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Fischessen für Gedächtnisleistung im Alter

30. Dezember 2020 00:00 Uhr

In einer vergleichenden Studien-Übersicht zeigte sich, dass vermehrtes Fischessen einem zunehmenden Gedächtnisverlust vorbeugen könnte.

In einer vergleichenden Studien-Übersicht zeigte sich, dass vermehrtes Fischessen einem zunehmenden Gedächtnisverlust vorbeugen könnte. Dieser Verjüngungseffekt war unabhängig von genetisch erkannten, individuell erhöhten Alzheimerrisiken, berichtet das Deutsche Gesundheitsportal.

Fisch soll ja gut für eh alles sein. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus Fisch, Omega-3 Fettsäuren genannt, sollen sogar das geistige Altern verbessern. Ob sich diese Hoffnung auch durch Zahlen untermauern lässt, untersuchte Epidemiologin und Alzheimerforscherin Dr. Cécilia Samieri, von der französischen Universität Bordeaux und dem Bordeaux Population Health Research Center, mit ihren Kollegen in einer vergleichenden Übersichtsstudie. Sie fragten, ob regelmäßiger Fischkonsum Einflüsse auf die geistige Fitness im Alter habe; gleichzeitig wurden diese Analysen auch mit spezifischen Veranlagungen der Menschen zur Entwicklung einer Alzheimererkrankung verglichen.

Bringt Fischessen dem alternden Gehirn messbare Vorteile?

Die Wissenschaftler fassten vier Studien zusammen: Eine französische Studie, in der Daten von Menschen aus drei Städten (3-Städte-Studie) analysiert worden waren, und vier US-amerikanische Studien (Studie zur Pflegergesundheit, Frauengesundheitsstudie, das Chicago Gesundheits- und Alterungsprojekt, und das Rush Gedächtnis- und Alterungsprojekt). Zusammen ergaben dies Ernährungs- und Denkleistungsdaten von 23.688 Personen im Alter von mindestens 65 Jahren. Der Großteil (88 Prozent) der Studienteilnehmer waren Frauen. Der Beobachtungszeitraum lag zwischen 1992 und 1999. Die Personen und ihre geistige Entwicklung wurden im Mittel über vier bis neun Jahre lang beobachtet, um mögliche Vorteile von Fischliebhabern bei der geistigen Alterung zu ermitteln.

Analyse mehrerer großer Untersuchungen aus den USA und Frankreich

Die Forscher fanden, dass Fischkonsum sowohl den Abbau der generellen Denkleistung als auch der Gedächtnisleistung verzögerte. Wenn Menschen, die mehr als 4-mal pro Woche Fisch aßen mit solchen verglichen wurden, die seltener als einmal Fisch auf dem Tisch hatten, war der Gedächtnisvorteil der Fischliebhaber so groß, dass er einem Altersunterschied von 4 Jahren entsprach. Die Fischesser waren also geistig verjüngt. Für die generelle Denkleistung schien Fisch zwar auch positive Effekte zu haben, diese waren aber für den konkreten Vergleich nicht robust genug.

Das Gehirn von Fischliebhabern scheint besser zu altern

In dieser vergleichenden Übersicht zeigte sich also, dass vermehrtes Fischessen einem zunehmenden Gedächtnisverlust vorbeugen konnte. Dieser Verjüngungseffekt war unabhängig von genetisch erkannten, individuell erhöhten Alzheimerrisiken.

Ob ein ähnlicher Effekt mit Omega-3-Nahrungsmittelergänzung erreicht werden kann, wurde in der Studie nicht berichtet.

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Mag. Christian Boukal / DeutschesGesundheitsPortal.de
Dezember 2020

Bild: ZinaidaSopina/shutterstock.com

 

 

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