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Warum die falsche Ernährung oft tödlich sein kann

Von nachrichten.at/apa   04.April 2019

(Symbolfoto)

Dies ergibt sich aus einer neuen statistischen Studie, die in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" publiziert worden ist. Österreich liegt vergleichsweise im besseren Mittelfeld. "2017 wurden mehr Todesfälle durch Ernährung mit Mangel an Vollkornprodukten, Obst, Nüssen und Samen als durch Ernährungsformen mit einem hohen Anteil an Transfetten, gezuckerten Getränken, rotem Fleisch und verarbeiteten Nahrungsmitteln verursacht", hieß es in einer Aussendung des "Lancet".

Studienautor Christopher Murray, Chef des Instituts für Gesundheitsstatistik der Universität von Washington, fügte hinzu: "Diese Untersuchung bekräftigt, was wir seit vielen Jahren gedacht haben: Eine schlechte Ernährung ist für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor."

Bei Gesundheitspolitik scheiden sich die Geister

Allerdings - so der US-Wissenschafter - sei die Angelegenheit zwiegespalten: "Während Salz, Zucker und Fette in den vergangenen 20 Jahren im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Debatte gestanden sind, deutet unsere Abschätzung darauf hin, dass die größten ernährungsbedingten Risikofaktoren sowohl eine hohe Salzaufnahme als auch ein Mangel an Konsum gesunder Nahrungsmitteln wie Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Gemüse sind."

Das Land mit den wenigsten ernährungsbedingten Todesfällen war im Jahr 2017 Israel mit 88.9 pro 100.000 Einwohnern. Dann folgte Frankreich mit 89,1 Todesfällen pro 100.000. Spanien, Japan und Andorra waren ebenfalls unter den besten. Österreich lag mit 143,1 Todesfällen pro 100.000 Einwohner im Zusammenhang mit der Kost relativ gut. In Deutschland waren es 162,0, in der Slowakei 356,3 pro 100.000 Einwohner. Die Schweiz wies allerdings einen Wert von 102,8 Sterbefällen pro 100.000 Einwohner (ernährungsbedingt) auf, Schweden zum Beispiel einen Wert von 136,2/100.000.

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Zahlen schwanken weltweit stark

Am schlechtesten waren Länder wie Usbekistan (891,8 Todesfälle durch ernährungsbedingte Erkrankungen pro 100.000 Einwohner). Dann folgte das seit Jahrzehnten vom Krieg heimgesuchte Afghanistan (750,5/100.000). In den USA sind es 170,7 Todesfälle pro 100.000 Einwohner durch derartige Erkrankungen. China lag mit 350,2 ernährungsbedingten Todesfällen pro 100.000 Menschen ebenfalls schlecht und 140. Platz von 195 Staaten. International schwankten diese Raten um das Zehnfache.

In Usbekistan betrug 2017 der Anteil der ernährungsbedingten Todesfälle an der Gesamtmortalität 43,7 Prozent. In Österreich waren es 18,0 Prozent, in Israel 12,4 Prozent. Frankreich lag mit 12,7 Prozent ebenfalls sehr gut. Die USA schnitten mit 17,7 Prozent schlechter ab als beispielsweise Großbritannien (15,0 Prozent). Deutschland lag etwa auf dem Niveau von Österreich (18,5 Prozent). Die Schweiz war unter Österreichs Nachbarländern mit einem Anteil von 16,0 Prozent am besten. Die Slowakei kam auf einen Anteil von 30,5 Prozent.

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19. Oktober 2019