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Gesundheit

Der einfachste Weg, gesund zu bleiben? "Esst mehr Gemüse!"

Von Valerie Hader 11. Oktober 2019 08:49 Uhr

Der einfachste Weg, gesund zu bleiben? "Esst mehr Gemüse!"
400 Gramm Gemüse, 250 Gramm Obst täglich empfiehlt der Experte.

Experten sprachen beim Eferdinger Ernährungsforum über die Bedeutung von pflanzlichen Lebensmitteln für die Gesundheit.

Gänseblümchen-Extrakt bei Diabetes, Broccoli gegen Bluthochdruck? Welche Rolle Pflanzen, Obst und Gemüse in der Prävention von Zivilisationskrankheiten spielen, war das Thema beim Ernährungsforum Eferding, das gestern bereits zum dritten Mal im Schloss Starhemberg stattfand. Und auch heuer konnten die Organisatoren, Hausherr Georg Starhemberg (Campus Eferding), efko-Geschäftsführer Klaus Hraby und Otmar Höglinger, Leiter des Studiengangs für Lebensmitteltechnologie an der Fachhochschule Wels, international renommierte Vortragende gewinnen – und mehr als 150 interessierte Zuhörer im Festsaal des Schlosses begrüßen.

Bei den Fachvorträgen stand zum einen der Forschungsstand über die Wirkweise von pflanzlichen Inhaltsstoffen etwa bei der Therapie von Diabetes im Fokus. Zum anderen gab es auch Daten, die wissenschaftlich bereits klar belegt sind. "Studien zeigen etwa, dass der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse das Leben verlängert", sagte Bernhard Watzl, Leiter des Max Rubner Bundesforschungsinstituts für Lebensmittel in Karlsruhe, wo man die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit erforscht. "Und zwar reden wir hier von 400 Gramm Gemüse und 250 Gramm Obst pro Tag." Wer das schafft, mache schon sehr viel richtig, so Watzl. "So einfach ist das: Esst mehr Obst und Gemüse!"

Länger und besser leben

Damit würde man nicht nur länger leben, sondern auch sein Krankheitsrisiko deutlich senken. "Das heißt, man hat nicht nur mehr Jahre, sondern auch mehr Jahre bei guter Gesundheit. Viele Krankheiten kommen so erst viel später oder sogar gar nicht", sagte Watzl.

Von Säften riet er ab: "Smoothies enthalten kaum mehr Ballaststoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe, die sind kein adäquater Ersatz." Auch die Zubereitung spiele eine Rolle. "Bei manchen Gemüsesorten sind die Inhaltsstoffe in rohem Zustand nur begrenzt für uns verfügbar – bei Tomaten oder Karotten zum Bespiel. Deshalb lautet meine Empfehlung, einen Teil roh, einen Teil gekocht zu essen." Ob man Gemüse dabei brät, grillt oder kocht, sei nebensächlich. "Denn alles, was dazu führt, dass die Leute mehr Gemüse essen, ist gut."

Wer sich ausgewogen ernähre, brauche auch keine Nahrungsergänzungsmittel, darauf wies Doris Marko von der Universität Wien hin, die über Extrakte von Lebensmitteln wie aus Beeren oder Trauben forscht. Auch wenn die Regale in den Drogerien voll seien mit solchen Pillen oder Pulvern, in denen die Wirkstoffe sehr oft in sehr hohen Dosen konzentriert seien, "sehe ich derzeit keinen Vorteil darin", erklärte sie. Ein großes Problem hingegen: "Es gibt keine Studie über die Einnahme solcher Präparate in der hohen Konzentration über einen längeren Zeitraum." Außerdem sei auch über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten viel zu wenig bekannt.

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