Lade Inhalte...

Gesundheit

Corona: Wann Tests trotz Impfung sinnvoll sind

Von Dietlind Hebestreit  13. August 2021 00:04 Uhr

Primar Bernd Lamprecht

Befürchtungen, dass Antigen-Tests bei der Delta-Variante nicht anschlagen, treffen nicht zu.

Hoffnungen, dass vollständig Corona-geimpfte Menschen gegen die Viren völlig gefeit sind, haben sich schnell zerschlagen. Jetzt stellt sich für viele Oberösterreicher die Frage, ob sie sich trotz Impfung weiter testen lassen sollen.

Trotz Impfung ansteckend

Die Antwort gibt Primar Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Uniklinikum Linz: "Prinzipiell ist man durch die Impfung von der regelmäßigen Testung befreit. Für Geimpfte ist es jedoch sinnvoll, nach Kontakt ohne Maske zu einer infizierten Person für drei bis fünf Tage seinen Gesundheitszustand genau zu beobachten. Auch bei fehlenden Symptomen ist dann eine Testung durchzuführen. Nicht zwingend notwendige Kontakte sollten vermieden werden, und sonst ist auf Maske und Hygienemaßnahmen zu achten." Denn eine Infektion sei bei einem Geimpften zwar weniger wahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen: Die Übertragung durch Geimpfte ist im Vergleich zu Ungeimpften um rund 50 Prozent reduziert. Auch wer mit Risikogruppen wie Senioren oder Patienten mit Immunsuppressiva-Therapie zu tun hat, kann sein Ansteckungsrisiko nach der Impfung durch Tests minimieren.

Die Angst, dass Antigen-Tests bei der zurzeit am weitesten verbreiteten Delta-Variante nicht anschlagen, zerstreut Primar Rainer Gattringer vom Klinikum Wels-Grieskirchen: "Der Antigen-Test ist aber eigentlich für Menschen, die bereits Symptome haben, gedacht. Er ist sozusagen die Regionalliga, während der wesentlich sensitivere PCR-Test mit der Champions League verglichen werden kann." Auch sei das Zeitfenster, in dem Antigen-Tests anschlagen, kleiner. "Wichtig ist, dass alle näheren Kontaktpersonen von Risikopatienten geimpft sind", sagt der Arzt.

Bernd Lamprecht spricht in "Oberösterreich heute" über Testungen:

Fragliche Antikörper-Tests

Wenig aussagekräftig ist es laut dem Infektiologen, die Zahl der Antikörper im Blut zu ermitteln. Nur wenn bei Risikopatienten die Antikörper-Zahl sehr gering oder nicht existent ist, könne man daraus negative Rückschlüsse ziehen.

Mehr zum Thema:

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Artikel von

Dietlind Hebestreit

Dietlind Hebestreit
Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

45  Kommentare expand_more 45  Kommentare expand_less