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Gesundheit

Halstuch oder selbstgenähte Maske: Was schützt besser?

10. Juli 2020 00:04 Uhr

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Bild 1/15 Bildergalerie: 12 Tipps: So trage ich die Schutzmaske richtig

Der Mund-Nasen-Schutz ist wieder Alltag, wobei viele verschiedene Modelle verwendet werden. Welche Maske am besten wirkt, also am wenigsten durchlässt, hat ein Forscherteam der Florida Atlantic University im Labor getestet.

Die Masken wurden dafür am Kopf einer Art Schaufensterpuppe angebracht. Mittels einer Pumpe wurde Niesen beziehungsweise Husten simuliert. Zusätzlich wurde mit einer Nebelmaschine Dampf in das Modell geleitet, um den Husten-Strahl für die Analyse sichtbar zu machen.

Getestet wurden vier verschiedene Masken, die im Alltag verwendet werden. Sowohl Material als auch Konstruktion haben dabei einen Einfluss auf die Tauglichkeit der Maske, betonen die Forscher um Siddhartha Verma im Fachblatt "Physics of Fluids". Ein Problem bei Masken sei, dass sie nicht komplett dicht seien und auch nicht perfekt abschließen.

Das Ergebnis: Die gut sitzende, genähte Maske hielt die Nies- und Husten-Tröpfchen am besten zurück. Im Laborversuch flogen die Partikel etwa 6,6 Zentimeter weit. Etwas schlechter war die kegelförmige Maske mit 20 Zentimetern. Der Hustnebel entfleuchte bei beiden Modellen vor allem über die Seiten. Am schlechtesten schnitt das Halstuch aus T-Shirt-Stoff ab. Hier erreichten die Partikel eine Weite von bis zu 1,1 Meter. Beim gefalteten Stofftaschentuch waren es durchschnittlich 40 Zentimeter, weil es laut Forscher zu dünn sei. Im Vergleich: Beim Husten ohne Maske flogen die Partikel rund 2,4 Meter weit.

Abgesehen vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist das Abstandhalten die wichtigste Maßnahme, um eine Infektion zu verhindern. Eine Analyse von mehr als 200 Studien zeigte: Eine Distanz über einen Meter senkt das Risiko um 10,2 Prozent, eine weiter zunehmende Distanz bessert den Schutz um den Faktor zwei pro Meter. Das berichtet das deutsche Gesundheitsportal.

Besonders wichtig ist der Abstand beim Singen. Der Bayerische Rundfunk nahm Ansteckungsfälle bei Chören zum Anlass für eine Testreihe. Dabei wurde die Ausbreitung und Verteilung von Tröpfchen und Aerosolen im Raum untersucht. Ergebnis: Einige Sänger erreichten beim Singen nach vorne Weiten von ein bis eineinhalb Metern bei der Verbreitung der Tröpfchen und Aerosol. Zur Seite hin haben sich deutlich geringere Verbreitungsweiten gezeigt.

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