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Gesundheit

Schmerzmittel Cannabis? Wirkung noch unsicher

23. Oktober 2021 13:40 Uhr

Schmerzmittel Cannabis? Wirkung noch unsicher
Cannabispflanze

In Deutschland können Ärzte Cannabis verschreiben. Schmerzpatienten berichten von positiven Effekten.

Seit vier Jahren können in Deutschland Ärzte Cannabis als medizinisches Hilfsmittel verschreiben – doch ob der Wirkstoff tatsächlich hilft, ist nach wie vor umstritten. Bisher wurde Cannabis rund 10.000 Mal verschrieben, zwei Drittel der Patienten berichten in der Begleitdokumentation von positiven Effekten, vor allem bei chronischen Schmerzen. Das erklären die Organisatoren des deutschen Schmerzkongresses, der heute zu Ende geht. Doch in hochwertigen Studien gebe es keinen sicheren Wirkungsnachweis, auch die Risiken einer langfristigen Behandlung seien kaum untersucht.

Ärzte in Deutschland dürfen Cannabis bei manchen Formen der Epilepsie, schmerzhaften Krampfzuständen, Multipler Sklerose und Übelkeit bei Chemotherapie verschreiben – allerdings nur, wenn andere Optionen versagt haben. Auch die Anwendung bei chronischen Schmerzen ist möglich, muss aber gesondert beantragt werden.

Doch Cannabis erlebt derzeit einen Höhenflug, der Druck auf die Ärzte steigt. Das Spannungsfeld aus finanziellen Interessen, Hoffnungen der Betroffenen und einer nicht nachgewiesenen Effektivität wachse, sagt Frank Petzke von der Deutschen Schmerzgesellschaft. Im ersten Halbjahr wurde medizinisches Cannabis in Höhe von fast 90 Millionen Euro verschrieben.

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