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Mit Blütenpollen durch den Wechsel

Von Barbara Rohrhofer   26.Februar 2020

Mit Blütenpollen durch den Wechsel
Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind die typischen Wechselbeschwerden.

Grundsätzlich sind die Wechseljahre keine Krankheit. Die Veränderung des weiblichen Hormonspiegels macht aber so mancher Frau schwer zu schaffen. Während der Wechseljahre, die medizinisch auch als Klimakterium bezeichnet werden, produzieren die Eierstöcke zunehmend weniger Östrogen und stellen die Bildung des Sexualhormons schließlich ganz ein.

Als Beschwerden können in dieser Zeit Hitzewallungen, Hauttrockenheit, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen auftreten.

Meist beginnt der Wechsel ab Mitte 40 – und dauert rund zehn Jahre lang. "Eine Zeit, in der sich viele Frauen eine Linderung der Beschwerden wünschen", sagt Pharmazeutin Susanne Fürst von der Cella-Apotheke in Bad Zell.

Viele Betroffene greifen dabei auf pflanzliche Wirkstoffe zurück, weil die Hormontherapie, die vom Arzt verordnet werden muss, zwar sehr wirkungsvoll ist, aber auch ernsthafte Nebenwirkungen haben kann.

"Bewährt haben sich Produkte aus Soja und Rotklee, die Isoflavone – also sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die den Hormonhaushalt auf natürliche Weise in Balance bringen und typische Wechseljahrbeschwerden lindern können", sagt Fürst. Ähnliche Effekte würden mit Extrakten der Yamswurzel und der Traubensilberkerze erzielt. In der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) werden Himbeersprossen empfohlen. Diese "Basistherapie" könne sehr gut mit anderen natürlichen Mitteln kombiniert werden. "Wenn Hitzewallungen im Vordergrund stehen, kann man mit Salbei gute Erfolge erzielen. Baldrian und Johanniskraut sind bei innerer Unruhe und depressiven Verstimmungen hilfreich."

Auf den Lebensstil achten

Wer Probleme mit der Blase hat, könne es zusätzlich mit Produkten aus Kürbiskernen versuchen. Bis man eine Linderung der Beschwerden merke, würden im Durchschnitt zwei bis drei Monate vergehen. Auch Blütenpollen seien für Frauen im Klimakterium geeignet. "Besonders auch für jene, die bereits eine Brustkrebserkrankung hinter sich haben und daher keine Mittel nehmen sollten, die das Hormon Östrogen stimulieren", sagt Fürst. Wer gerne mit ätherischen Ölen arbeitet, könne es im Klimakterium mit Ölen aus Anis und Zypresse versuchen.

"Natürlich sollten Frauen in dieser Lebensphase besonders auf ihren Lebensstil achten", sagt die Pharmazeutin. Regelmäßige Bewegung könne die typischen Wechselbeschwerden lindern. Aber auch Yoga und Meditation würden bei manchen Frauen helfen.

Ein sehr einfaches, aber bewährtes Mittel gegen Hitzewallungen seien Wechselduschen.

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01. Dezember 2021