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Gesundheit

Jugendliche leiden unter depressiven Symptomen

Von OÖN   28. Januar 2021 00:05 Uhr

Wenn man keinen Ausweg mehr sieht, sollte man sich Hilfe holen.

Pandemie und Lockdown setzen laut einer Studie der Donau-Uni Krems aber allen Österreichern zu

Die Hälfte der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren leidet unter depressiven Symptomen. Das ist eine der besorgniserregenden Aussagen einer Studie der Donau-Universität Krems rund um den Jahreswechsel. Bei einer Umfrage im September lag dieser Wert bei den 18- bis 24-Jährigen noch bei 30 Prozent. Außerdem sind besonders Frauen, Arbeitslose und Alleinstehende von diesem Negativtrend betroffen.

Belastet sind jedoch alle Österreicher: Ein Viertel der Bevölkerung leidet an depressiven Symptomen, 23 Prozent an Angstsymptomen und 18 Prozent an Schlafstörungen. Die Studie umfasst eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe von rund 1500 Personen. "Seit der Erhebung im September kam es zu einer deutlichen Verschlechterung der psychischen Gesundheit. Diese Ergebnisse sind alarmierend", so Studienautor Christoph Pieh, Leiter des Departments für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit. Zum Vergleich: 2019 litten nur fünf Prozent unter depressiven Symptomen.

Senioren sind krisenfester

Von gravierenden Verschlechterungen ausgenommen ist die Gruppe über 65 Jahre, die wie bei den vorangegangenen Studien am besten durch die Krise kommt. Menschen, die in einer Beziehung leben, ein gutes soziales Umfeld haben und regelmäßig Sport betreiben, sind ebenfalls vergleichsweise weniger belastet.

Die Ursachen für den Anstieg psychischer Probleme sind vielfältig und individuell unterschiedlich: Neben Sorgen um die eigene Gesundheit können Zukunftsängste, finanzielle Sorgen, Jobverlust oder Einsamkeit eine Rolle spielen. "Als besonders belastend werden neben der Pandemie an sich die schwierige wirtschaftliche Lage sowie Folgen und die Maßnahmen zur Eindämmung erlebt. Hilfreich werden hingegen unter anderem das familiäre oder soziale Umfeld, Sport oder andere Hobbys erlebt", so Pieh. Neben der Dauer der Pandemie dürfte auch der Erhebungszeitraum rund um Weihnachten bei dem alarmierenden Studienergebnis eine Rolle spielen.

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