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Gesundheit

Feigen machen glücklich

Von Barbara Rohrhofer 04. Dezember 2019 00:04 Uhr

Feigen

Sie sind zuckersüß, trotzdem gesund und machen nebenbei noch gute Laune – verantwortlich dafür ist die Aminosäure Tryptophan.

Neben Mandarinen, Nüssen und Äpfeln bringt der Nikolaus am Freitag traditioneller Weise auch Schokolade, Feigen und Datteln. "Damit werden uns gute Laune, Konzentration und Gesundheit geschenkt", sagt Ernährungswissenschafterin Beate Artes aus Ottensheim. Denn Nüsse, Hülsenfrüchte, Feigen und Datteln würden imstande sein, den Serotoninspiegel zu heben und auf diesem Wege Wohlbefinden und Zufriedenheit zu steigern.

Damit der begehrte Botenstoff Serotonin gebildet werden kann, wird die Aminosäure "Tryptophan" benötigt, die der Körper leider nicht selbst produzieren kann. Sie muss durch Nahrung zugeführt werden und ist unter anderem in Schokolade, Bananen, Eiern und Milch enthalten – in besonders günstiger Konzentration allerdings auch in Feigen und Datteln. Die beiden Früchte enthalten neben dem Wirkstoff Tryptophan auch noch viele andere Inhaltsstoffe, die eine wahre Wohltat für die Gesundheit sein.

Feigen: 100 Gramm frische Feigen haben rund 60 Kalorien, dieselbe Menge getrockneter Feigen kommt auf rund 260 Kalorien. Getrocknete Feigen liefern also etwa fünfmal mehr Energie als frische. Das liegt vor allem daran, dass Feigen in getrocknetem Zustand kaum Wasser enthalten, während die frische Frucht zu 80 Prozent aus Wasser besteht. Auch der Nährstoffgehalt nimmt durch den Trocknungsprozess zu. Getrocknete Feigen enthalten vier- bis fünfmal so viel Kalium. Dasselbe gilt für Magnesium, Kalzium und Phosphor.

"Ob getrocknet oder frisch: Feigen sind eine ideale Alternative zu Schokolade oder anderen Süßigkeiten. Vor allem deshalb, weil sie länger sättigen", sagt Ernährungswissenschafterin Beate Artes.

Doch auch hier gelte natürlich die Devise: Viel zu viel ist nicht gesund. "Ich rate, pro Tag nicht mehr als eine Handvoll zu essen." Da getrocknete als auch frische Feigen reich an Ballaststoffen sind, regen sie die Verdauung an.

Datteln: Sie sind reich an Zucker und haben einen hohen Kaloriengehalt. Das brachte ihnen den Namen "Brot der Wüste" ein. Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium sowie B-Vitamine machen sie – in Maßen genossen – zu einer wirklich gesunden Nascherei. Datteln sind sehr ballaststoffreich – und haben eine positive Wirkung auf die Darmflora.

"Der hohe Anteil an Magnesium kann uns dabei helfen, Stress besser zu bewältigen", sagt Beate Artes (www.beate-artes.com).

100 Gramm Datteln enthalten 282 Kalorien – und extrem viel Zucker. Der Zuckeranteil liegt bei 60 bis 70 Prozent und ist damit mit Schokolade und Süßigkeiten vergleichbar. In Maßen genießen lautet daher auch hier die Devise der Ernährungswissenschafterin.

Beliebtes Schlafmittel

In arabischen Ländern sind Datteln ein beliebtes "Hausmittel" bei Einschlafproblemen. Dafür verantwortlich: Der Gehalt der Aminosäure Tryptophan. Denn aus diesem Stoff entsteht im Körper der stimmungsaufhellende Botenstoff Serotonin und in weiterer Folge Melatonin, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus spielt.

Artikel von

Barbara Rohrhofer

Leiterin Redaktion Leben und Gesundheit

Barbara Rohrhofer
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