Studie aus England und die oberösterreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr erregten in dieser Woche viel Aufsehen, weil sie von Asthma-Sprays berichteten, die die Krankheitsdauer bei Covid-19 um durchschnittlich drei Tage verkürzen und sehr schwere Verläufe verhindern könnten.

Aufgrund dieser Berichte hat sich viel Euphorie breitgemacht. Die Nachfrage nach den rezeptpflichtigen Sprays mit dem Inhaltsstoff Budesonid stieg und viele sprachen schon vom "Durchbruch" in der Corona-Therapie. Doch nicht alle Mediziner sind restlos überzeugt.

"Die Frage ist nicht, ob ein Asthma-Spray bei asthmaartigen Beschwerden wie Husten, Atemnot und Schwierigkeiten beim Durchatmen im Rahmen einer Corona-Infektion helfen kann – das sagt einem ja der Hausverstand, sondern, ob ein solches Präparat auch bei sonst beschwerdefreien positiv-getesteten Personen eingesetzt werden kann oder soll, um einen möglichen späteren schweren Verlauf, ganz im Sinne einer prophylaktischen Therapie, zu verhindern", sagt Corona-Experte Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler-Universitätsklinikum Linz. Dies sei die derzeitige wissenschaftliche Frage und die werde mit den Beobachtungen engagierter Hausärzte, die den Spray nachvollziehbarerweise bei asthmaartigen Beschwerden eingesetzt haben, alleine leider nicht zu beantworten sein. "Hier sind aber Studien im Gange, die Klarheit schaffen werden."

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