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Gesundheit

"Schaufensterkrankheit" früh erkennen

Von OÖN   26. Juni 2019 00:04 Uhr

"Schaufensterkrankheit" früh erkennen
Schaufensterkrankheit heißt die Durchblutungsstörung deshalb, weil sie zum oftmaligen Stehenbleiben zwingt.

Experten meinen, dass ein Gefäßscreening Todesfälle verhindern könnte.

Eine aktuelle Studie aus Dänemark belegt, dass mit einem Gefäßscreening, mit der Verbesserung des Lebensstils und mit Medikamenten vorzeitige Todesfälle durch die sogenannte Schaufensterkrankheit leicht verhindert werden könnten. Die Österreichische Gesellschaft für Internistische Angiologie hat daher die Einführung eines Screenings in Österreich gefordert.

Bis zu zehn Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher leiden an der "Schaufensterkrankheit" – der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Ab einem Alter von 75 Jahren sind rund 20 Prozent der Menschen davon betroffen. Ihren umgangssprachlichen Namen hat die Durchblutungsstörung aufgrund der typischen Schmerzen, die Patienten zum oftmaligen Stehenbleiben zwingen.

Dieses Leiden wird durch eine extreme Verengung oder den Verschluss einer vor allem die Beine versorgenden Arterie hervorgerufen und tritt meist in den Beinen auf. Verursacht wird die Krankheit in erster Linie durch Gefäßverkalkung. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Rauchen und Diabetes.

Trotz einfacher Diagnosemöglichkeiten – Ultraschall- und Blutdruckuntersuchung an Armen und Beinen – werde die Erkrankung häufig nicht rechtzeitig entdeckt. Die Folgen sind Amputation, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Rund die Hälfte der Patienten, bei denen eine Amputation oberhalb des Knies durchgeführt wird, sei nach zehn bis zwölf Jahren tot, warnte Marianne Brodmann, Ärztin an der Klinischen Abteilung für Angiologie der Universität Graz.

Eine Untersuchung sei generell dann erforderlich, wenn es Hinweise auf Durchblutungsstörungen aufgrund typischer Beschwerden oder schlecht heilender Beinwunden gibt.

Ebenfalls gemessen werden sollte beim Auftreten von Gefäßveränderungen an anderen Lokalisationen (etwa Herz oder Halsschlagader) und auch bei Risikogruppen, also bei allen Menschen über 65 Jahren.

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