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Gesundheit

Schmerzfrei durch die Gartensaison

21. April 2021 11:05 Uhr

Gartenkalender Das Finale im Gartenjahr
Letzte Arbeiten im Garten

Schmerzen vor allem in Rücken, Knien, Unterarmen und Handgelenken während oder nach der Gartenarbeit sind keine Seltenheit.

"Und können einem das Gärtnern ganz schön verleiden", sagt Jasmin Kaller, Ergotherapeutin am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr. "Mit einer ergonomischen Arbeitsweise treten sie im Idealfall aber gar nicht erst auf." Dazu gehöre zum Beispiel, die Knie beim Bücken immer gebeugt und den Rücken gerade zu halten. "Auch Werkzeuge mit längeren Stielen sind sehr hilfreich. Beim Transportieren von Gegenständen gilt es beide Hände zu verwenden und sie nahe am Körper zu halten. So wird das Gewicht auf mehrere Gelenke verteilt und die Bandscheiben werden geschont", sagt Kaller und hat noch ein paar wertvolle Tipps und Tricks für Hobbygärtner parat:

Gut gepolstert: "Wenn Sie länger am Boden arbeiten, knien Sie sich mit einem Bein hin und wechseln Sie es immer wieder ab. Legen Sie Knieschützer, Polster, Decke oder Handtuch unter", sagt Jasmin Kaller.

Gute Griffe: "Schonen Sie außerdem Ihre Fingergelenke mit dicken Haltegriffen an den Werkzeugen – mit einem Isolierschlauch aus dem Baumarkt können Sie die Griffe einfach selbst verstärken. Das gibt einen sicheren Halt und die betroffenen Muskeln werden nicht überbeansprucht."

Leichte Geräte: Beim Kauf von Gartengeräten sollte darüber hinaus immer auch auf ein möglichst geringes Eigengewicht und eine leichte Bedienbarkeit – wie zum Beispiel wenig Widerstand beim Bedienen der Gartenschere – geachtet werden.

Kleine Gießkannen: Weiters sollten kleinere beziehungsweise nur halbvolle Gießkannen verwendet werden, denn "mehrere kleine Lasten sind besser als eine große Last". Darüber hinaus sollten Hobbygärtner ihren Körper nicht übermäßig beanspruchen.

Ziele setzen, Pausen machen: "Setzen Sie sich Etappenziele und machen Sie regelmäßig Pausen – auch um monotone Arbeiten zu unterbrechen", rät die Ergotherapeutin. Aufstehen, eine andere Position einnehmen, die Gelenke bewegen und etwas trinken – es reichen bereits wenige Minuten aus. Und sie betont: "Überschätzen Sie sich nicht beim Tragen von schweren Gegenständen. Holen Sie eine zweite Person dazu oder helfen Sie sich mit einem Rollwagen."

Nach der Gartenarbeit: Um den Körper nach getaner Arbeit zu verwöhnen, empfiehlt die Expertin Dehnübungen für Arme und Beine, ein warmes Bad oder eine warme Dusche. "Sollten Muskeln und Gelenke trotzdem schmerzen, verwenden Sie wärmende Salben und legen Sie ein Kirschkernkissen oder eine Wärmeflasche auf die betroffene Stelle", sagt Jasmin Kaller. "Das tut sehr gut."

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