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Meine Gesundheit

Augen auf beim Sonnenbrillenkauf

28. Juni 2021 00:00 Uhr

Eine Sonnenbrille sollte nicht nur schön sein, sondern die Augen in erster Linie vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen.

Worauf beim Kauf unbedingt zu achten ist, berichtet der deutsche Mediendienst obx-medizindirekt.

Eine Sonnenbrille sollte insbesondere dem Schutz der Augen vor intensiver UV-Strahlung dienen, rät das Kuratorium Gutes Sehen. Denn die Strahlung der Sonne kann unter anderem Bindehautentzündungen und Netzhautschädigungen verursachen sowie die Entwicklung eines grauen Stars begünstigt. Für Allergiker kann eine Sonnenbrille noch einen zusätzlichen positiven Effekt haben, da sie die Augen nicht nur vor UV-Strahlen, sondern auch vor Pollen und Staub schützt.

Beim Kauf sollten vor allem auf das CE-Kennzeichen geachtet werden, das auf der Innenseite der Bügel angebracht ist. Dieses Siegel bestätigt: Die Brille genügt den grundlegenden Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien. Eine Garantie für hundertprozentigen UV-Schutz ist allerdings auch das nicht immer, da die Verwendung des Prüfzeichens nicht überwacht wird. Das Kuratorium Gutes Sehen rät deshalb Sonnenbrillen stets im Fachhandel zu kaufen.

Für unsere Breiten: Tönungsgrad „2“ ist optimal

Die Tönung der Gläser sagt nichts über deren UV-Schutz aus. Sie reduziert das für das Auge sichtbare Licht und sorgt damit für einen angenehmen Blendschutz. Um den unterschiedlichen Lichtverhältnissen gerecht zu werden, kann zwischen fünf Blendschutz-Kategorien gewählt werden. Die Skala der Tönungsgrade reicht von „0“ für sehr helle Gläser bis „4“ für sehr dunkle Gläser. Die höchste Stufe kommt beispielsweise bei Gletscherbrillen zum Einsatz. Für den Sonnenschutz in unseren Breiten sind die Kategorien 2 und 3 ideal.

Die richtige Farbe

Bei der Wahl der Gläserfarbe sollten insbesondere Autofahrer beachten, dass nicht jeder moderne Farbton auch für den Straßenverkehr geeignet ist. „Bunte Gläser wie Orange oder Rot verfälschen die realen Farben von Ampeln oder Verkehrszeichen. Daher sind am Steuer neutrale Farben wie Grau, Braun oder Grün zu empfehlen“, erklärt Sonja Forstreuter, Augenoptikerin und Prüfingenieurin bei TÜV Rheinland. Brillen müssen entsprechend gekennzeichnet sein, wenn sie nicht zum Autofahren geeignet sind. Im Zweifelsfall sollten man jedoch nachfragen.

Qualität von Fassung und Gläsern ausschlaggebend

Wichtig für Tragekomfort und Langlebigkeit der Sonnenbrille ist die Qualität von Fassung und Gläsern. Weder die Nasenauflage noch Scharniere und Bügel dürfen drücken. Hochwertige Gläser weisen keine Schlieren, Blasen oder Einschlüsse auf. So darf sich eine gerade Linie beim Blick durch die Gläser nicht unregelmäßig verbiegen. Denn jeder noch so kleine Fehler im Glas zwingt das Auge zur ständigen Korrektur – müde Augen, Kopfschmerzen und Unwohlsein sind oft die Folge, betont das Kuratorium Gutes Sehen. Mit Gläsern der „Optischen Klasse 1“ ist man immer gut beraten. Denn diese Qualität entspricht denen von Korrektionsbrillen.

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obx-medizindirekt / Mag. Christian Boukal
Juni 2021

 

Bild: Ekaterina_Molchanov/shutterstock.com

 

 

 

 

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