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"Cystische Fibrose wird für viele nicht mehr tödlich sein"

29.September 2021

"Cystische Fibrose wird für viele nicht mehr tödlich mehr sein"
Tief durchatmen ist für Menschen mit Cystischer Fibrose nicht selbstverständlich.

In Österreich kommen jedes Jahr 25 Babys mit der Stoffwechselerkrankung Cystische Fibrose (CF) auf die Welt. Dabei stört ein defektes Gen Wasser- und Salzhaushalt der Schleimhäute. Schleim verklebt die Lunge und verstopft die Bauchspeicheldrüse. Durch fortschreitenden Funktionsausfall werden Atmung und Verdauung beeinträchtigt.

Bis vor wenigen Jahren waren die Therapieoptionen begrenzt und viele Betroffene erreichten das Erwachsenenalter nicht. Durch neue Medikamente erhalten heute viele Patienten eine Therapie, die an der Ursache und nicht ausschließlich an der Symptomatik ansetzt. "Die sogenannten CFTR-Modulatoren können in Österreich bei mehr als 80 Prozent der Patienten eingesetzt werden", sagt Alexander Leitner. Er ist Leiter des CF-Zentrums für Erwachsene am Klinikum Wels-Grieskirchen.

"Bei frühem Therapiebeginn und optimaler Betreuung wird CF somit für die meisten Patienten in Zukunft keine lebenslimitierende Erkrankung mehr sein." Dank der gestiegenen Lebenserwartung werde der Ausbau der Erwachsenenbetreuung wichtiger. Hier treten weitere Probleme auf, weil viele CF-Patienten mit zunehmendem Alter an Diabetes mellitus und Veränderungen des Knochensystems wie Osteoporose und Arthritis leiden.

Am Klinikum Wels-Grieskirchen arbeiten multiprofessionelle Teams aus Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen und Sozialarbeitern, um Erkrankte individuell zu betreuen. Mit der Diagnosestellung starten die Behandlung mit Inhalation, Vitamin- und Enzymgabe sowie die Betreuung durch ein multiprofessionelles Team.

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29. November 2021