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Pension: Eine neue Lebensphase

03. September 2021 13:29 Uhr

Pension: Diese neue Lebensphase ist zu kostbar, um sie – wie vielleicht früher – nur mit Ausruhen zu verbringen.

Was also tun? Ein neuer Ratgeber der oberösterreichischen Konsumenteninformation liefert „Ideen, um den neuen Lebensraum zu füllen“.

Vielfältig sind die Möglichkeiten, die Pension auszufüllen. Vielleicht gehen einige auf große Reise, andere möchten die Zeit nutzen, um Versäumtes nachzuholen, und wieder andere werden sich in der Kunst üben müssen, plötzlich mit deutlich weniger Geld auszukommen. Verschiedene Szenarios und Möglichkeiten tun sich auf.

„Konsument“, das österreichische Testmagazin der Konsumenteninformation, stellt in seinem neuen Buch „Pension. Was nun?“ Wege vor, die in der Pension beschritten werden können. Das Buch kann über die Webseite des „Konsument bezogen werden. Das Buch bietet auch einen Service-Teil mit weiterführenden Kontaktadressen, Informationen und Leseempfehlungen.

Verschieden Menschen verfolgen verschiedene Strategien, den neuen Lebensabschnitt erfüllend zu gestalten.

„Die Abenteurer“

Die „Abenteurer“ zieht es in die große weite Welt. Die einen zieht es an den Strand, um in die Sonne die Beine hochlagern. Ein anderer Reisetyp sucht genau das Gegenteil: die Aktivität, die Bewegung. Und schließlich gibt es noch jene Reisenden, die vor allem an fremder Kultur, an anderer Lebensform interessiert sind, so der „Konsument“.

  • Campingbus-Fahrten stehen z.B. seit längerer Zeit wieder hoch im Kurs. Es steht für Nähe zur Natur, für Reduzierung auf das Wesentliche, auch wenn das auf gut ausgestatteten Campingplätzen stattfindet. Tipp: Campmobile können auch gemietet werden. Und: Campingplätze am Meer haben immer direkten Strandzugang.
  • Reisefreudige Bahnnutzer:innnen könnten Gefallen an einer Interrail-Reise finden, die längst nicht mehr jungen Altersgruppen vorbehalten ist. Für Senior:innen gibt es spezielle Angebote und Tarife – ob sie nun alleine, zu zweit oder auch in Begleitung von (Enkel-)Kindern unterwegs sind.
  • Nach der Schule erst einmal ins Ausland, die Fremde kennen lernen, als Au-pair ist das leicht möglich. Neuerdings steht das auch älteren Damen offen. Sogenannte Granny Au-pairs passen im Ausland auf Kinder auf und können sich den Traum von der großen weiten Welt erfüllen. Im Internet finden Sie entsprechende Vermittlungs-Plattformen.

„Die Nachholer“

Wollten Sie immer schon Klavier spielen lernen, oder sich schon immer mit Archäologie beschäftigen wollten: Für „Nachholer“ öffnet sich mit der Pension ein weites Möglichkeitsfeld: Je nach persönlicher Vorliebe könnten Sie alles Versäumte lernen. Dafür ist es schließlich nie zu spät.

  • Ob Sprachen, Computer-Kurs, Gedächtnistraining oder Biografiearbeit: Im Internet finden Sie zahlreiche Weiterbildungsangebote, speziell für Personen ab 60 Jahren.
  • Übrigens: Auch jenseits der 60 kann man noch auf die Universität gehen. Die österreichischen Universitäten, etwa die Uni Wien, bieten Beratungsangebote speziell für Senior:innen an.

„Die Familienmenschen“ 

Großeltern spielen für Enkelkinder häufig eine wichtige Rolle, nicht nur in der Kinderbetreuung, oftmals sind sie auch so etwas wie ein emotionaler Anker für die Kleinen. Bei Oma und Opa gibt es für die Enkel nicht bloß gesunde Lebensmittel, sondern ab und an auch Schokolade. Und die Schlafenszeiten werden mitunter auch großzügiger ausgelegt. Eine Auszeit vom geregelten Ablauf – für die Kleinen und die Großen.

  • Tipp: Ihre Enkel leben in der Ferne? Regelmäßig Kontakt halten geht am besten auf digitalem Weg, etwa über Handy oder PC.

„Die Träumer“

Auch im Alter hat man noch Wünsche. Warum seinen Lebensabend nicht am Land oder am Meer verbringen? Träumen darf man, doch den Verstand sollte man nicht völlig ausschalten. Der Umzug in eine andere Umgebung stellt einen gewaltigen Schritt dar, der genau überlegt sein sollte. Kein Hauskauf ohne eine bestimmte angesparte Geldsumme. Unabhängig von der finanziellen Seite ist zu bedenken: Mit zunehmendem Alter können sich ernsthaftere Gebrechen einstellen. Und was dann?

  • Vielleicht könnte eine private Wohngemeinschaften für Jung und Alt etwas für Sie sein? Ältere Menschen stellen jungen Menschen erschwinglichen Wohnraum zur Verfügung, dafür helfen die ihren Vermietern im Alltag.

„Die Weitermacher“ 

Immer weniger Pensionisten sehnen sich nach Ruhe im Ruhestand, hält der „Konsument“ fest. Sie wollen etwas tun. Eine Erwerbsarbeit muss es ja nicht unbedingt sein, auch ein Ehrenamt könnte in Frage kommen. Kindern Geschichten vorlesen, mit älteren Menschen Zeit verbringen, Essen an Obdachlose verteilen, Bäume pflanzen, einen Stadtgarten anlegen, mit Hunden Gassi gehen, Nachhilfe geben, Flüchtlingen helfen – die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements sind vielfältig.

  • Tipp: Im Internet gibt es diverse Plattformen, die Anbieter und Interessierte zusammenbringen.

Übrigens: Manche Firmen bemühen sich inzwischen, langjährige Mitarbeiter nach deren Pensionsantritt weiter an sich zu binden, z.B. in Form einer Tätigkeit als Berater, so der „Konsument“.

„Spar-Tipps für die Pension“ 

Ein Leben lang gearbeitet, aber in der Pension trotzdem zu wenig Geld zum Leben: Das betrifft viele Menschen in Österreich und ganz besonders Frauen. Armut im Alter ist in Österreich weiblich besetzt. Mehr Pensionistinnen als Pensionisten sind auf eine Ausgleichszulage angewiesen.

  • Tipp: Wer in Pension geht, erhält einen Pensionistenausweis, der zu einigen Vergünstigungen berechtigt. Anspruch auf weitere Vergünstigungen haben Bezieher einer Ausgleichszulage, also eines Mindesteinkommens.

 

Hier eine Auswahl, wo Senior:innen bzw. Bezieher:innen einer Ausgleichszulage Vergünstigungen bzw. Befreiungen erhalten:

  • ÖBB Vorteilscard Senior/ÖBB Österreichcard Senior
  • Befreiung von Rundfunkgebühren (GIS)
  • Zuschuss zum Fernsprechentgelt
  • Wohnbeihilfe
  • Mietzinsbeihilfe
  • Befreiung von der Ökostrompauschale
  • Rezeptgebührenbefreiung
  • Mobilpass der Stadt Wien: Dieser berechtigt zu einem verbilligten Ticket bei den Wiener Verkehrsbetrieben, sowie zu freiem Eintritt in mehreren Museen, Theatern und Kinos.

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konsument.at / Mag. Christian Boukal
Oktober 2021

Bild: Halfpoint/shutterstock.com

 

 

 

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