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Vanillekipferl im Test

11.Dezember 2020

Ergebnis: Die verwendeten Hauptzutaten stammten vorwiegend aus Österreich. Doch in einigen Produkten war Palmöl oder Kokosfett enthalten.

Alle Jahre wieder dürfen sich zur Weihnachtszeit Groß und Klein auf Vanillekipferl freuen. Sofern diese zu Hause selbst gebacken werden, sind die verwendeten Zutaten überschaubar und bekannt. Doch wie sieht es mit im Handel gekauften Vanillekipferl aus? Wie viel kosten sie im Vergleich zur selbstgemachten Variante und vor allem: Wie schmecken sie?

Test

Der VKI hat in Supermärkten, Diskontern und bei Bäckereien 18 Packungen Vanillekipferl gekauft, begutachtet und verkostet. Die verwendeten Hauptzutaten Mehl, Butter und Eier stammten vorwiegend aus Österreich, so der VKI. Doch in rund 20 Prozent der Produkte war auch Palmöl enthalten, in 30 Prozent das ökologisch nicht minder bedenkliche Kokosfett. Geschmacklich waren fünf Produkte ganz in Ordnung.

Schwer verdaulich

Leichte Kost sind sie gerade nicht: Im Schnitt lauern 500 Kilokalorien in 100 Gramm Vanillekipferln. Noch schwerer verdaulich dürften für so manchen aber die Preise sein: Die bewegten sich im Rahmen der Erhebung zwischen 10 und 80 Euro pro Kilogramm. Im Schnitt zahlten die Produkteinkäufer bei Bäckereien 49 Euro, im Supermarkt 24 Euro und beim Diskonter 13 Euro pro Kilo. Wer angesichts solcher Preise versucht ist, die Kipferl selbst zu backen, kommt vergleichsweise günstig davon, so die Tester. Etwa sechs bis zehn Euro pro Kilogramm kostet die Eigenproduktion – je nachdem, ob man Zutaten in Bio-Qualität verwendet oder nicht. Ein weiterer Vorteil des Selberbackens ist der Überblick über die Zutaten, die in der Regel Butter, Mehl, Zucker, Vanillezucker und wahlweise Haselnüsse, Walnüsse oder Mandeln sind. Zwei Bäckereien kamen ebenfalls mit nur fünf Zutaten aus.

Bestandteile

Durchschnittlich setzten sich die gekauften Vanillekipferl aber aus 12 Bestandteilen zusammen – bei den Bäckereien tendenziell weniger, bei den Supermärkten tendenziell mehr. Das problematische Palmöl war dabei in rund 20 Prozent der Produkte enthalten. Das ökologisch nicht minder bedenkliche Kokosfett in einem Drittel der Produkte. „Wenn Sie auf Palm- und Kokosöl verzichten wollen, sollten Sie vor dem Kauf einen kurzen Blick auf die Zutatenliste werfen“, rät VKI-Ernährungswissenschaftlerin Nina Siegenthaler. „Denn Auslobungen wie ,mit echter Butter‘ oder ,traditionell‘ bedeuten noch lange nicht, dass die Vanillekipferl auch tatsächlich frei von Palm- und Kokosfett sind. Nicht selten wird Butter in Kombination mit Palm- oder Kokosöl verarbeitet.“ Auch Säuerungs- und Antioxidationsmittel werden häufig zur Konservierung eingesetzt. Die Haltbarkeit einiger Vanillekipferl erstreckt sich bis Ostern 2021. „Doch gerade bei Saisonware, die ohnehin nur zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr konsumiert wird, stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, zugunsten des Geschmacks auf derartige Zusatzstoffe und monatelange Haltbarkeit zu verzichten“, so Nina Siegenthaler abschließend.

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Cornelia Schobesberger
Dezember 2020

Bild: A. Zhuravleva/shutterstock.com

 

 

 

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