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Meine Gesundheit

Basilikum-Pesto im Test

18. Oktober 2021 00:00 Uhr

Wenn es mit dem Kochen einmal schnell gehen muss, sind Fertigsaucen aus dem Supermarkt eine beliebte Wahl.

Das Testmagazin „Konsument“ der Konsumentenschützer der oberösterreichischen Arbeiterkammer (AKOÖ) hat sich 13 Basilikum-Pestos genauer angesehen. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Unter den getesteten Produkten waren fünf Bio-Produkte, zwei davon als vegan ausgezeichnet. Das Ergebnis zeigt Luft nach oben – insbesondere bei Schadstoffen und Zutaten. Insgesamt erhielten nur drei Pestos das Testurteil „gut“. Alle anderen waren höchstens „durchschnittlich“ – auch Produkte aus dem Herkunftsland des Pesto.

Nur dreimal Bestnote bei Schadstoffen

Bei den Schadstoffen konnten zwei Produkte das Testurteil „sehr gut“ erreichen – ein Eigenprodukt einer Supermarktkette und ein Bioprodukt aus dem Reformhaus.

Das Pesto einer Drogeriemarktkette hätte ebenfalls Testsiegerqualität gehabt, allerdings ist dessen Kennzeichnung „weniger zufriedenstellend“ gewesen wäre.

Pestizide schädlich für Mensch und Umwelt

Kein einziges der getesteten Produkte weist so hohe Pestizidrückstände auf, dass der Verzehr mit einer akuten beziehungsweise chronischen Gesundheitsgefahr verbunden wäre. Pestizide sind jedoch für die Umwelt wie auch für die menschliche Gesundheit problematisch. So reichern sich bestimmte Chemikalien in der Umwelt an, schädigen Gewässer und Böden und töten nicht nur Schädlinge, die die Nutzpflanzen befallen, sondern auch Nutzinsekten, Vögel, Fische oder Regenwürmer.

Was die menschliche Gesundheit anbelangt, zeigt sich die Schädlichkeit der eingesetzten Chemikalien oft erst nach Jahrzehnten. Langfristig können bestimmte Substanzen Krebs auslösen, die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder das Erbgut verändern. Verschärft wird diese Problematik dadurch, dass in einigen Produkten gleich mehrere Pestizide nachgewiesen werden konnten. So kann es zu einem Cocktaileffekt kommen: Die Chemikalien können sich gegenseitig beeinflussen und in ihren Wirkungen verstärken oder abschwächen.

TIPP

Wer sichergehen möchte, sollte deshalb vorzugsweise zu Bio-Produkten greifen. In diesen konnten im Test keine Pestizide nachgewiesen werden.

Mineralölrückstände festgestellt

Neben Pestiziden standen Mineralölrückstände im Fokus. In Lebensmittel können Mineralölrückstände etwa über die Verpackung gelangen. Die Verunreinigung kann aber auch durch Gewinnungs- und Verarbeitungsprozesse (etwa Schmierstoffe aus Produktionsanlagen), bei der Lagerung oder beim Transport passieren. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) und aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH). Einige der MOAH-Verbindungen sind krebserregend.

Zwei Produkte, die Pestos der zweiten ehemals österreichischen Supermarktkette, fielen hier negativ auf.

Günstige Zutaten statt traditionellem Rezept

  • Basilikum-Pesto besteht im Wesentlichen aus folgenden Zutaten:
  • Basilikum
  • Hartkäse – Pecorino und/oder Parmesan
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Pinienkerne
  • Salz

….und sonst nix.

Im Test zeigten sich teilweise erhebliche Abweichungen:

  • So wird etwa gern Olivenöl durch billigeres Sonnenblumenöl ersetzt.
  • Eine weitere Sparvariante besteht darin, Pinienkerne durch günstigere Cashewkerne – oder gar durch Walnüsse – zu ersetzen.
  • Beim Geschmack tricksen die Hersteller gern mit Aromen, um teurere Zutaten einzusparen.
  • Was die Haltbarkeit und Verbesserung der Konsistenz anbelangt, behilft man sich gern mit Zusatzstoffen. 10 der 13 Pestos im Test enthielten Zusatzstoffe, so kommen hier Kartoffelflocken, Stärke oder pflanzliche Fasern aus Mais oder gar Bambus zum Einsatz.

Der gesamte Test ist auf der Seiter der AKOÖ abrufbar.

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AKOÖ / Mag. Christian Boukal
Oktober 2021

Bild: Sotsiaalsukelduja/shutterstock.com

 

 

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