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Meine Gesundheit

Unfallfreie Gartenarbeit

31. Mai 2021 00:00 Uhr

Der eigene Garten steht bei den Österreichern hoch im Kurs – nicht zuletzt auch aufgrund der immer wiederkehrenden Ausgangsbeschränkungen der letzten Zeit.

Bereits im Jahr 2020 zeigte sich ein zunehmender Trend bei der Gartenarbeit – Tendenz steigend. Das ergab eine aktuelle Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Doch leider enden auch banal wirkende Tätigkeiten wie das Rasenmähen mitunter mit einem Spitalbesuch.

 

Auch 2021 werden viele Menschen Ihre Freizeit mit Gartenarbeiten verbringen, so das KFV. Im Zuge seiner Erhebung gaben bereits im letzten Jahr 26 Prozent der Befragten gegenüber dem KFV an, verstärkt im Garten zu arbeiten. Rund 6 Prozent haben wieder oder sogar neu damit begonnen.

 

Nicht unfallfrei

 

Allerdings bleibt die Tätigkeit nicht immer unfallfrei: Rund 46 Menschen müssen pro Tag aufgrund ihrer Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt verletzen sich gemäß der KFV-Unfalldatenbank jährlich rund 17.000 Menschen bei der Gartenarbeit so schwer dabei, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. „Die Art der Verletzungen reicht dabei von Knochenbrüchen, die mit 52 Prozent aller Verletzungen den Großteil ausmachen, über Schnittwunden bis hin zu Sehnen- und Muskelverletzungen und Prellungen“, betont Dr. Johanna Trauner-Karner, KFV-Sprecherin und Präventionsexpertin. Amputationen waren in den vergangenen drei Jahren mit 2 Prozent der Verletzungsarten zum Glück eher seltener der Fall. Die Gründe für die Unfälle sind meist Ablenkungen, Hektik und Unachtsamkeit (38 Prozent), gefolgt von Fehleinschätzungen oder Überforderungen. Fremdeinwirken oder technische Probleme spielen nur selten eine Rolle.

 

Männer und Frauen gleich (un)geschickt

 

Mit einem Blick auf die Geschlechterverteilung in der Gartenunfallstatistik zeigt sich, dass sich Männer und Frauen gleichermaßen oft verletzen. Mit 22 Prozent sind es Männer im Alter zwischen 25 und 64 Jahren nur geringfügig öfter als Frauen (19 Prozent). Obwohl sich die Art der Gartenarbeit zwischen den Geschlechtern schon voneinander unterscheidet (Frauen verletzen sich häufig bei Tätigkeiten wie dem Schneiden und Gießen von Blumen und Sträuchern oder dem Säubern der Regenrinnen, Männern meistens beim Rasenmähen, Holz hacken oder bei Umbauten) sind die Unfallarten meist sehr ähnlich.

 

Stürzen und Stolpern

 

Besonders häufig sind Stürze durch Stolpern, etwa über herumliegende Gegenstände oder auf rutschigen Böden. Aber auch Stürze von Leitern sind keine Seltenheit. Ebenso zeigt sich eine erhöhte Verletzungsgefahr, wenn auf Schutzbekleidung wie Handschuhe, Schnittschutzhosen oder gar Schuhe verzichtet wird. Dann können auch kleine Splitter zu großen, schmerzhaften Wunden führen. Also: Mit ein wenig Vorsicht, Achtsamkeit und vor allem der richtigen Ausrüstung sind viele Gartenunfälle leicht zu verhindern.

 

Unfallfrei zum perfekten Garten

 

Egal ob Anfänger oder erfahrener Gärtner – Gesundheit und Sicherheit sollten immer oberste Priorität haben. Wer folgende Aspekte berücksichtigt, kann sich gut gewappnet ins neue Gartenjahr begeben:

  • Überprüfen Sie vor Beginn der Gartenarbeit alle benötigten Geräte auf ihre Funktionsfähigkeit und Sicherheit und entfernen Sie potenzielle Stolperfallen im Arbeitsbereich.
  • Funktionelle Kleidung, Handschuhe und festes Schuhwerk gehören zur Basisausstattung eines jeden Hobbygärtners.
  • Tragen Sie eine Schutzbrille, wenn die Gefahr besteht, von herumfliegenden Teilen getroffen zu werden – beispielsweise beim Heckenschneiden.
  • Sorgen Sie bei der Verwendung von Leitern für einen sicheren Stand und achten Sie auf feste und rutschfeste Tritte. Um die Standfestigkeit der Leiter zu erhöhen, sollte die Leiter nach Möglichkeit von einer zweiten Person festgehalten werden.
  • Vermeiden Sie Hektik – planen Sie ausreichend Zeit für die Gartenarbeit und das anschließende Aufräumen der Geräte und Gartenabfälle ein.
  • Machen Sie sich vor dem Einsatz neuer Gartengeräte durch die Betriebsanleitung oder Einschulung mit ihnen vertraut. Überprüfen Sie alle Geräte vor jedem Einsatz auf Funktionsfähigkeit und Sicherheit.
  • Reinigen und verstauen Sie Ihre Arbeitsgeräte nach getaner Arbeit, damit niemand versehentlich darüber fallen oder sich daran verletzen kann. Achten Sie auf eine sorgfältige Aufbewahrung um Schäden zu vermeiden. Das verlängert auch die Lebensdauer Ihrer Geräte.
  • Sichern Sie Ihren Arbeitsbereich ab, wenn Sie von der Fahrbahn aus Tätigkeiten (z.B. Hecken schneiden) verrichten. Entfernen Sie anschließend so rasch wie möglich Verunreinigungen und Schnittabfälle von der Fahrbahn.

 

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KFV / Mag. Christian Boukal
Mai 2021

 

Bild: Serhii Bobyk/shutterstock.com

 

 

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