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Frankfurter im AK-Test

27. Januar 2021 00:00 Uhr

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich (AKOÖ) hat Geschmack, Keim- und Phosphatgehalt der beliebtesten Würsteln Österreichs getestet. Mit erfreulichem Ergebnis.

Der Großteil der untersuchten Frankfurter – bei unseren Nachbarn Wiener Würstchen genannt – ist bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch einwandfrei. Auch beim Phosphatgehalt gibt es keinen Anlass für Sicherheitsbedenken.

7 konventionelle und 4 Bio-Frankfurter im Test

Die AK-Konsumentenschützer kauften Frankfurter aus dem Kühlregal von elf verschiedenen Erzeugern – darunter vier Bio- und sieben konventionelle Produkte. Ausgewählt wurden ausschließlich Eigenmarken von Supermarktketten und Discountern. Der Preis der Würstel lag zwischen 6,85 und 14,96 Euro pro Kilogramm.

Großteil der Proben einwandfrei

  • 8 der 11 Proben waren auch am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums einwandfrei.
  • 3 Produkte erhielten das Testurteil „wertgemindert“. Hier lagen die Gesamtkeimzahl und die Anzahl an Milchsäurebakterien bereits deutlich über dem Richtwert. Zudem fielen den Experten diese 3 Proben auch aufgrund ihres säuerlichen Geruchs negativ auf. Bei 2 davon wurde zudem noch ein säuerlicher Geschmack als Kritikpunkt genannt.

Phosphatanteil in Ordnung

In den letzten Jahren rücken vermehrt Phosphate in den Fokus der Kritik. Phosphate kommen in Lebensmitteln natürlich vor. Darüber hinaus werden sie als Zusatzstoffe einer Vielzahl von Lebensmitteln wie auch Wurstwaren zugesetzt. In einigen Produkten im Test findet man sie als Säureregulatoren oder Stabilisatoren – deklariert als Di-, Tri- oder Polyphosphate. In Bio-Wurstwaren ist deren Zusatz nicht zulässig.

Eine sehr hohe Phosphataufnahme wird mit negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit in Verbindung gebracht, wie etwa eine Erkrankung der Nieren. Grund genug für die Konsumentenschützer auch den Phosphatgehalt der Würstel näher unter die Lupe zu nehmen.

Laut der aktuellen Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegt die akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI) bei 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Ohne Berücksichtigung anderer Aufnahmequellen dürfte ein 25 kg schweres Kind bei den Frankfurtern mit dem höchsten Phosphatgehalt im Test vier Würstel essen, um die tägliche Höchstmenge an Phosphat zu 100 Prozent auszuschöpfen – ein Erwachsener sogar 12 Stück.

Wer gute Qualität möchte, sollte auf Zutaten achten

  • Positiv ist ein hoher Fleischanteil, der im Test von 70 bis hin zu satten 85 Prozent reicht.
  • Beim Geschmack wird bei drei Produkten mit Mononatriumglutamat nachgeholfen. In zwei Erzeugnissen finden sich auch Aromen. Gute Frankfurter brauchen derlei Zusätze nicht. Sie beziehen ihren Geschmack hauptsächlich vom Speck und der Räucherung.
  • Ein Produkt enthielt den roten Farbstoff Karmin. Dieser wird aus Schildläusen gewonnen und kann bei empfindlichen Personen pseudoallergische Reaktionen auslösen. Zweimal wird der typischen rosa Würstelfarbe mit färbenden Lebensmitteln wie Paprikaextrakt oder Rote Rüben Pulver nachgeholfen.

Frankfurter Würstel sind keine leichte Kost

Ein Blick auf die Nährwerttabelle zeigt, dass die Produkte im Test zu 19 bis 28 Prozent aus Fett bestehen und zwischen 225 und 303 Kilokalorien pro 100 Gramm liefern. Darüber hinaus weisen alle einen hohen Salzgehalt von 1,8 bis 2,7 Gramm pro 100 Gramm auf.

Den gesamten Test können Sie auf der Webseite der AKOÖ nachlesen. Die Tabelle mit den Testergebnissen finden Sie am Ende dieser Seite.

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Mag. Christian Boukal / AKOÖ
Jänner 2021

Bild: HandmadePictures/shutterstock.com

 

Frankfurter Würstel im Test AK OÖ

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