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Gesundheit

Eine Therapie, die das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringt

21. April 2021 00:04 Uhr

Eine Therapie, die das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringt
Die verdünnten, körpereigenen Botenstoffe sind in Kapseln gefüllt.

Hochverdünnte Immunbotenstoffe helfen dem Körper sanft und trotzdem effizient, seine natürlichen Abwehrkräfte wieder zu optimieren.

Ein starkes Immunsystem ist die Basis für einen gesunden Körper. Durch Giftstoffe, Stress oder ungünstige Ernährung gerät das System aber schnell in Schräglage. Wie man da gegensteuern kann, erklärt die Tiroler Ärztin Ursula Bubendorfer: "Bei der Mikroimmuntherapie kommen natürlich vorhandene Botenstoffe und spezifische Nukleinsäuren in einer sehr geringen Dosis zum Einsatz. So kann das Immunsystem natürlich und effizient wieder ins Gleichgewicht gebracht werden."

Weil es sich um körpereigene Stoffe in hochverdünnter Form handelt, treten laut der Ärztin keine Nebenwirkungen auf. "Die Therapie hilft, dass der Körper Infekte schneller kontrollieren kann, und ist auch für eine Vorbeugung bei Infektanfälligkeit geeignet. Sie unterstützt den Körper dabei, sich selbst zu helfen", so die Ärztin. Was der Mensch braucht, wird mit einem Laborbefund ermittelt, der zeigt, wie das Immunsystem aufgestellt ist.

Gut kombinierbare Therapie

Zum Einsatz kommen kann die nachhaltige Methode nicht nur bei akuten Infekten, sondern auch bei schweren Erkrankungen wie in der Onkologie, im rheumatoiden Formenkreis oder bei Darmerkrankungen, weiters bei Autoimmunerkrankungen und genetischen Defekten.

"Die Methode lässt sich gut mit anderen, auch schulmedizinischen Therapieformen kombinieren. Klinische Beobachtungen zeigten, dass bei einem solchen Vorgehen synergistische Effekte erzielt werden können", sagt Bubendorfer, die diese Methode als Brücke zwischen alternativer und konventioneller Medizin sieht.

Die Mikroimmuntherapie wird oral verabreicht: Dreimal am Tag muss der Patient den Inhalt einer Kapsel unter der Zunge zergehen lassen. Man kann eine mehrwöchige Kur machen oder die Mittel auch dauerhaft nehmen. Sie sind zudem für Kinder geeignet, etwa wenn die Eltern die Notwendigkeit, Antibiotika zu geben, verringern möchten.

Mehr Informationen auf der Seite der Medizinischen Gesellschaft für Mikroimmuntherapie unter www.megemit.org

Mikroimmuntherapie

Die Mikroimmuntherapie wurde in den 70er-Jahren vom belgischen Arzt Maurice Jenaer begründet. Ihre Entstehung steht in enger Verbindung zum wachsenden Interesse für die Funktionsweise des Immunsystems sowie zur fortwährenden Entdeckung neuer Immunbotenstoffe, darunter Zytokine, Wachstumsfaktoren, Hormone und Neurotransmitter. Ermutigt durch die vielversprechenden therapeutischen Ergebnisse in der Anwendung von niedrig dosierten und unter der Zunge verabreichten DNA- und RNA-Nukleotiden, beschloss er zu untersuchen, ob sich auch andere in dieser Form dargereichte Moleküle (wie z.B. Zytokine) positiv auf den Organismus auswirken könnten.

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