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Gesundheit

So werden Sie nach einer Grippe wieder fit

15. Januar 2020 08:16 Uhr

So werden Sie nach einer Grippe wieder fit
Wichtig ist zur Schonung des Organismus, dass man nur leichte Kost wie Fisch und Gemüse zu sich nimmt. Auch frische Luft tut gut.

Internist Bernhard Mayr aus dem Salzkammergutklinikum weiß, wie man den Genesungsprozess beschleunigt.

Fieber, Schüttelfrost, Schnupfen, Husten, Halsweh, Kopf- und Gliederschmerzen: Wer von diesen Symptomen geplagt wird, könnte an einer echten Grippe (Influenza) erkrankt sein. Nach ein bis zwei Wochen haben die meisten Menschen die Beschwerden überstanden, doch oft bleibt eine vorübergehende allgemeine körperliche Schwäche zurück.

"Eine längere Bettruhe verursacht jedoch einen Verlust von Muskelkraft und körperlicher Kondition, außerdem wird das Herz-Kreislauf-System belastet", erklärt Bernhard Mayr, Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Salzkammergut-Klinikum Gmunden. Daher sei die Leistungsfähigkeit vorübergehend reduziert, und die Erholungsphase nach der Krankheit dauere länger.

Schlapp und antriebslos

Nicht mehr krank, aber auch noch nicht richtig fit – so fühlt man sich während des Genesungsprozesses nach einer Grippeerkrankung. Schlappheit und Antriebslosigkeit sind in dieser Phase ständige Begleiter. Schon nach der kleinsten Anstrengung fühlt man sich wie gerädert. Um wieder zu vollen Kräften zu kommen, braucht man vor allem Geduld.

Wer folgende Tipps berücksichtigt, unterstützt den Körper aktiv dabei, wieder zu Kräften zu kommen.

Faustregel für die Genesung

Als Faustregel gilt: So lange, wie die Erkrankung gedauert hat, so lange braucht man auch wieder, um fit zu werden. Ältere Menschen benötigen mehr Zeit, oft dauert es bis zu acht Wochen, bis sie wieder vollständig genesen sind. Diese Zeit sollte man sich auch nehmen. Mediziner Bernhard Mayr empfiehlt, die Genesungsphase mit ausreichend Schlaf und Ruhe zu unterstützen. Weil die Lunge beim Liegen schlechter mit sauerstoffreicher Luft versorgt wird, sollte so bald wie möglich wieder moderate Bewegung in den Alltag eingebaut werden.

Doch ein volles Fitnessprogramm ist in der Phase der Rekonvaleszenz nicht ratsam. Kurze, langsame Spaziergänge an der frischen Luft kräftigen die Lunge, die Muskulatur und somit auch die Abwehrkräfte. Die Dauer kann dabei täglich leicht gesteigert werden. Auch die richtige Ernährung unterstützt den Körper auf dem Weg zum Gesundsein. Leichte, eiweißreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Huhn und Fisch stärken die während der Bettruhe abgebaute Muskulatur. Das hochwertige Eiweiß aus Eiern wird noch wertvoller, wenn es mit Kohlehydraten kombiniert wird. Viel Obst und Gemüse sowie pflanzliche Öle wie Lein- oder Distelöl versorgen das Immunsystem mit Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten. Gedünstete Lebensmittel sind für den Magen bekömmlicher als Gebratenes oder Rohkost. Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von warmen Kräutertees und stillem Wasser, um die Nieren in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Alkohol, Kaffee, Zucker und Nikotin wirken sich negativ auf den Heilungsprozess aus und sollten am besten vermieden werden.

Der Seele Gutes tun

Eine längere Erkrankung kann auch die Psyche belasten. In der Genesungsphase sollte man sich daher Gutes tun, ohne dem Organismus zu viel zuzumuten. "Man kann beispielsweise ein Buch lesen, Lieblingsmusik hören, die Sonne genießen", rät Mayr.

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