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Gesundheit

So kann Schiunfällen vorgebeugt werden

Von Katharina wurzer   17. November 2021 00:04 Uhr

Skigymnastik: Fit für die Abfahrt 2022
Fürs Skifahren ist eine gewisse Grundfitness wichtig. Übungen helfen bei der Vorbereitung.

Der Winter naht mit großen Schritten. Die Schisaison steht vor der Tür. Der eine oder andere plant einzelne Schitage oder gar einen längeren Urlaub. "Um den Schiurlaub richtig genießen zu können, sollte man sich jetzt bereits gut darauf vorbereiten. Zumindest sechs Wochen vor der Saison sollte man einplanen", sagt Helmuth Ocenasek. Er ist Leiter des Referats für Sportmedizin in der Ärztekammer für Oberösterreich.

Wer nicht ausreichend vorbereitet sei oder sich überschätze, begehe eher Fehler. Folgen können Kniegelenksverletzungen wie Verdrehungen, Bänder- und Meniskusrisse oder Kreuzbandrisse sein.

Kräftigungseinheiten

Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt der Sportmediziner fünf Übungen, die auch zu Hause durchgeführt werden können. Um die Oberschenkel zu trainieren, können etwa Kniebeugen, aber auch Strecksprünge oder Kräftigungsübungen gemacht werden. Zudem sollten die Bauchmuskeln, der Rücken und die Wirbelsäule trainiert werden. Eine Übung, die sich hierfür anbietet, ist das sogenannte Diagonalstrecken im Vierfüßlerstand. Dabei sind die Arme gestreckt, die Knie stehen unter den Hüften. Während das linke Bein nach hinten gestreckt wird, wandert der rechte Arm nach vorne. Diese Position soll etwa für zehn bis 15 Sekunden gehalten, dann die Seite gewechselt werden. Auf diese Weise wird der Rücken gedehnt und die Muskulatur gekräftigt.

Eine weitere Übung ist der Einbeinstand mit geschlossenen Augen für mindestens zehn Sekunden, der das Gleichgewicht und die Koordination schult.

Für die Vorbereitung genügen bereits zwei- bis dreimal pro Woche etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Trainierende können sich langsam steigern. Nach dem Sport empfiehlt der Mediziner, zu dehnen. Ein gut vorbereiteter Körper reduziere das Verletzungsrisiko und verhindere einen Muskelkater.

Ruhetag im Schiurlaub

Da sich die meisten Schiunfälle aufgrund von Müdigkeit und fehlender Konzentration nachmittags oder ab dem dritten Tag des Urlaubs ereignen, rät der Experte außerdem zu einem Ruhetag. Dieser soll etwa in der Mitte des Schiurlaubs eingelegt werden und mindestens einen halben Tag dauern. Weitere Unfallrisiken seien Alkohol beim Schifahren und die höhere Seehöhe im Vergleich zu sonst. In den Bergen sei die Luft dünner und damit die Herzkreislaufbelastung um zehn bis fünfzehn Prozent höher. Vor allem bei Älteren kann es zu Herzinfarkten kommen. Hier könne laut dem Arzt kaum vorgebeugt werden, wobei sich bei Vorerkrankungen immer ein Gesundheitscheck beim Sportmediziner empfehle. Dieser könne beraten und abklären, ob jemand bereits besser auf das Schifahren verzichten soll oder nicht.

Keine Altersgrenze

Grundsätzlich gibt es laut dem Experten keine Altersgrenze für den Wintersport. Vielmehr seien die Gesundheit und Fitness entscheidend. Jüngere könnten untrainierter sein als Ältere. Je früher jemand mit dem Schifahren beginne, desto leichter tue er sich aber damit. Ältere bräuchten mehr Vorbereitungszeit. "Bei Kindern hingegen sind die motorischen Grundeigenschaften Kraft, Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit und Flexibilität naturgegeben. Mit dem Schuleintritt verlieren sie diese Fähigkeiten, weil sie dann meist sitzen", sagt der Sportmediziner. Beim Schifahren werden alle motorischen Grundeigenschaften benötigt sowie in erster Linie die Beine und das Becken bis zum unteren Rücken beansprucht.

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