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Meine Gesundheit

Antitranspirante im Test: Rollen statt sprühen

23. August 2021 00:00 Uhr

Es gibt sie als Roller, Stick oder Spray und alle versprechen unangenehme Gerüche aus der Achselhöhle zu vermeiden und auch die Schweißmenge zu verringern.

Sowohl Antitranspirante als auch Deodorants helfen gegen unangenehme Gerüche in der Achselgegend, so das Verbrauchermagazin „Konsument“ der Arbeiterkammer OÖ (AKOÖ).

 

Die Schweißmenge mindern können jedoch nur Antitranspirante, die meist die umstrittenen Aluminiumsalze enthalten. Wie gut Antitranspirante tatsächlich Schweiß und Geruch reduzieren, hat „Konsument nun bei neun Rollern und drei Sprays getestet. Die Mehrheit – acht Produkte – konnten mit „gut“ überzeugen. Das günstigste Antitranspirant im Test – das Produkt eines deutschen Diskonters – belegte Platz 2 bei den Roll-ons.

 

Schweißhemmung

 

Am besten kamen der Antitranspirant Roller des Diskonters und der Spray eines ursprünglich amerikanischen Herstellers an. Vor Achselgeruch schützten alle Produkte sehr gut oder gut.

Für die Schweißhemmung wird häufig auf Aluminium Chlorohydrat zurückgegriffen. Diese Substanz ist in elf der zwölf getesteten Produkte enthalten. Eine weitere Verbindung ist Aluminium-Zirconium-Pentachlorhydrat. Dieses findet sich in zwei Antitranspirants. Bei Produkten, die diese Substanz enthalten, muss gemäß Kosmetikverordnung der Warnhinweis „nicht auf gereizter oder verletzter Haut anwenden“ angebracht werden. Bei anderen Aluminiumverbindungen ist dieser Warnhinweis kein Muss, sondern kann freiwillig erfolgen.

 

Aluminiumverbindungen immer wieder diskutiert

 

Aluminiumverbindungen im Antitranspirant sind immer wieder in der Diskussion. Die Aufnahme der Verbindung über diese Kosmetika wird als vergleichsweise gering eingeschätzt. Aluminium ist dazu überall in der Umwelt verbreitet. So werden etwa über Lebensmittel ein Vielfaches mehr davon auf als über Kosmetika aufgenommen.

Jüngere Studien deuten zudem darauf hin, dass Aluminiumverbindungen aus Antitranspiranten in geringerer Menge in den Körper aufgenommen werden als bislang vermutet.

 

Problematisch für Umwelt und Gesundheit

 

Alle getesteten Sprays und ein Roll-on eines Schweizer Herstellers enthalten cyclische Siloxane. Diese Verbindungen sind für Umwelt und/oder Gesundheit problematisch, weil sie eine hormonähnliche (endokrine) Wirkung haben können. Andere cyclische Siloxane, etwa die Verbindung Cyclopentasiloxane (D5), wurden nur für Kosmetika zugelassen, die auf Haut oder Haar verbleiben und nicht sofort wieder abgewaschen werden, wie Duschgels oder Shampoos.

 

Roller im Vorteil

 

Substanzen wie D5 sollten natürlich auch möglichst nicht in unseren Stoffwechsel gelangen. Bei Sprays lässt es sich jedoch kaum vermeiden, dass man Aerosole einatmet. Um den Sprühnebel geringer zu halten, sollten Sprays immer möglichst nahe an der Achsel angewendet werden. Roller lassen sich nicht nur wesentlich kontrollierter anwenden, sie zeigten sich im Test auch im Vorteil, was die Fleckenbildung auf Textilien anbelangt.

 

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AKOÖ / Mag. Christian Boukal
August 2021

 

Bild: PhotoSG/shutterstock.com

 

 

 

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